DFB-Pokal und Meisterschale. Foto: Robin Patzwaldt
Noch ist sie offiziell gar nicht zu Ende gespielt, folgt am anstehenden Pfingstwochenende doch noch der 34. und letzte Spieltag und anschließend noch die beiden Relegationsspiele, doch kann ein kurzes Fazit der Saison 2020/21 in der 1. Fußball-Bundesliga schon jetzt guten Gewissens gezogen werden. Und das fällt nicht gut aus. Von welchem Standpunkt aus man die Dinge auch betrachtet.
Borussia Dortmund hat den Pflichtsieg im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Holstein Kiel am Samstag auf überzeugende Art und Weise eingefahren und sich beim 5:0 (5:0)-Erfolg im Westfalenstadion am Samstagabend als würdiger Pokalfinalist gezeigt. Die zuletzt häufig für ihre Wankelmütigkeit und Inkonstanz kritisierte Mannschaft zeigte sich dabei konzentriert und motiviert. Das war für die Anhänger schön zu erkennen.
Weniger schön war schon die Verletzung, die sich Mateu Morey zuzog. Ohne Fremdeinwirkung überdehnte sich der Eingewechselte das Knie in der zweiten Halbzeit und wurde unter Schmerzen abtransportiert. Das tat schon beim Zugucken weh.
Doch noch ein anderes Problem offenbarte sich für die Dortmunder am Samstag. Und das nicht zum ersten Mal.
Der Journalist und Buchautor Dietrich Schulze-Marmeling. Foto: privat
Dietrich Schulze-Marmeling ist ein anerkannter und preisgekrönter Journalist, sowie Buchautor. Der 64-Jährige hat im Laufe der Jahre viele herausragende Sportbücher auf den Markt gebracht. Einige davon haben wir auch hier im Blog schon unseren Lesern näher vorgestellt.
Wer dem gebürtigen Kamener in den sozialen Netzwerken folgt, der wird zuletzt festgestellt haben, dass er sich seit einiger Zeit auch klar und deutlich gegen die Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar ausspricht, dort immer wieder kritische Anmerkungen dazu veröffentlicht.
Dies hat Ruhrbarone-Autor Robin Patzwaldt jüngst einmal zum Anlass genommen sich mit Schulze-Marmeling über aktuelle Themen rund um den Fußball, darunter neben der umstrittenen WM in Katar auch die akuten Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Sport, sowie die grundsätzliche Entwicklung rund um den modernen Fußball, auszutauschen. Herausgekommen ist eine insgesamt kritische, recht ausführliche Bestandsaufnahme, die jedoch auch positive Ansätze liefert.
Die Sky-Zentrale in München. Foto: Robin Patzwaldt
Bei vielen Fans ist der Abo-Sender ‚Sky‘ umstritten, teilweise sogar regelrecht verhasst. Für sie ist er die Speerspitze der verhassten Kommerzialisierung des Sports und ein gerne gewähltes Feindbild. Das ist bei nüchterner Betrachtung nicht zu verstehen, denn der Münchener Abo-Sender hat dem Profifußball in diesem Lande sehr viel gegeben. Und das war und ist längst nicht nur Geld.
Die Anhänger der Klubs können sich glücklich schätzen, dass sich die Qualität und die Umfänge der Übertragungen in den vergangenen 30 Jahre so entwickelt haben, wie sie es taten. Die Bundesliga ist insgesamt stark gewachsen, auch dank des Pay-TV-Angebots.
Am 2. März 1991 übertrug das Sky Vorgängerunternehmen Premiere erstmals ein Bundesliga-Spiel live. Bereits davor waren von anderen Sendern vereinzelt Bundesliga-Spiele live übertragen worden, doch erst der Start des Pay-TV markierte den Auftakt der regelmäßigen TV-Live-Berichterstattung aus der höchsten deutschen Fußball-Spielklasse. Der Sender feiert derzeit dieses Jubiläum. Eine gute Gelegenheit auch hier im Blog einmal daran zu erinnern, was sich seither an den Standards verändert hat.
Das ‚Grotenburg‘-Stadion in Krefeld im Jahre 2016. Quelle: Wikipedia: Foto: Arne Müseler, Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Trotz der aktuell alles überlagernden Corona-Thematik gibt es auch in diesen besonderen Zeiten keine Woche ohne etliche spannende Entwicklungen im Profifußball. Unsere Autoren Peter Hesse und Robin Patzwaldt haben sich auch diesmal wieder über die heißesten Fußball-Themen unterhalten.
