Ich möchte in keinem amthorisierten Land leben!

In die Nähe des Kanzleramtes hat es Philipp Amthor schon geschafft. Foto: Robin Patzwaldt

Dass die Pressekonferenz zur Regierungsumbildung am Freitag in Berlin mächtig in die Hose ging, das habe ich hier im Blog schon gestern anhand des großen Unterschieds zur viel Optimismus und Aufbruchsstimmung verbreitenden Antrittspressekonferenz von Bundestrainer Jürgen Klopp thematisiert.

In der Öffentlichkeit fiel dem Kanzler im weiteren Tagesverlauf zudem die Berufung von Carsten Linnemann zum neuen Gesundheitsminister auf die Füße, von dem ein Interview aus dem Vorjahr aufgetaucht ist, in dem er sich sinngemäß als ungeeigneten Gesundheitsminister bezeichnet hat. Tja, dumm gelaufen. Auch die scheinbar verschobene Umbesetzung des Postens des Verkehrsministers erwies sich als Stimmungskiller für die Union in Berlin.

Ein Thema aber wurde bisher trotz seiner abschreckenden Wirkung in der Öffentlichkeit aufgrund der Brisanz der anderen Themen weitestgehend vernachlässigt: die Beförderung von Philipp Amthor.

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Ein Sieger der WM 2026 steht schon fest: Magenta demontiert ARD und ZDF

Der WM-Pokal. Foto: Robin Patzwaldt

An diesem Wochenende endet die XXL-Fußball-WM 2026. Wer den WM-Pokal mit nach Hause nehmen darf, entscheidet sich erst noch auf dem Rasen. Der Sieger in einer anderen Disziplin steht dagegen längst fest. Und zwar mit einem Vorsprung, der an die legendären Bayern-Meisterschaften der vergangenen Jahre erinnert.

MagentaTV hat ARD und ZDF in Sachen Berichterstattung regelrecht vorgeführt. Was vor wenigen Jahren noch kaum vorstellbar gewesen wäre, ist bei dieser Weltmeisterschaft Realität geworden. Ausgerechnet ein bis vor kurzem noch vergleichsweise unbekannter Bezahlsender zeigt den gebührenfinanzierten Platzhirschen, wie moderne Sportberichterstattung funktioniert. Während sich ARD und ZDF häufig selbst im Weg standen, setzte MagentaTV die Themen, über die anschließend ganz Deutschland sprach.

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Dieser Spahn ist unmöglich

Jens Spahn, CDU (Foto: Roland W. Waniek)

Es gab eine Zeit, da habe ich Jens Spahn häufiger gegen überzogene Kritik verteidigt. Das mag heute kaum noch jemand glauben, ist aber tatsächlich so. Während der Corona-Pandemie stand der damalige Gesundheitsminister unter einem Druck, den sich die meisten Menschen gar nicht vorstellen konnten. Entscheidungen mussten innerhalb weniger Stunden getroffen werden, obwohl belastbare Erkenntnisse oft fehlten. Dass dabei Fehler passieren würden, war nahezu unvermeidlich.

Politisch lag Spahn zwar nie auf meiner Linie, trotzdem fand ich viele Angriffe auf ihn damals überzogen. Wer in einer historischen Ausnahmesituation Verantwortung übernimmt, verdient zumindest eine faire Bewertung. Doch diese Nachsicht hat Jens Spahn in den vergangenen Jahren gründlich verspielt. Heute fällt es selbst ehemaligen Verteidigern zunehmend schwer, ihm noch Vertrauen entgegenzubringen.

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Das ZDF begreift die Kritik an Claudia Neumann einfach nicht

Claudia Neumann. Archiv-Foto: Copyright: ZDF/Peter Kneffel

Seit Jahren wiederholt sich bei großen Fußballturnieren dasselbe Muster: Sobald ZDF-Kommentatorin Claudia Neumann am Mikrofon sitzt, entbrennt eine Debatte über ihre Arbeit. Ein Teil der Kritik ist zweifellos unsachlich und mitunter offen sexistisch. Doch genau an diesem Punkt beginnt das eigentliche Problem. Denn das ZDF scheint bis heute nicht zwischen plumper Frauenfeindlichkeit und fachlich begründeter Kritik unterscheiden zu wollen. Stattdessen wird ein großer Teil der Diskussion regelmäßig auf die Geschlechterfrage reduziert. Damit macht es sich der Sender deutlich zu einfach.

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WM 2026: Wenn selbst Uli Hoeneß mal recht hat

Fußball verkauft sich derzeit gut. Foto: Robin Patzwaldt

Es gibt nur wenige Persönlichkeiten im deutschen Fußball, die derart polarisieren wie Uli Hoeneß. Für die einen ist er der Architekt des modernen FC Bayern München, für die anderen das Sinnbild von Arroganz, Doppelmoral und einer Selbstgefälligkeit, die den Rekordmeister seit Jahrzehnten begleitet.

Wer nicht mit den Bayern sympathisiert, findet in den Aussagen des Ehrenpräsidenten meist genügend Angriffsfläche. Doch manchmal gibt es diese seltenen Momente, in denen selbst eingefleischte Bayern-Kritiker anerkennen müssen: Diesmal hat Uli Hoeneß schlicht recht.

