Rot-Weiss Essen: Ein aktuelles Buch zeigt, wie viel Potenzial der Klub verschwendet

Wenn wir hier bei den Ruhrbaronen über Fußball schreiben, dann beschäftigen sich die Texte zumeist mit Borussia Dortmund, dem FC Schalke 04, oder der deutschen Nationalmannschaft. Das sind die Themenbereiche, die unsere Leserschaft erfahrungsgemäß am meisten interessieren.

Schon Texte über den VfL Bochum oder den FC Bayern München finden im Regelfall wesentlich weniger Leser. Von den aktuell von der großen Bühne verschwundenen Klubs wie dem MSV Duisburg oder gar der SG Wattenscheid 09, die hier in der Vergangenheit auch schon vorkamen, ganz zu schweigen. Ein prominenter Name fehlte hier im Blog in den vergangenen Jahren im Bereich Sport aber fast ausnahmslos. Der von Rot-Weiss Essen!

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Das kollektive Fußballerlebnis ist noch nicht in Bestform

Das Stadion vom VfL Bochum | Foto: Peter Hesse

Im Geschehen hinter der Bundesliga gibt es auch ohne Videobeweis erstaunliche Einsichten: Die Verunsicherung beim Stadionbesuch, die Brisanz beim DFB-Pokal, die Ermittlungen gegen Eintracht Frankfurt Präsidenten Peter Fischer und die Aktienkurse von Manchester United – Peter Hesse und Thommy Junga haben sich das mal näher angeschaut.

Peter Hesse: Dortmund spielt gerade toll, da kann man nicht viel meckern, Bochum bekam in München was auf die Mütze und Schalke bleibt Sorgenkind. Was mir bei meinen letzten Stadionbesuchen immer mehr auffällt, wie viele alleinstehende Herren ich dort sehe, die ohne Kumpels unterwegs sind. Hat sich die Isolation während der Corona-Pandemie für die Bevölkerung weiter verstärkt?

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Echte Typen wie den Trainer Huub Stevens sucht man in der Bundesliga inzwischen leider fast vergeblich

Saisonende 2019 auf Schalke – Notnagel Huub Stevens konnte den Abstieg der Gelsenkirchener verhindern. Archiv-Foto: Michael Kamps

Der ehemalige Schalke-Trainer Huub Stevens war am Sonntag zu Gast bei der Fußball-Talkrunde ‚Doppelpass‘ von Sport1. Dabei wirkte der 69-Jährige, der in der vergangenen Woche seinen endgültigen Rückzug bekanntgab, schon etwas ‚aus der Zeit gefallen‘.

Dies wurde spätestens bei einem von den Kollegen angefertigten filmischen Karriererückblick deutlich. Egal ob er in seiner Zeit beim VfB Stuttgart seine Spieler als ‚Affen‘ bezeichnete, oder aber, ob er Journalisten auf Pressekonferenzen quer durch seine Laufbahn als Coach mit teilweise unflätigen Bemerkungen abkanzelte, vieles von dem, was Stevens als Trainer über Jahre hinweg ausmachte, würde man heute so sicherlich nicht mehr machen bzw. miterleben.

Und doch wehte eine merkwürdige Wehmut durch die Gesprächsrunde bei Sport 1, die einen auch vor dem TV-Bildschirm erfasste. Und dazu musste man nicht einmal Anhänger eines der diversen Ex-Vereine des Niederländers sein.

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Auf Schalke sucht man eine dem Abstiegskampf würdige Mentalität

Ein Haus in Gelsenkirchen | Foto: Roland W. Waniek

Die Lage der Liga entspannt sich kaum: Manuel Neuer heult zu laut in der Öffentlichkeit rum, Hertha und Schalke sind knietief im Abstiegskampf und Niclas Füllkrug ist immer mehr eine Art Lebensversicherung für den SV Werder Bremen. Ein Team, das gerade richtig Bock macht ist die Eintracht aus Frankfurt. Thommy Junga und Peter Hesse haben sich das mal näher angeschaut.

Peter Hesse: Wenn ein Team gerade richtig Spaß macht, dann ist es Eintracht Frankfurt. Vor allem Randal Kolo Muani, Jesper Lindström, Mario Götze und Daichi Kamada sorgen für viel offensive Dauer-Power, die hinten in der Defensive von Sebastian Rode und Makoto Hasebe sauber gehalten wird. Mit der Ex-Dortmunder Achse Knauff, Rode und Götze spielt die Eintracht einen dem BVB sehr ebenbürtigen Fußball. Ist das Zauberei? Oder wie viel Plan steckt dahinter?

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Der Rückzug von Bundesliga-Kommentator Frank Buschmann offenbart die Zwiespältigkeit im modernen Fußball

Eine TV-Kamera im BVB-Stadion. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Fußballkommentatoren polarisieren seit jeher. Zu den umstrittensten gehört seit Jahren Frank Buschmann. Die einen lieben ihn, die anderen nervt er mit seiner teilweise überemotionalen Art extrem. Jetzt macht Buschmann am Saisonende als Bundesliga-Kommentator Schluss, wie Bild.de zu berichten weiß.

