
Man kann darüber streiten, ob sich die Menschheit in einem Krieg gegen das Coronavirus befindet oder nicht. Deutsche Politiker vermeiden aus guten Gründen die Kriegsmetapher, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verwendete sie schon vor einem Monat. Klar ist, dass die Coronakrise erst vorbei ist, wenn es gelungen ist, den Virus daran zu hindern sich zu verbreiten, also die Verluste, die er durch den Tod seiner Opfer erleidet, nicht mehr durch neu reproduzierte Viren zu ersetzen. Dies ist die Idee hinter „Flatten the Curve“ und, viel wirksamer, der Impfung. Erst letztere wird den Virus schlagen. Beide Maßnahmen folgen der Logik der Kriegsmathematik, wonach derjenige den Krieg verliert, der nicht in der Lage ist, seine Verluste auszugleichen.
Bei der Lektüre von Andrew Roberts „Feuersturm“, einer hervorragenden Geschichte des zweiten Weltkriegs, die außergewöhnlich präzise die Bedeutung der nationalsozialistischen Ideologie für die militärischen Entscheidungen Deutschlands herausarbeitet, stieß ich auf zwei Zitate von preußischen Militärtheoretikern, die gut zur augenblicklichen Debatte um den Umgang mit der Coronakrise passen. Und natürlich darf, wenn es um Militärstrategie geht, Winston Churchill nicht fehlen.






