„Matrjoschka“ vor den Wahlen: AfD und BSW fehlen in der MDR-Stichprobe

Mehrere ineinanderpassende russische Matroschka-Puppen aus Holz
Eine Matroschka (Foto: Original photo: User:FanghongDerivative work: User:Gnomz007, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons)

Eine Desinformationskampagne muss eine Partei nicht loben, um ihr relativ zu nutzen. Es kann reichen, ihre Konkurrenten mit erfundenen Skandalen zu überziehen. Eine aktuelle MDR-Auswertung zeigt genau so ein auffälliges Muster. Sie beweist allerdings weder eine Zusammenarbeit mit AfD oder BSW noch Wissen, Billigung oder Steuerung durch diese Parteien.

Mutmaßlich russische Desinformation im deutschen Wahlkampf ist leider keine exotische Randerscheinung mehr. Interessant wird es bei der Frage, wen eine Kampagne angreift – und wen sie in einer konkreten Auswertung nicht angreift.

Zum Hintergrund: In unserem Beitrag „Russlands nützliche Netzwerke: Wo sich AfD, BSW und Kreml-Propaganda berühren“ haben wir dokumentierte Kontakte, politische Überschneidungen und bekannte russische Einflussnetzwerke getrennt voneinander aufgearbeitet. Auch diese Recherche ist kein Nachweis dafür, dass AfD oder BSW an „Matrjoschka“ beteiligt wären.

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Der Ruhrpilot

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, CDU (Foto: Roland W. Waniek)


NRW:
„NRW war immer eine Art Trainingslager der Toleranz. Aber diese Toleranz hat Grenzen“…Welt
NRW: So sollen Kinder in NRW wieder richtig schreiben lernen(€)…RP
NRW: Fluchtministerin lässt Ausreisepflichtige überprüfen…Zeit

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Die AfD muss gar nicht gewinnen – verloren haben wir schon

Eine AfD-Mahnwache gegen Extremismus. (Kein Scherz); Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Da ist sie wieder, die kleine politische Erleichterung. Die AfD kommt in Sachsen-Anhalt laut der aktuellen ZDF-Umfrage „nur“ auf 40 Prozent und dürfte damit die angestrebte absolute Mehrheit verpassen. Manch einer in den Medien scheint darin bereits eine Art gute Nachricht zu erkennen. Noch einmal durchatmen, noch einmal erleichtert auf die Schulter klopfen: Die ganz große Katastrophe ist verhindert.

Ich bin da deutlich weniger optimistisch. Denn was soll an einem Ergebnis von 40 Prozent eigentlich beruhigend sein? Eine Partei, die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird, wäre damit mit riesigem Abstand stärkste Kraft. Die CDU folgt bei 23 Prozent, Linke bei 13, SPD bei neun und Grüne bei sechs Prozent. Und gleichzeitig wissen 31 Prozent der Befragten noch nicht sicher, ob und wen sie überhaupt wählen wollen.

Das Rennen um ein paar Prozentpunkte ist deshalb fast schon Nebensache. Das eigentliche Problem liegt tiefer.

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Bundesliga-Saisonstart 2026/27: Willkommen in der großen deutschen Fußball-Verkaufsabteilung

Foto: Robin Patzwaldt

Endlich geht es wieder los! Die Bundesliga startet an diesem Wochenende in die Saison 2026/27. Und damit beginnt auch wieder die alljährliche große Werbeoffensive. Die Sender werden uns das Produkt Bundesliga präsentieren, als wäre es das spannendste Fußballerlebnis des Planeten. Große Gefühle, große Tradition, große Stars – und irgendwo dazwischen vermutlich auch noch ein bisschen Fußball.

Nur über die kleinen Schönheitsfehler wird man lieber nicht reden.

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Robert Farle und das BSW: Ein politischer Wanderer findet neuen Anschluss

Robert Farle im Landtag Sachsen-Anhalt
Robert Farle im Landtag Sachsen-Anhalt. (Screenshot: Landtag Sachsen-Anhalt)

Robert Farle war DKP-Funktionär und AfD-Abgeordneter. Bei der letzten Bundestagswahl trat er als parteiloser Direktkandidat an und erhielt 1,9 Prozent der Erststimmen.

Nun berichten mehrere ehemalige BSW-Mitglieder, er habe bei einer Veranstaltung des BSW Sachsen-Anhalt gesprochen und die Anwesenden begeistert.

Das ist kein erwiesener Erhalt eines neuen Parteibuchs. Für einen politischen Wanderarbeiter, dessen Parteien und Milieus häufig wechselten, ist es aber ein bemerkenswert passender Zwischenstopp. Denn während Farle sich ausdrücklich von seiner früheren Orientierung an der Sowjetunion distanziert hat, überlebten einige geopolitische Grundmuster seine politische Wanderschaft erstaunlich gut: Misstrauen gegen die USA und die NATO, Verständnis für russische Machtpolitik und die Neigung, hinter komplizierten Konflikten eine ziemlich übersichtliche Steuerzentrale in Washington zu entdecken.

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„Es ist der Abschied für immer“

SS Orduña Illustration: ChatGPT/CHatti

Der 1945 in Chile geborene Claudio Pincus forschte schon länger über seine Familiengeschichte. Sein Vater Rudi Pincus gehörte zu den ganz wenigen Überlebenden seiner großen jüdischen Familie. 1939 war ihm unter abenteuerlichen Umständen die Flucht nach Chile gelungen. Von dort aus versuchte er verzweifelt, zusammen mit seinem bereits 1925 nach Chile ausgewanderten Cousin Berni Pincus, seine in Deutschland lebende Familie zu retten – während er damit beschäftigt war, sich eine eigene Existenz im Exil aufzubauen. Von unserem Gastautor Roland Kaufhold.

Diese – gescheiterten – Rettungsbemühungen erzählt die Autorin Stefanie Oswalt in dem im Auftrag von Claudio Pincus verfassten Buch minutiös und beklemmend nach.

Begonnen mit dieser Spurensuche hatte der Überlebende Rudi Pincus selbst. Er versammelte wenige Jahre vor seinem Tode seine über die gesamte Welt verstreute Familie, darunter seinen in New

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Zahl der genehmigten Wohnungen im Ruhrgebiet geht deutlich zurück

Baustelle Wohnungsbau (Foto: Roland W. Waniek)

Im Ruhrgebiet ist die Zahl der genehmigten Wohnungen im ersten Halbjahr 2026 deutlich gesunken. Laut Statistischem Landesamt IT.NRW wurden in den Städten und Kreisen der Region 3.388 Wohnungen bewilligt – etwa 21 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, in dem die Bauämter 4.310 Baugenehmigungen erteilten. Zuwächse gab es nur in Mülheim an der Ruhr (300 Prozent), in

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Der Ruhrpilot

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, CDU (Foto: Roland W. Waniek)


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„Ruhrgebiet darf bei Fördergeld nicht verlieren“…Welt
NRW: Ist Hendrik Wüst jetzt „Kumpel Hendrik“?…WAZ
NRW: Ministerin stellt Schwerpunkte für neues Schuljahr vor…Zeit

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