Ausgerechnet der zuletzt glücklose BVB-Boss Aki Watzke soll jetzt einer der ‚Heilsbringer‘ für den DFB sein?

BVB-Boss Aki Watzke. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Die Bilanz des DFB bei der FIFA-Fußball-WM in Katar ist desaströs. Sportlich ist die Mannschaft bekanntlich schon in der Gruppenphase ausgeschieden, obwohl sie sich selbst im Vorfeld noch zu einem der Titelaspiranten erklärt hatte. Und auch die Funktionärsriege blamierte sich nach Strich und Faden. Genannt sei hier nur die unwürdige Debatte über die ‚One-love-Binde‘, bei der der Verband gegenüber der FIFA am Ende einknickte und dabei ein ziemlich erbärmliches Bild abgab.

Kein Wunder also, dass viele Fans im Nachhinein der Meinung waren, Deutschland hätte auf eine Teilnahme am seit Jahren umstrittenen Turnier in der Wüste wohl besser schon im Vorfeld komplett verzichten sollen. Dann wäre der Imageschaden auf allen Ebenen jetzt nicht so groß.

Nun gut, im Nachhinein erscheint es müßig darüber jetzt noch lange zu diskutieren. Wichtiger erscheint es in diesen Tagen den Blick nach vorne in Richtung Zukunft zu richten, um aus diesen bitteren Erlebnissen jetzt die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen.

Dabei helfen soll nach übereinstimmenden Medienberichten in verantwortlicher Position offenbar auch BVB-Boss Hans-Joachim ‚Aki‘ Watzke, der bei der Neuausrichtung des DFB demnach ein entscheidendes Wörtchen mitreden soll. Das erstaunt, beweist der langjährige Hauptverantwortliche aus Dortmund doch immer wieder, dass er jetzt schon seit Jahren eher durch personelle Missgriffe und Fehlentscheidungen als durch ein besonders glückliches Händchen auffällt.

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BVB, S04 und VfL gehören vor der WM-Pause zu den großen Verlierern in der Bundesliga

Ruhrgebietsfußball: Feuer unterm Dach. Foto: Michael Kamps

Die Fußball-Begeisterung im Ruhrgebiet ist traditionell riesig. In wohl keiner anderen Region des Landes begeistern sich so viele Menschen für die Jagd nach dem runden (Kunst-)Leder wie hier. Die Bedeutung, die die Ergebnisse eines Spieltags haben, können einem hier schon mal den Beginn einer Arbeitswoche versauen, oder aber einen zum über die Kollegen spottenden ‚Helden‘ am Wasserspender machen.

Gemessen an diesen herausragenden Voraussetzungen fällt das Saisonfazit aller drei großen Reviervereine im Fußballoberhaus nach 15 Spieltagen der Saison 2022/23 ernüchternd aus. Sowohl der FC Schalke 04, als auch der VfL Bochum und sogar der BVB konnten die von der eigenen Anhängerschaft vor Saisonstart in sie gesetzten Erwartungen bisher nicht erfüllen. Erschreckend!

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Ein Hoffnungsschimmer für Schalke, mehr aber (noch) nicht!

Nicht schön, aber am Ende erfolgreich. Schalke schlug Mainz mit 1:0. Foto(s): Michael Kamps

Nein, schön war es wahrlich nicht. Am Ende war die Freude trotzdem groß. Mit 1:0 besiegte der FC Schalke 04 am Mittwoch in der heimischen Arena nach hartem Kampf den FSV Mainz 05 mit 1:0 und feierte damit den zweiten Saisonsieg am 14. Spieltag. Erleichtert verließen die Kicker aus Gelsenkirchen nach wenig hochklassigen, aber spannenden 90 Minuten den Rasen.

Auch bei den Anhängern war die Stimmung nach dem Schlusspfiff diesmal sehr gut. Mit jetzt neun Punkten auf der Habenseite stehen die Schalker zwar noch immer ganz am Tabellenende der Fußball-Bundesliga, konnten die am Vortag entstandene Lücke bis zum Vorletzten, den VfL Bochum, nach dessen Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach aber zumindest wieder auf einen Punkt verkleinern. Mit dem Jahresabschluss gegen den FC Bayern München am kommenden Wochenende vor der Brust, sind die Chancen der Gelsenkirchener auf Rang 18 zu überwintern trotzdem groß. Zu übertriebener Freude besteht bei den Königsblauen also kein Anlass.

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Der BVB hat sich nach der Rückkehr von Trainer Edin Terzic eher zurückentwickelt

Edin Terzic. Archiv-Foto: BVB

Im Sommer trennte sich Borussia Dortmund überraschend von Trainer Marco Rose. Dieser hatte die Verantwortlichen des Klubs bei einer Saisonanalyse nicht überzeugt. Nach der Vizemeisterschaft und dem frühen Aus in DFB-Pokal (gegen St. Pauli) und in der UEFA Champions League (Vorrundenaus), war das Vertrauen in den Coach schlicht nicht mehr groß genug, um mit ihm in eine weitere Spielzeit zu gehen.

Der BVB holte Roses Vorgänger Edin Terzic zurück, der zwar vergleichsweise unerfahren war bzw. ist, mit den Schwarzgelben im Jahr zuvor allerdings den DFB-Pokal gewann und dadurch zum Fanliebling der Anhängerschaft avancierte, was Rose von Beginn seiner Amtszeit an das Leben schwer machte.

