Buchtipp: Die stärkste Liga der Welt – Eishockey in der NHL

Bücher über die nordamerikanische Profieishockeyliga NHL gibt es in deutscher Sprache nun wirklich nicht viele. Der Markt dafür ist halt relativ klein. Schon von daher verdient das offensichtlich mit viel Leidenschaft verfolgte Projekt von Bernd Schwickerath erst einmal grundsätzlich viel Anerkennung.

Der Autor hat mit „Die stärkste Liga der Welt: Eishockey in der NHL“ vor wenigen Tagen ein Buch auf den Markt gebracht, das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Verkaufsschlager werden wird, doch für tausende NHL-Fans in Deutschland durchaus eine öffentliche Empfehlung wert ist.

Auf gut 350 Seiten hat Schwickerath mit erkennbar viel Liebe zum Detail zusammengetragen, was ein NHL-Fan an Basiswissen benötigt: Die Ligageschichte, die Klubs, die gröbsten Hintergründe, Portraits einiger prominenter Spieler.

Wer sich über Grundlagen der NHL, auch durchaus einmal aus deutscher Sicht, informieren will, der findet mit diesem Buch eine geeignete Einstiegsmöglichkeit in die Geschichte der besten Eishockeyliga der Welt.

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Sven Pistor: ’50 Dinge, die man über den Fußball-Westen wissen muss‘

Länderspielpausen in der Fußball-Bundesliga eignen sich ja bekanntlich immer bestens dazu, sich einmal wieder etwas ausführlicher mit einem aktuellen Fußball-Buch zu beschäftigen. So eben auch die gerade zu Ende gegangene Unterbrechung des Ligabetriebs.

Diesmal habe ich mich in den vergangenen knapp zwei Wochen unter anderem mit dem neuen Buch des WDR-Moderators Sven Pistor beschäftigt, der im Vormonat „50 Dinge, die man über den Fußball-Westen wissen muss“ veröffentlicht hat.

Wie der Name seines Werkes bereits verrät, beschäftigt sich Pistor auf den hier vorgelegten 192 Seiten ausschließlich mit Geschichten, die im Fußball-Westen, sprich in Nordrhein-Westfalen spielen. Den geneigten Leser erwartet dabei eine recht bunte Mischung aus persönlichen Erinnerungen und zum Schmunzeln anregenden Anekdoten, zwischen Dortmund und Ahlen, von Köln bis Münster.

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Mensch – Maschinen – Musik: Das Gesamtkunstwerk Kraftwerk

Frisch auf dem Buchmarkt ist seit wenigen Wochen hierzulande das sehr ambitioniert daherkommende Werk: ‚Mensch – Maschinen – Musik: Das Gesamtkunstwerk Kraftwerk‘. Als jemand, der die Band Kraftwerk erst in den letzten Jahren schrittweise für sich selber entdeckt hat, zog diese Neuerscheinung in der Buchhandlung meines Vertrauens direkt mein Interesse auf sich.

Doch das Lesevergnügen ist hier kein ungetrübtes. „Neue, kenntnisreiche und kritische Perspektiven auf das künstlerische Projekt Kraftwerk, das die Band aus dem Kling-Klang-Studio in die bedeutendsten Museen der Welt führte, prägen die Beiträge dieses mit Dokumenten, Gesprächen und einem wiederzuentdeckenden Theaterstück angereicherten Essaybandes.“ So verspricht es der dazugehörige Pressetext.

Ich musste jedoch feststellen: Zum klassischen Durchlesen in einem Rutsch eignet sich dieses Buch wahrlich nicht. Es ist eher eines dieser sperrigen Bücher, die man in kleinen Häppchen, Portion für Portion, zu sich nehmen mag, die man in kleinen Dosierungen über mehrere Wochen hinweg nach und nach konsumiert.

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Sebastian Vollmer: German Champion – Die Geschichte meiner NFL-Karriere

Ich persönlich habe es ja eher mit Fußball und Eishockey. Doch auch das Football-Geschehen in der NFL verfolge ich zwischen September und Anfang Februar gerne, soweit ich die Zeit dafür finde. In diesem Zusammenhang war mir natürlich auch der Name Sebastian Vollmer schon seit Jahren ein fester Begriff. Deutsche Spieler in der NFL sind halt eine absolute Ausnahme.

Als im September dann Vollers Buch „German Champion – Die Geschichte meiner NFL-Karriere“ frisch auf den Buchmarkt kam, da zog dieses sofort mein grundsätzliche Interesse auf sich.

Und da es sich inzwischen in der Tat als eine Bereicherung für meine private Sportbuchsammlung erwiesen hat, möchte ich es hier und heute auch einmal kurz bei uns im Blog der Ruhrbarone für unsere an Sport interessierten Leser vorstellen.