Bei ihrem wilden Ritt durch die aus ihrer Sicht spektakulärsten Ereignisse der vergangenen Tage, ging es neben den großen Revierklubs aus Dortmund, Schalke und Bochum diesmal auch um den KFC Uerdingen aus Krefeld, die Deutsche Nationalmannschaft und den ruhmreichen FC Liverpool aus England, bei dem der Ex-BVB-Coach Jürgen Klopp seit 2015 sein Unwesen treibt. Außerdem haben die beiden schon einmal über das Fußballbuch des Jahres 2020 nachgedacht.
Seit etlichen Jahren bereits ist es offiziell das Ziel des BVB beim Kampf um die Deutsche Meisterschaft da zu sein, wenn der inzwischen allgemein als sportlich und wirtschaftlich übermächtig angesehene FC Bayern München einmal schwächeln sollte. Und seit Jahren schon scheitern die Dortmunder Profikicker genau an diesem Vorhaben.
Die Schwarzgelben sind es, die im Rennen um die Tabellenspitze deutlich häufiger ausrutschen als der belauerte Erzrivale. Nur warum scheint das eigentlich keinen in der BVB-Vereinsführung wirklich zu stören?
Schon wieder ist eine Woche vergangen. Der nächste Bundesligaspieltag steht an diesem Wochenende ins Haus. Die Ruhrbarone-Autoren Peter Hesse und Robin Patzwaldt haben es sich auch diesmal nicht nehmen lassen die Lage in der Szene zu besprechen. In dieser Woche ging es neben dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund unter anderem auch um das Berliner Derby zwischen Union und Hertha BSC, die Jobgarantie für Bundestrainer Joachim Löw für das nächste Jahr und den Aufschwung des VfL Bochum in Liga 2. Aber lest selbst:
Das leere Stadion in Dortmund. Foto: Robin Patzwaldt
So langsam wird die Situation im Profisport echt kritisch. Nicht nur, dass die Veranstaltungen, sofern sie derzeit denn überhaupt noch durchgeführt werden können, bedingt durch die Corona-Pandemie schon seit Monaten nur noch ohne nennenswerte Zuschauermengen vor Ort stattfinden können, was viele Klubs in große finanzielle Nöte bringt. In diesen Tagen mehren sich auch die Meldungen, wonach immer mehr erkrankte Sportler in Quarantäne müssen.
Lässt sich der Spielbetrieb zum Beispiel in der Fußball-Bundesliga und in vielen weiteren Formaten so in den kommenden Monaten so überhaupt noch regulär und möglichst fair aufrechterhalten? Die Zweifel mehren sich.
Ein Blick durch die aktuellen Meldungen aus diversen Sportarten reicht schon, um zu erkennen, dass derzeit vieles bedrohlich ins Wanken gerät, was noch in den hinter uns liegenden Sommermonaten relativ gesichert fortgesetzt werden konnte.
BVB-Boss Aki Watzke jammerte am Samstagabend im Sportstudio des ZDF öffentlich über drohende finanzielle Verluste des BVB. So würde die Corona-Situation den Klub alleine beim am kommenden Wochenende anstehenden Heimspiel gegen den FC Schalke 04 rund eine Millionen Euro ‚kosten‘, weil die angestammten gut 80.000 Zuschauer bekanntermaßen aktuell nicht im Stadion sein könnten.
Wenige Tage späte drohe dem BVB gegen St. Petersburg in der UEFA Champions League dann erneut das Gleiche. Der Klub bezifferte den u.a. deshalb zu erwartenden Verlust für diese Saison kürzlich schon einmal auf rund 70 Millionen Euro.
Logisch, dass ein Verein sowas nicht ewig wird stemmen können. Die Pandemie bedroht folglich die Zukunft selbst der größten Klubs im Lande. Doch eines wird in diesen Diskussionen ums Geld gerne vergessen: Es droht damit auch das Ende der Fan-Kultur, wie wir sie zuletzt kannten.
Das leere Stadion in Köln. Quelle: Wikipedia Foto: Raimond Spekking, Lizenz: CC BY-SA 4.0
So eine zweiwöchige Unterbrechung des Spielbetriebs in der Fußball-Bundesliga, wie wir sie gerade einmal wieder erleben, ist bei den Verantwortlichen der Liga und den vielen Millionen Fans im Lande nie besonders beliebt.
Wenn den 36 Proficlubs in Liga 1 und 2 aufgrund einiger Auftritte der Nationalmannschaft(en) der Rhythmus im Spielbetrieb schon kurz nach Saisonstart wieder komplett abhandenkommt, dann ist das traditionell ärgerlich. Insbesondere aber dann, wenn dies in Pandemie-Zeiten geschieht, und ein darin angesetztes Länderspiel dazu auch noch völlig ohne sportlichen Wert daherkommt, wird es widersinnig und im Sinne des Sports sogar sehr ärgerlich.
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