Besonders interessant an der Nachricht ist Buschmanns Begründung für den eigenen Rückzug, denn die klingt recht verbittert. Der 58-Jährige ist nach eigener Aussage genervt von den Entwicklungen der vergangenen Zeit. Zum einen kritisiert Buschmann die Zustände des Geschäfts, womit er sich in guter Gesellschaft befinden dürfte, zum anderen ist es aber auch die Entwicklung in der Medienbranche, die ihm nicht gefällt.

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Kann der BVB diesmal der Versuchung widerstehen?

Gute Laune auch bei Mats Hummels (re.) in Dortmund. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Drei Spiele, neun Punkte! An der Bilanz der ersten drei Pflichtspiele im Kalenderjahr 2023 von Borussia Dortmund lässt sich nicht herummäkeln. Auch wenn die dabei erbrachten Leistungen der Mannschaft bis zum 2:0 bei Bayer 04 Leverkusen vom Sonntag nicht wirklich berauschend waren, an den nackten Ergebnissen gibt es nichts auszusetzen.

Als BVB-Anhänger bleibt zu hoffen, dass Team und Umfeld jetzt nicht sofort wieder abheben. Leider sind erste Anzeichen in diese Richtung schon wieder zu erkennen.

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Trotz zweier Siege zum Jahresbeginn: Der BVB ist noch lange nicht so weit, wie er gerne wäre

Giovanni Reyna schoss sowohl gegen Augsburg als auch gegen Mainz den Siegtreffer. Archiv-Foto: BVB

Als einziger der drei großen Revierklubs hat der BVB die ersten beiden Pflichtspiele des Jahres 2023 gewonnen. Während der VfL Bochum mit einem Sieg (3:1 gegen Hertha BSC) und einer Niederlage (0:2 in Leverkusen) die Bundesliga-Hinrunde abschloss und der FC Schalke 04 zwei bittere Klatschen (0:3 in Frankfurt und 1:6 gegen Leipzig) kassierte, siegte der BVB sowohl gegen Augsburg (4:3) als auch in Mainz (2:1).

Dadurch schoben sich die Borussen in der Tabelle wieder näher an die Champions-League-Plätze heran. Auf den ersten Blick ist der Jahresauftakt für die Dortmunder also gelungen. Aber auch nur auf den ersten Blick.

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Ruhr Games 2023: Giant Rooks und Leoniden sind Headliner der Eröffnungsshow im Landschaftspark Duisburg-Nord

Die Kieler Band Leoniden auf dem Kosmonaut Festival 2019 Foto: Florian Koppe Lizenz: CC BY-SA 4.0

Bereits zum fünften Mal bringen die Ruhr Games Top-Nachwuchstalente aus Deutschland und Europa zum sportlichen Wettkampf zusammen. Austragungsort in diesem Jahr vom 8. bis zum 11. Juni ist der Landschaftspark Duisburg-Nord. Bei der heutigen (24. Januar) Pressekonferenz gab der Regionalverband Ruhr (RVR) erste Highlights aus dem Programm bekannt. Es beginnt mit musikalischen Top-Acts: Die international gefeierte Band Giant Rooks und die Indierock-Helden Leoniden sind die Headliner der Eröffnungsshow.

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Warum es sich für den FC Schalke 04 diesmal noch mehr lohnt um den Klassenerhalt zu kämpfen

RB Leipzig 2019 zu Gast auf Schalke. Archiv-Foto: Michael Kamps

Nach dem bitteren 0:3 gegen Eintracht Frankfurt vom Wochenende, wo der FC Schalke 04 am 16. Spieltag der Fußball-Bundesliga das bessere Team war, aber trotzdem verlor, war es fast zu befürchten. Am Dienstag unterlagen die Gelsenkirchener Profikicker in ihrem Heimspiel gegen RB Leipzig glatt mit 1:6 (0:4) und fielen, wie man das im Sport schon so häufig gesehen hat, nach einer guten Leistung, die nicht mit Punkten belohnt wurde, in ein ‚Loch‘.

Die Darbietung gegen Leipzig ließ wenig Hoffnung auf einen möglichen Klassenerhalt der Schalker übrig. Zu groß erschien der Leistungsunterschied zu den durch etliche Brausemillionen verstärkten Leipzigern, zu gravierend waren die Mängel, die im kompletten Kader der Gelsenkirchener zu erkennen waren. Das Problem: Es ist noch eine halbe Saison übrig!

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Der VfL Bochum verpflichtet Moritz Broschinski vom BVB

Foto: VfL Bochum 1848

Der VfL Bochum 1848 hat einen neuen Angreifer verpflichtet: Moritz Broschinski kommt von Borussia Dortmund, wo er für die U23 in der 3. Liga zum Einsatz gekommen ist. Der 22-Jährige wurde in Finsterwalde geboren und beim FC Energie Cottbus fußballerisch ausgebildet. Mit den Lausitzern holte er die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost und gewann den Landespokal in Brandenburg. Nach seinem Wechsel zum BVB konnte er mit Dortmunds Zweitvertretung schon in der ersten Saison die Meisterschaft in der Regionalliga West feiern, gleichbedeutend mit dem Aufstieg in die 3. Liga. Beim VfL unterschreibt er einen Vertrag, der bis zum 30.06.2026 datiert ist. Über die Höhe der Ablösesumme vereinbarten beide Klubs Stillschweigen.

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