Uni Mainz gibt Israelhassern Raum


Mitunter scheinen Leute ihre eigenen Veranstaltungen unangenehm zu sein oder sie wissen, dass es Kritik geben wird. Anders ist jedenfalls nicht zu erklären, warum folgende Veranstaltuntg nur in einem Newsletter angekündigt wurde, es Online keine Ankündigung gab und es einer Voranmeldung bedarf, denn sonst könnte ja Leute kommen, die widersprechen oder Kritik äußern, was eine Einschränkung der Meinungsfreiheit oder so wäre. Doch der Reihe nach:

Am 25. Juni findet an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz die Veranstaltung „Screening & Gespräch mit Michele Aaron zu Filmen aus den britischen Encampments“ statt. Organisiert wird sie im Umfeld des Filmwissenschaftlers Prof. Dr. Marc Siegel und der Gruppe Students for Palestine Mainz. Zu Gast ist die britische Filmwissenschaftlerin Michele Aaron von der University of Warwick, die

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„Das wichtigste universelle Recht ist heute das Recht, beleidigt zu sein“

Woke Demonstranten in Kanada Foto (Ausschnitt): JMacPherson Lizenz: CC BY 2.0

 

Wer die Debatten der letzten zehn bis fünfzehn Jahre verfolgt hat, wird von der im Titel formulierten These zunächst wenig überrascht sein. Die Nähe zwischen bestimmten Formen von Identitätspolitik, kultureller Aneignung und ethnopluralistischen Denkfiguren wurde bereits mehrfach diskutiert. Benjamin Zachariah greift diese Debatte jedoch nicht auf, um sie historisch einzuordnen oder zu differenzieren, sondern um sie radikal zuzuspitzen.

Solche Debatten hatten vor gut zehn Jahren Hochkonjunktur; teilweise finden sie in sich für linksprogressiv haltenden Bubbles weiterhin statt, in der Öffentlichkeit ist das Interesse dagegen zurückgegangen. In solchen Milieus würde man Benjamin Zachariah vielleicht vorwerfen, er wäre ein Token, der nachtritt und an der „weißen Dividende“ teilhaben will, um sich beleidigt selbst zu

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Konkret Sonderheft: Kriegszustand – Israel und die antisemitische Internationale

Wenn man sich schon lange mit dem Nahostkonflikt, Antisemitismus und der Vermischung von beidem in Perspektiven auf Israel befasst, wird man bestimmte Erlebnisse kennen: Diskussionen im Bekanntenkreis, bei denen man merkt, wie viel Halbwissen existiert, Annahmen, die durch Hintergrundrauschen aus Berichten aus Medien, Stellungnahmen von vermeintlich seriösen NGOs entstehen und man selbst muss erst Grundlagenwissen erläutern, das viele zum ersten Mal hören.

Teilweise weiß man auch nicht, wo man bei den ganzen falschen Annahmen beginnen soll. Während man selbst einiges an Literatur zu diesen Themen gelesen hat und danach eigene Fehlannahmen korrigieren musste, wünscht man sich, die Leute hätten zumindest denselben Wissensstand. Da kann man froh sein, dass vergangenen Monat das Sonderheft der linken Politikzeitschrift konkret „Kriegszustand – Israel und die antisemitische Internationale“ erschienen ist. Auf 66 Seiten wird auf die häufigsten Fehlannahmen sowohl zum Begriff des Antisemitismus als auch zum Nahostkonflikt eingegangen, ebenso wie auf Milieus, die man durchaus als antisemitische Superspreader bezeichnen kann.

Das Sonderheft beleuchtet zunächst den Hamas-Angriff auf Israel vom 7. Oktober 2023, dessen Vorgeschichte sowie die politischen und gesellschaftlichen Folgen des anschließenden Krieges. Dabei werden die Ziele und Ideologien der Hamas und anderer palästinensischer Organisationen untersucht sowie deren Verhältnis zu Antisemitismus und Antizionismus analysiert („Vorsicht, Zionismus!“, „Das war ein Massaker“, „Hier ist ein Jude – töte ihn!“, „Von konkret“, „Ihr Kampf“, „Zittere, Zion“).

Im Anschluss steht die Debatte über Israels militärisches Vorgehen im Gazastreifen im Mittelpunkt. Diskutiert werden Vorwürfe des Völkermords, der Apartheid und möglicher Kriegsverbrechen sowie deren völkerrechtliche Bewertung. Dabei werden sowohl die israelische Sicherheitslage als auch die rechtlichen und politischen

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Qatar, Wokeness und die aktuelle Krise

Hochhäuser in Qatar Foto: Ceslou Lizenz: CC BY-SA 4.0


Manchmal fragt man sich, ob man selbst langsam an Verschwörungserzählungen glaubt. Dann liest man den aktuellen Bericht des US Department of Education über ausländische Geldflüsse an amerikanische Hochschulen – veröffentlicht am 27. Mai 2026 – und merkt: Nein, manches ist schlicht dokumentierte Realität.

Der Bericht zeigt, dass allein 2025 mehr als 5,2 Milliarden Dollar aus dem Ausland an US-Universitäten gemeldet wurden. Insgesamt summieren sich die offengelegten Gelder seit 1986 auf über 67 Milliarden Dollar. Besonders auffällig: die Rolle Katars, das seit Jahren zu den größten Geldgebern amerikanischer Hochschulen gehört. Gleichzeitig kritisiert das Department of Education massive Transparenzprobleme und unzureichende Offenlegungspflichten vieler Universitäten.[1] Das allein beweist natürlich keine große Weltverschwörung. Aber es wirft eine Frage auf, die man lange kaum stellen durfte: Warum entwickelten sich ausgerechnet an vielen westlichen Eliteuniversitäten in den letzten zehn Jahren

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