Wohin geht die Reise des FC Schalke 04? Foto: Michael Kamps
Tja, was fangen wir jetzt mit diesem 0:1 (0:1) des FC Schalke 04 gegen den SV Werder Bremen vom gestrigen Samstag an? Das zuvor als Pflichtsieg geltende Spiel der Gelsenkirchener in der Fußball-Bundesliga, es ging verloren.
Viel schlimmer noch: Die Leistung der Mannschaft, sie war über weite Phasen des Spiels völlig indiskutabel. Nichts zu spüren von der angekündigten Leistungssteigerung, von einem Aufbäumen gegen den Niedergang. Schalke wird aufgrund der überraschend punktreichen Hinrunde in dieser Saison, im Gegensatz zum Vorjahr, wohl nicht mehr in Abstiegsnot geraten. Aber wie ist es um die Zukunft des Klubs bestellt? Kann es in dieser personellen Konstellation tatsächlich schon in relativer Kürze wieder bessere Tage geben?
Saisonende 2019 auf Schalke – Notnagel Huub Stevens konnte den Abstieg der Gelsenkirchener verhindern. Foto: Michael Kamps
Dass das Spiel des FC Schalke 04 gegen den SV Werder Bremen, welches am morgigen Samstagnachmittag in Gelsenkirchen über die Bühne gehen wird, am 29. Spieltag das Spiel ‚Not gegen Elend‘ im Fußballoberhaus sein würde, das hätte zu Beginn der Saison 2019/20 wohl auch kaum jemand erwartet. Doch so schnell kann das im Profigeschäft gehen.
Bremens Trainer Florian Kohfeldt galt, ebenso wie sein Schalker Gegenüber David Wagner, zu Beginn der Runde noch als regelrechter Glücksgriff für seinen Klub. Beide Coaches zeichneten sich durch eine hohe Eloquenz und Authentizität aus, waren über Wochen und Monate hinweg die Lieblinge bei Medien und den Fans.
Jetzt, Ende Mai 2020, sind beide Übungsleiter massiv in die Schusslinie geraten. Kohfeldt droht mit seinem Team aus der 1. Liga abzusteigen, David Wagner und seine Schalker stellen nach überraschend erfolgreicher Vorrunde, die den Verein und seinen Anhang sogar vom Erreichen der UEFA Champions League träumen ließen, das schlechteste Team der Rückrunde und warten inzwischen seit dem ersten Rückrundenspieltag auf einen Sieg.
Gegen die um den Klassenerhalt kämpfenden Bremer, ist für die Gelsenkirchener also ein Sieg eigentlich Pflicht. Denn gegen wen will Schalke denn bitteschön in näherer Zukunft noch gewinnen, wenn nicht in der heimischen Arena gegen einen akut abstiegsgefährdeten Klub? Doch genau darin liegt, wie immer in solchen Fällen, eben auch die Gefahr. Der Druck ist auf beiden Seiten immens.
Und so langsam stellt sich dann auch die Frage, was wird aus Schalkes Trainer David Wagner, wenn das Vorhaben Dreier gegen Bremen erneut nicht gelingen sollte?
Viel Platz für die Demonstranten auf dem Marktplatz in Waltrop. Foto: Robin Patzwaldt
Dass die für den heutigen Sonntag angekündigte Anti-AfD-Demo in Waltrop mit Sicherheit keine Massenveranstaltung werden würde, von der die Bürger der Region noch in Jahrzehnten sprechen würden, das war schon im Vorfeld völlig klar. Denn nur 150 Teilnehmer waren für die Demo angemeldet.
Die AfD rechnete ihrerseits mit rund 100 Parteifreunden bei ihrem Kreisparteitag des Jahres 2020 in der örtlichen Stadthalle. Geworden sind es dann in Corona-Zeiten am Ende in beiden Lagern deutlich weniger, wie ein Besuch der Ruhrbarone auf dem Waltroper Marktplatz am heutigen Morgen gezeigt hat.
Alexander Gauland im März 2019 in Waltrop. Foto: Robin Patzwaldt
Obwohl die Partei gar nicht im örtlichen Stadtrat vertreten ist, ja bisher nicht einmal einen eigenen Ortsverband in der Stadt unterhält, scheint sich die AfD in Waltrop (Kreis Recklinghausen) sehr wohl zu fühlen.
Nach einer vielbeachteten Großveranstaltung im März 2019, bei der sogar AfD-Promi Alexander Gauland zugegen war, hat die Partei am morgigen Sonntag, den 24. Mai 2020, abermals die Waltroper Stadthalle für eine Veranstaltung angemietet. Die Partei will dort dann u.a. ihre Kreis-Liste wählen. Zahlreiche Demonstranten und Polizeikräfte werden auch bei dieser Versammlung vor Ort sein. Trotz der Einschränkungen durch Corona!
Nach und nach kommt auch das Kulturleben im Ruhrgebiet nach dem wochenlangen Lockdown wieder in Gang. Ab Juni zeigt der Fotograf Ruben Becker einen Teil seiner Werke in Herne.
Kompositionen aus Licht und Zeit. Diese Elemente haben ihn nach eigener Aussage schon immer fasziniert. Becker, der 1972 in Herne geboren wurde, hat schon als Kind und Jugendlicher gerne geknipst.
Vor dem ‚Geister‘-Derby am Samstag in Dortmund. Foto: Jürgen Steinfelder
Es ist gelungen! Von einigen Schönheitsfehlern abgesehen, kann das Comeback der Fußball-Bundesliga in Corona-Zeiten durchaus als überraschend gut geglückt bezeichnet werden.
