Dortmund: Eisadler feiern 6:3 Derbysieg gegen Hamm

Eishockey. Foto: Robin Patzwaldt
Eishockey. Foto: Robin Patzwaldt

Zwei starke Mannschaften, viele Zuschauer und tolles Wetter. Die perfekten Voraussetzungen für einen tollen Eishockeyabend. Und noch besser wird der Abend, wenn man das Derby gegen die Eisbären aus Hamm eindrucksvoll mit 6:3 gewinnt.

Genauso einen Abend erlebten die 658 Zuschauer im Eisstadion an der Strobelallee. Zumindest wenn ihr Herz für die Dortmunder Eisadler schlug.
Von Beginn an setzten beide Teams voll auf Angriff, wobei die Hammer Eisbären im ersten Drittel die größeren Chancen und leichte Spielvorteile hatten.

In der Kabine schien Eisadler-Coach Krystian Sikorski dann aber die richtigen Worte gefunden zu haben, denn ab Spielminute 25 begann das Torfeuerwerk der Eisadler. Den Knoten platzen ließ Jiri Svejda und ein unglaublicher Jubel erfüllte die Eishalle. Es folgten Andre Bruch per Doppelpack und Kapitän Niko Bitter, ehe Hamms Jonathan Klinke zum auf 4:1 verkürzen konnte.

Continue Reading

AfD: Marcus Pretzell von seiner Anwaltskammer gelöscht

pretzell-streichung
Kammerreport Hamm 4/2015

Marcus Pretzell, umstrittener AfD-Euroabgeordneter, stellvertretender AfD-Parteivorsitzender und Lebensgefährte von Frauke Petry wurde als Rechtsanwalt aus dem Verzeichnis der für ihn als Bielefelder zuständigen Rechtsanwaltskammer Hamm gestrichen.

Pretzells Streichung wurde im „Kammerreport Hamm 4/2015“ bekanntgegeben und über Facebook verbreitet. Im Anwaltsverzeichnis der Kammer ist er ebenfalls nicht mehr auffindbar.

Warum die Löschung erfolgte ist bisher unbekannt. Ob Pretzell, der im Mittelpunkt eines Finanzskandals stand, damit noch Rechtsanwalt ist, ebenfalls.

Geldbeschaffung statt Gründlichkeit? – Luzar-Studie weist erhebliche Mängel auf

Neonazis in Hamm: Gewalttätig nur wegen der Antifa?
Neonazis in Hamm: Gewalttätig nur wegen der Antifa?

Neben Dortmund war Hamm in den vergangenen Jahren eine der nordrhein-westfälischen Städte mit der virulentesten rechten Szene. Um diese Szene genauer einschätzen und besser gegen sie vorgehen zu können hat die Stadt Hamm eine wissenschaftliche Studie in Auftrag gegeben. Eine der Autorinnen dieser Studie ist Claudia Luzar, ehemalige Mitarbeiterin der Dortmunder Opferberatungsstelle Backup. Nach Veröffentlichung der Studie wurde nun Kritik laut: Die Studie genüge keinen wissenschaftlichen Standards und verharmlose die Gefahr durch Neonazis.

„Hammer Verhältnisse“ ist die Studie übertitelt. Eigentlich sollte sie eine wissenschaftliche Einschätzung der rechten Szene in Hamm bieten. Herausgekommen ist etwas anderes: Zwar befassen sich Luzar und ihre Co-Autorin Nina Lohmann auf einem großen Teil der knapp 100 Seiten mit der lokalen Neonazi-Szene, einigen Raum nehmen allerdings auch die Bereiche türkischer Nationalismus, Salafismus und das Bashing von Antifa-Gruppen ein. Teile der Befunde über die rechte Szene stützen die Autorinnen auf Interviews mit aktiven oder ehemaligen Neonazis. „Durch diese Schwerpunktsetzung auf die Deutungen der beteiligen Neonazi-Akteure wird der Neonazismus in Hamm tendenziell verharmlost“ schreibt das antifaschistische Hammer Jugendbündnis „Häkelclub 590“ in einem ausführlichen Kommentar zur Studie.

Continue Reading