So warb die GTZ für den PCB-Verseucher Envio

Das Dortmunder Unternehmen Envio verseuchte über Jahre hinweg seine Mitarbeiter und die Umwelt mit hochgiftigem PCB. Die bundeseigene Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) arbeitete mit dem Unternehmen zusammen. Und war mit dabei, als Envio einen Werbefilm produzierte. Wir dokumentieren die verschwundenen Videos über diese Zusammenarbeit.

Das gemeinsame Projekt mit Envio lief von Januar 2007 bis Oktober 2008. In dem Projekt ging es um die Planung eines Zwischenlagers für PCB-kontaminierte Geräte sowie Trainingsmaßnahmen zur Inventarisierung derselben in Mazedonien. Die Filme, die sie mitfinanzierte, sieht die GTZ nicht als Werbung an. Auf Anfrage wurde uns mitgeteilt:

Die GTZ hat auch nicht bei der Anwerbung internationaler Kunden mitgeholfen oder Aufträge besorgt.

Gut, so kann man die Filme auch interpretieren. Man kann sie aber auch als Reputationshilfe für ein Unternehmen sehen, das keine Reputation verdient hat. Der Laden hat Insolvenz angemeldet, die Staatsanwaltschaft ermittelt und die Chancen sind hoch, dass für die Reinigung des Geländes der Steuerzahler aufkommen wird.

Vor diesem Hintergrund wirkt eine Antwort der GTZ makaber. Wir fragten wie die GTZ sichergestellt hat, in Envio einen zuverlässigen und seriösen Partner zu haben.

Die Antwort:
Wie üblich prüfen dies unsere Experten, bevor wir einen Vertrag schließen. Envio hatte sich als zuverlässig erwiesen und dies hatte sich auch während der Projektlaufzeit bestätigt.

Die von uns hier veröffentlichten Videos hat Envio vor ein paar Wochen aus dem Netz genommen. Wir baten Euch um Hilfe, um die Videos wieder zugänglich zu machen. Ihr habt uns geholfen – vielen Dank. Hier nun die Dokumente:

Dir gefällt vielleicht auch:

9 Kommentare

  1. #1 | Jahresrückblick 2010: November | Ruhrbarone sagt am 30. Dezember 2010 um 18:55 Uhr

    […] Videos, die belegten, wie die Entwicklungshilfeorganisation GTZ für den PCB-Verseucher Envio warb und nannten gute Gründe gegen den Kauf der Steag-Anteile durch die […]

  2. #3 | Envio Skandal: Online Dokumentation auf “Der Westen” | Ruhrbarone sagt am 29. Juli 2011 um 09:06 Uhr

    […] So warb die GTZ für den PCB-Verseucher Envio […]

  3. #4 | Kaum Konsequenzen aus Envio Skandal | Ruhrbarone sagt am 19. September 2011 um 08:13 Uhr

    […] So warb die GTZ für den PCB-Verseucher Envio […]

  4. #5 | Lässt IGBCE verseuchten Envio-Arbeiter im Stich? | Ruhrbarone sagt am 3. April 2012 um 15:46 Uhr

    […] So warb die GTZ für den PCB-Verseucher Envio […]

  5. #6 | Envio-Prozess: Es könnte eng werden für Dirk Neupert | Ruhrbarone sagt am 19. April 2012 um 12:21 Uhr

    […] So warb die GTZ für den PCB-Verseucher Envio […]

  6. #7 | Update: Dortmund: Politiker aller Parteien spenden für Envio-Opfer | Ruhrbarone sagt am 27. April 2012 um 16:24 Uhr

    […] So warb die GTZ für den PCB-Verseucher Envio […]

  7. #8 | Envio-Prozess: PCB verseucht? Selbst schuld! | Ruhrbarone sagt am 10. Mai 2012 um 09:40 Uhr

    […] So warb die GTZ für den PCB-Verseucher Envio […]

  8. #9 | Envio: Opferfonds sammelt 10.000 Euro für Gutachten | Ruhrbarone sagt am 27. Juni 2012 um 17:28 Uhr

    […] So warb die GTZ für den PCB-Verseucher Envio […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.