
Kommendes Wochenende wird die Stadt Oberhausen zum Zentrum amerikanischer Roots-Music. Zwischen Country, Neo-Folk, Americana und Gospel stehen dann 12 Akteure im Zentrum Altenberg in Oberhausen auf der Bühne, was jedes Jahr in liebevoller Detailarbeit von Festivalmacher Dietmar Leibecke veranstaltet wird.
Natürlich gibt es ausgesuchte Musik in Hülle und Fülle: Mit Sänger Leeroy Stagger schließt sich in diesem Jahr beim Static Roots Festival ein besonders weiter Kreis. Seine erste Begegnung mit dem Festival-Umfeld fand bereits 2007 statt, als er das allererste Hauskonzert am Raumfahrtzentrum Saarner Kuppe in Mülheim spielte. Der vielfach ausgezeichnete kanadische Songwriter, Produzent und Storyteller bewegt sich mühelos zwischen Folk, Roots und Rock ’n‘ Roll. Seine Lieder sind geprägt von schonungsloser Ehrlichkeit, geschrieben aus der Perspektive eines Mannes, der den Weg durch Sucht und Genesung selbst gegangen ist – mit dem Biss von Joe Strummer und dem poetischen Herz von John Prine.
Ein weiterer Akteur ist der aus der Arbeiterstadt Ludvika in Dalarna stammende Jesper Lindell. Er ist ein Meister des seelenvoll grundierten Americana. Sein warmer, unverwechselbarer Tenor trägt das zeitlose Echo von Van Morrison und die Wärme von The Band in sich. Sein Durchbruchalbum Twilights (2022) und der Nachfolger Before the Sun (2024) sind Sammlungen von Songs, die zwischen herzzerreißenden Balladen und ausgelassenen Roots-Rock-Hymnen pendeln – das, was beim Festival liebevoll „Big Heart Music“ genannt wird. Aus Edinburgh stammt die Sängerin Kirsten Adamson – sie ist die Tochter des legendären verstorbenen Musikers Stuart Adamson, der früher bei Big Country und The Skids spielte. Kirsten Adamson beschwört sie eine vokale Klarheit, die einen innehalten lässt – irgendwo zwischen Sandy Denny, Emmylou Harris und einem Hauch Kate Bush. Ihr aktuelles Album Dreamviewer (2025) zeigt eine Künstlerin, die ihren Stil mit großer Sicherheit beherrscht. Nach Oberhausen kommt sie mit ihrer Band The Tanagers – Heartland-Americana-Folk-Rock, der vom britischen Mojo Magazine sehr gelobt worden ist.
Neben dem regulären Konzertprogramm gibt es noch eine sogenannte „Static Ruhr Tour“, die um 10:30 Uhr am Oberhausener Hauptbahnhof beginnt. Diese Tour führt per Tram zur Neuen Mitte und von dort als geführter Rundgang durch das umgestaltete Areal rund um den ehemaligen Stahlstandort. Höhepunkt ist der Mittagsstopp im Gecko Torhaus: Bratwurst, Getränke und ein 20-minütiger Auftritt eines Künstlers oder einer Künstlerin aus dem Festival-Lineup. Rückfahrt per Tram, Ankunft am Hauptbahnhof um 15:15 Uhr – rechtzeitig vor dem ersten Festival-Set. 60 Plätze stehen hierbei zur Verfügung und das Ganze wird in Zusammenarbeit mit Oberhausen Tourismus präsentiert.
Mehr Infos unter www.staticrootsfestival.com