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Die aufgeblähte WM 2026 liefert genau die Langeweile, vor der viele gewarnt haben

Vom WM-Pokal dürfen bei der WM 2026 längst nicht alle 48 Teilnehmer träumen. Foto: Robin Patzwaldt

Schon als die FIFA die Aufstockung der Fußball-Weltmeisterschaft von 32 auf 48 Teilnehmer beschloss, war die Kritik groß. Viele Experten, Fans und Beobachter warnten damals davor, dass die Qualität des Turniers leiden würde. Die FIFA ignorierte diese Bedenken weitgehend und verkaufte die Reform als Chance für mehr Nationen, mehr Vielfalt und mehr globale Aufmerksamkeit. Nach den ersten Tagen der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko zeigt sich jedoch immer deutlicher: Die Kritiker hatten recht.

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WM 2026: „Elf Freunde müsst ihr sein“ ist lange her

Fußball verkauft sich gut. Foto: Robin Patzwaldt

Die Diskussionen rund um die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 drehen sich häufig um Gigantismus, Kommerzialisierung und die immer weiter ausufernde Vermarktung des Sports. Viele Fans beklagen, dass der Fußball längst seine Seele verkauft habe und heute vor allem ein milliardenschweres Geschäft sei.

Kritik an der FIFA fällt leicht, schließlich liefert der Weltverband regelmäßig neue Argumente für seine Kritiker. Doch wer ehrlich auf die Entwicklungen blickt, muss feststellen, dass die Kommerzialisierung nicht allein von Funktionären und Verbänden vorangetrieben wird. Auch die Spieler selbst profitieren davon – und tragen ihren Teil dazu bei.

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TSV 1860 München: Ein Traditionsverein als Mahnmal des modernen Profifußballs

1860 München im Jahre 2017 in der Regionalliga. Quelle: Wikipedia, Foto: Chaddy, Lizenz: CC BY-SA 4.0

Wer geglaubt hatte, dass zwischen dem Ende der Bundesligasaison 2025/26 und der bevorstehenden Weltmeisterschaft eine ruhige Phase im Fußballgeschäft eintreten würde, wurde in den vergangenen Tagen eines Besseren belehrt. Kaum ein Thema hat die Schlagzeilen so stark geprägt wie die dramatischen Entwicklungen beim TSV 1860 München. Der ehemalige deutsche Meister und einstige Champions-League-Teilnehmer steht erneut vor einem sportlichen und wirtschaftlichen Scherbenhaufen. Statt von einer Rückkehr in höhere Spielklassen zu träumen, müssen sich die Löwen nun mit der Realität eines Absturzes in die Regionalliga auseinandersetzen.

Der Fall des Traditionsvereins ist dabei weit mehr als eine lokale Geschichte aus München-Giesing. Er steht beispielhaft für die Probleme vieler Traditionsklubs, die zwischen wirtschaftlichen Zwängen, Machtkämpfen und unrealistischen Erwartungen zerrieben werden. Während moderne Werks- und Investorenvereine regelmäßig für Diskussionen sorgen, zeigt 1860 München vor allem eines: Tradition allein reicht längst nicht mehr aus, um dauerhaft erfolgreich zu sein.

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„Wenn sich doch auch um alle Menschen in diesem Lande so intensiv gekümmert würde!“

Ein Buckelwal. Quelle: Wikipedia, Foto: Charles J. Sharp, Lizenz: CC BY-SA 4.0

Es ist schon bemerkenswert, wie ein einzelner Buckelwal seit Wochen die Republik emotional fester im Griff hat als so manche Regierungskrise. Da schwimmt ein gigantisches Meeressäugetier namens „Timmy“ – oder „Hope“, je nach persönlicher PR-Vorliebe – durch die Ostsee, verirrt sich, strandet mehrfach, und plötzlich wirkt Deutschland wie im nationalen Ausnahmezustand.

Minister, Aktivisten, Kamerateams, Livestreams, Newsticker – man könnte fast glauben, wir hätten kollektiv beschlossen, unseren komplizierten Alltag für einige Zeit auszusetzen um stattdessen Walflüsterer zu werden.

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Kevin Großkreutz, der Unverbesserliche – und warum das diesmal okay ist

Kevin Großkreutz (links) noch in Diensten des BVB in Dortmund. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Ach, Kevin Großkreutz. Kaum ein ehemaliger Profi schafft es so zuverlässig, sich selbst in die Schlagzeilen zu bugsieren wie der Dortmunder Weltmeister ohne Einsatzminute von 2014. Zwischen Dönerwurf-Anekdoten und nostalgischen BVB-Bekenntnissen war eigentlich alles dabei. Und doch: Diesmal liegt er erstaunlich richtig. Ja, wirklich. Es tut fast weh, das zu schreiben – aber wenn Großkreutz dem VfL Wolfsburg den Abstieg wünscht, dann trifft er einen Nerv, den viele Fußballfans schon lange spüren.

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