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Buchvorstellung: „Das unbekannte Ruhrgebiet“ – Der Pott im Wandel

Foto: Jochen Tack, Essen

Der Sommer liegt vor uns! Endlich, möchte man meinen. Zeit an dieser Stelle auch einmal wieder auf ein paar neue, durchaus zu Ausflügen anregende Bücher zu schauen, die sich hier im Blog vorzustellen lohnen. Beginnen möchte ich meine kleine, unregelmäßige Reihe in diesem Jahr mit einem Buch, wie es passender für die ‚Ruhrbarone‘ grundsätzlich wohl nicht sein könnte.

In ihrem im Mai 2018 im Verlag Ellert & Richter frisch erschienenen Bildband ‚Das unbekannte Ruhrgebiet‘ präsentieren Hans-Peter Noll und Rolf Kiesendahl den ‚Pott‘ von seiner schönsten Seite. Auf rund 160 Seiten zeigen die beiden etliche wunderbare Farbaufnahmen aus der Region.

Grundsätzlich so natürlich nichts Neues, in dieser Art aber dann doch tatsächlich erwähnenswert, da in der hier vollzogenen Umsetzung tatsächlich sehr gelungen. Optisch schon eine tolle Aufmachung, im Inneren eine sehe gelungene Fotoauswahl, dazu für eine gebundene Ausgabe im Großformat ein relativ günstiger Preis (24,95 Euro). Das Alles macht das Werk aus meiner Sicht in der Tat äußerst empfehlenswert. Durchaus auch als attraktives Geschenk für (noch) ruhrgebietsferne Menschen.

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Knut Reinhardt: Vom BVB-Profi zum Lehrer in der Dortmunder Nordstadt

Fußballprofis führen im Regelfall nach ihrer Karriere ein Leben im Luxus. So wohl die allgemeine Einschätzung. Und vielfach trifft das ja auch zu. Doch eben längst nicht immer. Viele führen nach der aktiven Zeit im Glamour des Profisports ein recht unauffälliges, ein ziemlich ‚normales‘ Leben.

Ein Vertreter dieser dann natürlich im Regelfall deutlich weniger beachteten Gattung ist der ehemalige Berufsfußballspieler Knut Reinhardt, welcher u.a. mit dem BVB in den 1990er-Jahren große Erfolge feierte. Die Älteren hier werden sich sicherlich noch gut erinnern.

Bereits auf dem Platz war er seinerzeit als Leader gefragt, wenn er auch nicht zu den ganz großen Stars der Szene gehörte, jetzt jedoch im Klassenzimmer noch viel mehr. Nachdem Reinhardt, immerhin Champions-League-Sieger im Jahre 1997 mit den Dortmundern, mit 32 Jahren dann seine Profikarriere beenden musste, entschied er sich ungewöhnlicher Weise für einen Beruf mit ähnlich hohem Lärmpegel wie im Fußballstadion: Er wird Grundschullehrer.

Von seiner spannenden Entwicklung erzählt jetzt ein Buch, welches aktuell noch ziemlich neu auf dem Markt ist, und welches ich hier und heute gerne einmal kurz unseren Lesern vorstellen möchte.

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Frank Mill-Biografie: „Das Schlitzohr des deutschen Fußballs“

Für mich persönlich ist er eines meiner ganz großen Fußballidole aus der eigenen Jugendzeit. Noch heute hängt ein Autogramm von Frank Mill hier bei mir über dem Schreibtisch, welches ich in den späten 1980er-Jahren mal bei einer Pressekonferenz des BVB, bei der ich als Gast der WAZ anwesend sein durfte, ergattern konnte.

Und auch wenn er im Laufe seiner Karriere durchaus Titel vorzuweisen hat (u.a. Weltmeister 1990, Olympia-Bronze 1988. DFB-Pokalsieger 1989) fliegt Mill in der bundesdeutschen Fußball-Öffentlichkeit bis zum heutigen Tage leider stets etwas ‚unter dem Radar‘.

Doch 123 Tore in 387 Bundesligaspielen sind tatsächlich eine durchaus stolze Bilanz, auch wenn Frank Mill bis zum heutigen Tage, obwohl er eben einer der erfolgreichsten deutschen Stürmer seiner Zeit war, Millionen in erster Linie durch seinen berühmten Pfostenschuss von München während des Gastspiels des BVB bei Bayern München Mitte der 1980er-Jahre in Erinnerung geblieben ist.

Aufgewachsen in Essen als Sohn eines Schrotthändlers, machte Mill seine ersten Profischritte bei Rot-Weiss Essen, bevor er dann bei Borussia Mönchengladbach und dem BVB seine größten sportlichen Erfolge feierte.  Erst mit 38 Jahren beendete er schließlich seine lange Karriere bei Fortuna Düsseldorf.

Von all dem und mehr berichtet Biograf Frank Lehmkuhl in seinem in der kommenden Woche erscheinenden Buch aus dem Verlag, ‚Die Werkstatt‘, welches ich mir bereits vor Veröffentlichung einmal durchlesen durfte.