Jetzt, wo die Bundesliga in ein paar Tagen in die rund zweimonatige WM-Pause geht, ist es Zeit einmal eine Zwischenbilanz zu ziehen, ob sich die Dortmunder unter Terzic gesteigert haben. Das Ergebnis ist ernüchternd.

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War es das schon für Schalke?

Gute Stimmung vor dem Spiel auf Schalke. Foto(s): Michael Kamps

Puh, das war ernüchternd! Der FC Schalke 04 verlor am Sonntag sein Heimspiel in der Arena gegen den SC Freiburg mit 0:2 und bleibt damit am Tabellenende der Fußball-Bundesliga. Sechs Punkte aus zwölf Spielen sind eine Bilanz, die wenig Hoffnung auf einen Klassenverbleib nach der Rückkehr ins Fußballoberhaus im vergangenen Frühjahr macht.

Und noch schlimmer, der Klub hat alle Trümpfe, die einem als langjähriger Beobachter so einfallen, schon gezogen. Der erfolgte Trainerwechsel hin zu Thomas Reis blieb gegen Freiburg ebenso ohne Wirkung wie die tolle Choreographie, die die Fans zur Unterstützung der Elf auf dem Rasen organisiert hatten. War es das jetzt schon für die Gelsenkirchener?

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Überraschendes Schröder-Aus auf Schalke: Ist die ‚alte Skandalnudel‘ der Liga zurück?

Jubelstimmung auf Schalke nach dem Wiederaufstieg 2022. Foto: Michael Kamps

Tja, so ist Schalke, kann man da wohl nur sagen. Da wartet man seit Tagen auf die Bekanntgabe des neuen Cheftrainers bei den Königsblauen, und dann erreicht einen plötzlich eine ganz andere Neuigkeit: Statt die Verpflichtung eines neuen Coaches zu vermelden, erklärte der Tabellenletzte der Bundesliga am Mittwoch, dass Sportdirektor Rouven Schröder den Klub mit sofortiger Wirkung verlässt.

Wie unter anderem auch der Kicker vermeldet, hatte Schröder den Vorstand darüber informiert, „aus persönlichen Gründen“ schon vor Ablauf seines Vertrags gehen zu wollen. Diesem Wunsch seien Dr. Bernd Schröder, Christina Rühl-Hamers und Peter Knäbel nachgekommen. Damit stehen die Schalker aktuell ohne Cheftrainer und Sportdirektor da. Das ist ein echter Knaller!

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Der Sieg des VfL Bochum gegen Union Berlin war auch ein Zeichen für die aktuelle Schwäche der Bundesliga

Das Ruhrstadion in Bochum. Foto: Roland W. Waniek

Die Ansetzung hatte eine gänzlich andere Ausstrahlung, doch das Duell des VfL Bochum gegen Union Berlin war am Sonntag tatsächlich das Spiel des Tabellenletzten gegen den Spitzenreiter der Fußball-Bundesliga. Wer diese Konstellation vor Saisonbeginn im August für den elften Spieltag so vorhergesagt hätte, der wäre wohl nur ausgelacht worden.

Dass dem aber wirklich so wahr, sagt viel über die Liga in diese bisher so kuriose Spielzeit aus.

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Echte Trendwende oder Eintagsfliege: Beim BVB sollte man sich nicht erneut täuschen lassen

Edin Terzic. Archiv-Foto: BVB

Borussia Dortmund setzte sich am Samstag im Westfalenstadion mit 5:0 (3:0) gegen den VfB Stuttgart durch. Es war der erste wirklich überzeugende Auftritt des BVB seit Wochen, wenn nicht sogar in der gesamten Saison 2022/23.

Dementsprechend groß waren die Freude und die Erleichterung in Dortmund. Doch im Lager der Schwarzgelben sollte man sich nicht der Illusion hingeben, dass die Mannschaft jetzt (endlich) und dauerhaft verstanden hätte und auf dem richtigen Weg wäre. Zu häufig sendete der Kader in den vergangenen Monaten bzw. Jahren schon ähnliche Signale, nur um die eigene Anhängermannschaft kurz darauf wieder mächtig zu enttäuschen.

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So verspielt der BVB jede Sympathie bei seiner Anhängerschaft!

Unser Autor im Jahre 1978. Foto: privat

Der BVB macht es seinen Anhängern gerade schwer. Das spüre ich selber, bin ich doch schon seit den 1970er-Jahren ein Anhänger dieses Vereins. Meine Leidenschaft war zwischenzeitlich sogar so groß, dass ich in den 1990er-Jahren nach Niederlagen der Mannschaft an dem entsprechenden Wochenende nicht mehr ausgegangen bin, weil ich so sauer war. Ganz schön bekloppt, würde ich dazu im Nachhinein sagen. Aber es war wirklich so.

Derzeit ist meine Begeisterung für den BVB längst nicht mehr so groß. Und das, obwohl die Mannschaft in Summe immer noch deutlich erfolgreicher spielt als das in meinen frühen Jahren als Fan der Fall war. Ja, ok, derzeit läuft es nicht so, wie gewünscht. Trotzdem reden wir hier immer noch über eine der bestbestückten Teams des Landes, das den Anspruch hat Deutschland in der UEFA Champions League, als der sogenannten Königsklasse, zu vertreten. Das war in meinen ersten Jahren mit diesem Verein anders.

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