Bei der neuen ‚Skandalnudel‘ der Liga, Hertha Berlin, muss man offenkundig unverändert über die neuen Hygieneregeln sprechen, wenn man sich den viel zu intimen Torjubel der Profis beim Sieg in Hoffenheim vor Augen ruft. Und auch sonst ist manche Mund-/Nasen-Maske verrutscht und ein paar Regelungen noch einmal zu hinterfragen. Das war aber auch nicht anders zu erwarten. Im Großen und Ganzen liefen die ersten Spiele seit Anfang März jedoch viel besser ab als das im Vorfeld zu befürchten war.
War der Fußball in einigen Stadien auch ‚rumpelig‘ und die Stimmung in den Stadien ohne Fans erwartbar gruselig, der bisherige Spieltag kann von der DFL als Erfolg verbucht werden.
Weniger erfolgreich verließ das Comeback nach rund neun Wochen Pause für den FC Schalke 04, der nicht nur überraschend klar mit 0:4 in Dortmund unterlag. Die Gelsenkirchener haben schmerzlich erkennen müssen, dass sie sich im Saisonverlauf ein echtes Torwartproblem geschaffen haben.
Ein gut gefülltes subrosa im Dortmunder Hafen – so schnell werden wir das nicht wieder erleben | Foto: Peter Hesse
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat vor einem Gastro-Sterben durch die Corona-Auswirkungen gewarnt. In ganz Nordrhein-Westfalen hat zwischen 2007 und 2017 jede neunte Gaststätte, Kneipe oder Eisdiele geschlossen. Aktuell sind viele Wirte ratlos, wie es nach der Corona-Pandemie weitergehen soll. Die Stadt Wien hat nun ein Gutschein-Programm für Kneipen und Restaurants entwickelt.
Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig sprach sich dafür aus, dass die Stadt Wien der angeschlagenen Gastronomie mit einer Gutscheinaktion unter die Arme greift. Die zweimonatige Sperre habe den Betrieben stark zugesetzt, daher möchte man gemeinsam mit der Wiener Wirtschaftskammer die Einwohner ab Mitte Juni mit bis zu 50 Euro pro Haushalt in die Lokale locken. In Abstimmung mit der Wirtschaftskammer Wien steht die Aktion ab Mitte Juni bis Ende September jedem Wiener Haushalt zur Verfügung. Personen, die alleine leben, erhalten 25 Euro, Mehr-Personen-Haushalte sogar 50 Euro für einen Restaurantbesuch. Eine tolle Idee, die auch im Ruhrgebiet Nachahmung finden sollte.
Frank Jaspermöller legt mit „Boxerherz“ einen Roman vor, dessen Protagonist sich seiner traumatischen Familienvergangenheit stellen muss, um eine Perspektive für die Zukunft zu entwickeln. Ein Debüt voller klarer, schnörkelloser, bisweilen schonungsloser bis zärtlicher Sprachlichkeit.
Der Protagonist des Romans ist Stoffel. Im ersten Teil des chronologisch erzählten Romans erfahren wir die Geschichte seiner Eltern und Großeltern zur Zeit des 2. Weltkriegs bis zu seiner Geburt und den ersten Lebensjahren. Die erste brutale Zäsur ist der Suizid seiner Mutter, nach dem er zunächst bei seinen Großeltern aufwächst. Seine Großmutter nennt er Mama und niemand in der Familie redet offen mit ihm über den Grund des Selbstmords, das Thema wird kontinuierlich tabuisiert. Als Jugendlicher entdeckt Stoffel seine Zuneigung zu Jungs, aus Verliebtheit zu einem Kameraden zieht er zu seinem Vater, der inzwischen wieder verheiratet ist, ein schlichter Arbeiter, der nach der Devise lebt „Es geht nicht warum was wir wollen, sondern es geht im Leben darum, was wir müssen.“ Gerade er schweigt sich über die Gründe des mütterlichen Freitods vehement aus. Der zarte Stoffel ist so ganz anders gestrickt, als das väterliche Rauhbein, als Erwachsener zieht er nach
Auf dem Parkfest in Waltrop. Archiv-Foto: Dieter Wirdeier
Dass durch das Corona-Virus verursachte grundsätzliche Verbot von Großveranstaltungen bis mindestens Ende August 2020 hat kürzlich für viele enttäuschte Gesichter in diesem Lande gesorgt. Nicht nur bei den Schaustellern und Künstlern schmerzt der ungewohnt veranstaltungsfreie Sommer 2020, auch bei den Organisatoren hinterlässt die aktuelle Situation viele sorgenvolle Gesichter.
Waltrops Bürgermeisterin Nicole Moenikes (CDU) Foto: CDU-Waltrop
Neben den vielen überregional bekannten Events sind dabei auch etliche Großveranstaltungen betroffen, die seit Jahren fest mit zum Kulturprogramm einer kleineren Stadt oder einer Region gehören, diese teilweise sogar prägten.
Mit zuletzt rund 60.000 Besuchern am letzten August-Wochenende gehörte auch das Waltroper Parkfest stets mit zu diesen fixen Terminen, an denen sich seit gefühlten Ewigkeiten die Jahres-Planung ganzer Generationen von Bürgern im Kreis Recklinghausen und darüber hinaus ausgerichtet hatte.
Seit den 1970er-Jahren gehörten Kunst, Musik und kulinarischer Genuss im örtlichen Stadtpark in Waltrop stets zu Highlights des Jahres. In diesem Jahr muss jetzt erstmals darauf verzichtet werden. Ruhrbarone-Autor Robin Patzwaldt, selber seit 1973 in Waltrop wohnend und mit dem Parkfest quasi aufgewachsen, fragte Waltrops Bürgermeisterin Nicole Moenikes (CDU) einmal exklusiv nach den konkreten Auswirkungen dieser für eine Stadt wie Waltrop extrem bitteren Absage und den daraus resultierenden Zukunftsperspektiven der Veranstaltung.
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