Trainer Thomas Tuchel bei seiner Vorstellung in Dortmund 2015. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt
Wer an eine ruhige Spielpause in der Fußball-Bundesliga geglaubt hatte, der sah sich bisher getäuscht. Der FC Bayern München füllte das hinter uns liegende spielfreie Wochenende in der Liga mühelos ganz alleine. Durch die verkündete Trennung von Trainer Julian Nagelsmann und die Neuverpflichtung von Ex-BVB-Coach Thomas Tuchel als dessen Nachfolger, bestimmte der Rekordmeister die Schlagzeilen und sorgte bundesweit für lebhafte Diskussionen.
Die Fußball-Bundesliga macht gerade mal wieder Pause. Was liegt da näher als sich mit einem frisch erschienenen Buch das Warten auf den nächsten Spieltag zu vertreiben? Im Sportbereich bietet sich da aktuell ‚Eintracht intim: Schräges und Besonderes aus der Geschichte von Eintracht Frankfurt‘ an.
Dass Eintracht Frankfurt ein Verein ist, der polarisiert, das haben wir auch hier im Blog der Ruhrbarone in der Vergangenheit immer wieder festgestellt. Die einen lieben den Klub, die andern sehen ihn skeptisch. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe.
Unter dem Motto „Misch Dich ein“ finden vom 20. März bis 2. April die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ statt, die die DFL Stiftung bereits seit 2009 unterstützt. Mit der Botschaft „STOP RACISM“, die am 26. Spieltag (31. März bis 2. April) der Bundesliga und 2. Bundesliga unter anderem auf Spielbällen, Ballstelen oder Auswechseltafeln präsent sein wird, positioniert sich die DFL Stiftung gemeinsam mit der DFL Deutsche Fußball Liga und Proficlubs deutlich gegen Rassismus und rassistische Diskriminierung.
Einen Tag nach dem 6:1 gegen den 1. FC Köln besuchte BVB-Trainer Edin Terzic die Dortmunder Nordstadtliga | Foto: Peter Hesse
Am kommenden Samstag trifft Deutschland auf Peru, am darauffolgenden Dienstag auf Belgien. So lange ruht die Bundesliga. Thommy Junga und Peter Hesse wollen noch einmal über den vergangenen Spieltag reden: warum der VfB Stuttgart ein potenzieller Absteiger ist und Hertha BSC nie ein „Big City Club“ wird. Außerdem: Warum Eintracht Frankfurt seine Hausaufgaben nicht richtig macht und wie Borussia Dortmund als Tabellenführer agiert.
Eishockeyspieler Mike Glemser ist tragisch verunglückt | Foto: Starbulls Rosenheim
Der 3. Februar war der Schicksalstag für Eishockey-Profi Mike Glemser (25), der vor zwei Jahren noch für die ESC Moskitos in Essen spielte. An diesem Tag im Februar spielte er mit seinem Verein, den der drittklassigen Oberliga angehörigen Starbulls Rosenheim, auswärts beim SC Riessersee/Garmisch-Partenkirchen – und verunglückte so schlimm, dass er nun querschnittsgelähmt ist.
Der Unfall ereignete sich in der neunten Minute: plötzlich knallte der Stürmer nach einem Check gegen die Bande. Noch auf dem Eis musste Glemser minutenlang behandelt werden, bevor er ins Krankenhaus transportiert wurde. Dort lag der frühere U20-Nationalspieler knapp zehn Tage im künstlichen Koma, er wurde zweimal operiert. Die Ärzte diagnostizierten einen Bruch des vierten und fünften Halswirbels. Das Rückenmark wurde derart beschädigt, dass Glemser nun halsabwärts gelähmt ist – und für immer im Rollstuhl sitzen muss.
Der Videobeweis kann Fußballfans nerven. Archiv-Foto: Michael Kamps
Neben der Tatsache, dass der FC Bayern München die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga durch seine 1:2-Niederlage bei Bayer 04 Leverkusen am 25. Spieltag des Fußballoberhauses an Borussia Dortmund verloren hat, beschäftigt heute insbesondere das kuriose Zustandekommen der Pleite des Rekordmeisters die Fußballfans im Lande.