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Dortmund: Echte Liebe – Das spektakuläre Comeback des BVB

dsc07973-453x600Auch für Freunde und Anhänger des BVB gibt es aktuell einmal wieder eine sehr spannende Neuerscheinung auf dem heimischen Buchmarkt, welche mir kürzlich eher zufällig in die Hände fiel. Sascha und Frank Fligge, der eine aktuell Mediendirektor des Clubs, der andere Journalist und Autor, werfen in ihrem aktuellen Buch ‚Echte Liebe – Das spektakuläre Comeback des BVB‘ einen Blick auf die letzten Jahre der Clubgeschichte der Schwarzgelben, schildern darin die Entwicklung von der Fast-Insolvenz Mitte des letzten Jahrzehnts bis hin zur sportlich und finanziell deutlich erfolgreicheren Gegenwart. Und das Alles auf rund 250 Seiten.

Das Buch aus dem ‚Econ‘-Verlag beginnt also mit einem Rückblick in die inzwischen von vielen Schwarzgelben sehr kritisch gesehene Niebaum/Meier-Ära und beschreibt dabei zunächst auch recht anschaulich den Weg in die Beinahe-Pleite des Vereins, sowie dann eben auch die beeindruckende Wiederbelebung unter den neuen Verantwortlichen Rauball, Watzke, Zorc, Klopp und Co.

Das ist einerseits für alle BVB-Interessierte so natürlich ein sehr spannendes Vorhaben, lohnt in jedem Fall auch einen ausführlichen Blick, andererseits bleibt das frisch vorgelegte Buch dabei aber leider auch ein Stück weit ein unerfülltes Versprechen, ist es vielleicht dann doch ein Stück weit zu sehr aus Fan- bzw. Schwarzgelber-Sicht geschrieben worden.

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Vom Stadion zur Arena – Eine Hommage an 22 unvergessene Plätze des deutschen Fußballs

stadion-zur-arena-titelSchon wieder einmal in einer dieser unbeliebten Länderspielpausen mit der Fußball-Bundesliga angekommen. Die günstige Gelegenheit also, die plötzlich freigewordene Zeit nun für die Lektüre eines neuen Sportbuches zu nutzen.

Daher heute hier mal wieder eine Neuerscheinung für Fußballromantiker:  „Vom Stadion zur Arena“ führt den Leser zurück in eine Zeit, die noch gar nicht so lange zurückliegt, aber inzwischen doch bereits sehr historisch wirkt.

Gemeint ist die Zeit in der der Profifußball noch in Stadien mit ihrem ureigensten Charakter gespielt wurde und nicht in recht gleichartig daherkommenden, modernen Arenen.

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‚Der letzte Zeitungsleser‘ – Eine Liebeserklärung an die gedruckte Zeitung

DSC07804 (617x800)Print stirbt! Wer die Gegenwart aktuell verfolgt, der kann es sehen. Jeden Tag! Die morgendliche Lokalzeitung auf dem Frühstückstisch ähnelt in vielen Fällen inzwischen mehr und mehr einer Ansammlung von belanglosen Pressemeldungen. Häufig extrem dünn, und eben kaum noch mit eigenem redaktionellen Inhalt. Viele der verbliebenen Inhalte kennt man dann auch schon vom Vortag so aus dem Internet. Braucht man das aktuell überhaupt noch?

Gründe zu finden für so etwas dann auch noch immer mehr Geld auszugeben fällt zunehmend immer schwerer. Auch mir. Und das will im konkreten Fall schon etwas heißen, denn ich habe ursprünglich selber mal Verlagskaufmann gelernt, und dann auch rund zehn Jahre für diverse Verlage im Bereich der Tageszeitungen gearbeitet.

Ich mochte diese Branche schon als Kind. Sie fazinierte mich immer schon. Letztendlich hat mich das dann auch dazu gebracht beruflich ‚irgendetwas mit Medien‘ machen zu wollen. Habe ich dann ja auch getan. Allerdings war der Start ausgerechnet im Bereich ‚Print‘ (Anfang der 1990er-Jahre) damals wohl, im Nachhinein betrachtet, nicht die allerschlaueste Wahl.

Trotzdem mag ich gedruckte Erzeugnisse grundsätzlich auch heute noch immer sehr gerne. Ein Buch oder eine Zeitung wirklich in der Hand zu halten hat irgendwie etwas vergleichsweise Gemütliches, etwas Praktisches, aber inzwischen halt auch etwas Nostalgisches an sich.

Und so hat mich dann auch das jüngst erschienene Büchlein ‚Der letzte Zeitungsleser‘ direkt angesprochen. Autor Michael Angele ist auch ein großer ‚Zeitungsfan‘. Sogar noch bis heute. Und an seiner Begeisterung für diese sterbende Darreichungsform für Nachrichten und Meinungen lässt er die Leser seines Buches nun teilhaben. Das hat etwas Nostalgisches, etwa Rührendes an sich. Irgendwie schön!

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