The Pack A. D., Montag, 24. Juni, 19.30 Uhr, Subrosa, Dortmund
The Pack A. D., Montag, 24. Juni, 19.30 Uhr, Subrosa, Dortmund

Bosse, Sonntag, 23. Juni, 20.30 Uhr, Landschaftspark, Duisburg
The Ghost Wolves, Samstag, 22. Juni, 20.00 Uhr, Freak-Show, Essen
„Silent Alarm“ von Bloc Party aus dem Jahr 2005 ist nach wie vor eines der stärksten Debüts der jüngeren Musikgeschichte. Und es ist erstaunlich gut gealtert.
Das Bloc Party genau dieses Album heute Abend in voller Länge, Stück für Stück rückwärts und in all seiner Schönheit gespielt haben – und am Ende noch eine Handvoll jüngerer Hits draufgepackt haben, kam gut an bei den 3000 Kölner Fans im Palladium.
Das Revival des New Wave ist im vollen Gange: Bloc Party aus London. Ihr Debütalbum kletterte im Frühjahr 2005 bis auf Platz drei der UK-Charts und wurde auch in Deutschland euphorisch abgefeiert. 14 Jahre später wollen es die Überflieger von einst noch einmal wissen. Mit Songs wie den eindrucksvollen Hits „Banquet“, „This Modern Love“ oder „Helicopter“ haben Bloc Party längst Musikgeschichte geschrieben und selbst etliche noch jüngere Bands inspiriert. Fast eineinhalb Jahrzehnte nach „Silent Alarm“ ist allerdings aus der Originalbesetzung neben Frontmann Kele nur noch Gitarrist Russel Lissack dabei, 2015 sind Justin Harris (Bass) und Louise Bartle (Schlagzeug) neu dazu – und das Album „Hymns“ dabei heraus gekommen.
Aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Der Sound und Keles Stimme klangen so schön wie damals. Bei „Banquet“, „Helicopter“ und „Like Eating Glass“ rasteten alle wie erwartet aus.
Nach gut 55 Minuten war Schluss, länger ist die Platte mit seinen 13 Stücken schließlich nicht. Nach dem üblichen Zugabe-Applaus kehrten die Jungs aber wieder auf die Bühne zurück und Kele erfüllte sich selbst einen Wunsch und sang „Kreuzberg“, seit 2013 zum ersten Mal. Das Publikum war unglaublich gerührt.
Die Reise in die Vergangenheit war schön, man erinnert sich eben gerne an alte Zeiten zurück – wie auch an diesem Abend.
Setlist:
Compliments, Plans, Luno, So Here We Are, Price of Gasoline, The Pioneers, This Modern Love, She’s Hearing Voices, Banquet, Positive Tension, Helicopter, Like Eating Glass, Zugabe: Kreuzberg (first time played since 2013), Hunting for Witches, Two More Years, The Prayer, Flux, Ratchet
Veranstalter: Concertteam NRW
Abstürzende Brieftauben, Freitag, 21. Juni, 20.00 Uhr, Kulturfabrik, Krefeld

Unser Gastautor Alex Stürze freut sich auf ein Konzert von Pack AD am 24. Juni in Dortmund.
The Pack A.D (The Pack After Death) ist ein Duo aus Vancouver Kanada. Die beiden bewegen sich mit ihrer Musik zwischen Melody, destruktiven Ausbrüchen voller roher Energy und messerscharfen Gesang. Trotzdem bleibt auch immer noch genügend Raum und Zeit für die zerbrechlichen Momente.
Ducking Punches, Donnerstag, 20. Juni, 20.00 Uhr, Rotunde, Bochum
The Spitfires, Mittwoch, 19. Juni, 20.00 Uhr, Kulttempel, Oberhausen
Als Interpretin des Liedes Satellite gewann Lena Meyer-Landrut am 29. Mai 2010 den Eurovision Song Contest und errang damit den zweiten Sieg für Deutschland bei diesem Wettbewerb. Es folgten zwei Nummer 1 Alben, My Cassette Player (2010) und Good News (2011) und auch ihre folgenden Alben, Stardust (2012), Crystal Sky (2015) und Only Love, L ( 2019) stürmten Platz 2 der Deutschen Albumcharts.
Ihr aktuelles Album präsentierte Lena heute Abend vor dem ausverkauften Palladium in Köln, nachdem die Show bereits vom Carlswerk Victoria dorthin hochverlegt worden war.
Dass Lena‘s Fans etwas länger auf ein neues, musikalisches Lebenszeichen warten mussten, hatte diverse Gründe: „Ich wollte ein Album machen, das ich MEIN Album nennen konnte. Doch dafür musste ich erst einmal alles anhalten, um mich selbst einzuholen und wieder meine Mitte finden zu können. Ich musste für mich selbst beantworten, was und wohin ich möchte. Diese Zeit war wichtig und umso mehr freue ich mich, alles was entstanden ist, jetzt mit der Welt zu teilen.“
Es geht auch gleich zur Sache, mit ihrer unermüdlichen Energie steigt Lena in den Abend ein und wird dabei von zwei Sängerinnen und zwei Tänzerinnen begleitet. Für das überwiegend sehr junge und weibliche Publikum ist Lena ein echtes Vorbild und ein Idol. Es geht gar nicht mehr nur um ihre Musik, sondern auch um ihre Selbstinszenierung und die „Marke Lena“, die sie mit ihrem neuen Album neu erschaffen hat. Rebellisch und den „Stinkefinger hoch“ für alle, die sie nicht tolerieren, in den sozialen Netzwerken „haten“ und für alle ihre Neider. Das kommt an, ihr neues starkes Selbstbewußtsein und sie wird gefeiert. Auch ihre Stimme hat sich weiterentwickelt. Klar und ohne Patzer singt sie mit ihrer hohen hellen Stimme und alles erscheint fast makellos und perfekt. Ihre Songs, so intim wie nie, mit denen sie ihren Fans viel Vertrauen schenkt und ermutigt, selber offen zu sein und an sich zu glauben.
Veranstalter Prime Entertainment