Schiedsrichter Tobias Stieler verhängte gleich zwei Elfmeter gegen die Bayern, nachdem er den Videobeweis zur Hilfe genommen hatte. Ursprünglich hatte er in beiden Szenen gegen die Leverkusener entschieden und zwei Mal die Gelbe Karte wegen Schwalbe gezeigt. Beide Strafstöße wurden verwertet und sorgten für die zwei Treffer der Gastgeber.
Nach der 25. Runde der Saison 2022/23 hat die Borussia 53 Punkte auf dem Konto, der Rekordmeister von der Isar hingegen nur deren 52. Und das ausgerechnet vor dem direkten Duell der beiden Kontrahenten an der Isar am 1. April, nach der nun anstehenden Länderspielpause. Wer hätte das noch vor wenigen Wochen für möglich gehalten?
Es war eine Nachricht, welche die Sportinteressierten unter unseren Lesern nicht überrascht haben dürfte. FIFA-Präsident Gianni Infantino ist am Donnerstagvormittag auch ohne die Unterstützung aus Deutschland in seinem Amt bestätigt worden.
Der 52 Jahre alte Schweizer wurde beim Kongress des Fußball-Weltverbands in Kigali erneut an dessen Spitze gewählt. Die Abstimmung erfolgte in der ruandischen Hauptstadt per Akklamation. Die Delegierten zeigten mit Applaus ihre Zustimmung. Infantino war der einzige Kandidat. „Alle, die mich lieben, alle die mich hassen, ich weiß, es gibt da ein paar – ich liebe euch alle“, sagte Infantino nach seiner Wahl und sorgte damit einmal mehr für viel Aufsehen und Diskussionen.
Wer sich hier noch an die Hoffnungen erinnert, mit denen Infantino einst zum Nachfolger seines vielkritisierten Landsmannes Sepp Blatter gewählt wurde, der kann über sein Wirken in den vergangenen Jahren eigentlich nur bitter enttäuscht sein.
Erling Haaland, hier noch im Dortmund-Trikot. Archiv-Foto: BVB
Eigentlich könnte einem das 7:0 von Manchester City gegen RB Leipzig vom Dienstagabend in der UEFA Champions League hier im Ruhrgebiet ja herzlich egal sein. Leipzig ist außerhalb der eigenen Stadtmauern eh traditionell unbeliebt. Das Ausscheiden aus der Königsklasse dürfte von vielen Fußballfreunden im Lande daher vielleicht sogar mit einem schadenfrohen Grinsen im Gesicht quittiert worden sein.
Doch als BVB-Fan müssen einen die fünf Tore, die der Ex-Dortmunder Erling Haaland in diesem Spiel geschossen hat, schon nachdenklich stimmen. An der außergewöhnlichen sportlichen Klasse des jungen Norwegers gab es nie Zweifel. Auch bei den Schwarzgelben legte er ja bis zum vergangenen Sommer die eine oder andere Glanzstunde auf den Rasen.
Wer Haaland einst im BVB-Dress beobachten durfte, der dürfte von seiner Gala-Vorstellung gegen Leipzig wenig überrascht gewesen sein. Für den sympathischen Stürmer wird es viele in Dortmund freuen, dass sich seine sportliche Entwicklung so positiv fortsetzt. Auf den eigenen Verein wirft das jedoch zugleich ein eher betrübliches Licht.
Das Schalker Stadion am vergangenen Samstag | Foto: Leonard Neumann
Auch fernab der großen Themen war die Fußballwelt mit einigen kuriosen Fakten belegt: die BBC entlässt Gary Lineker, weil er sich zu kritisch über die britische Flüchtlingspolitik äußert. Dazu gießen sich Werder Bremen Fans K.O.-Tropfen in ihre Drinks, der FC Bayern schraubt die Preise für Merchandising-Artikel immer weiter rauf und Drittligist SV Meppen verpflichtet Trainer-Oldtimer Ernst Middendorp, der zuletzt in Südafrika trainierte. Und das 100. Ruhrpott-Derby mit Schalke und dem BVB muss auch noch aufgearbeitet werden. Thommy Junga und Peter Hesse erklären, welche Halbräume am vergangenen Spieltag zu anfällig waren.