Die Initialzündung zur Shoah

Heydrich neben Heinrich Himmler Foto Unbekannt Lizenz: Gemeinfrei


Reinhard Heydrich war auf dem Höhepunkt seiner Karriere angelangt. Er kontrollierte den gesamten deutschen Sicherheitsapparat, einzig die Herrschaft über das Geschehen in den Konzentrationslagern hatte Himmler ihm verwehrt. Von unserem Gastautor Manfred Barnekow.

Einweisen aber konnte er, wen er wollte. Sein Ehrgeiz war ungebremst, selbst die Parteigenossen fürchteten ihn. Um für die weitere Karriere nicht nur mit dem Terrorapparat identifiziert zu werden, hatte er sich zum stv. Reichprotektor in Böhmen und Mähren machen lassen, nach dem der ursprüngliche Reichprotektor und ehemalige Außenminister in einen ewigen Urlaub geschickt worden war. De facto war Heydrich nun unumschränkter Herrscher über die Tschechen, hatte sich für Hitler und Himmler erfolgreich eingeführt, mit einer Mischung aus Terror gegen alles Oppositionelle, Hunderten von Hinrichtungen und Erhöhung des Lebensstandards für die Rüstungsarbeiter, um die einfachen Menschen auf seine Seite zu ziehen, solange er sie zum Arbeiten brauchte.

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Kernkraft: Die Grünen haben irrationale Angst immer vorangetrieben

Annalena Baerbock, MdB GRÜNE, Plenarsitzung Deutscher Bundestag by Olaf Kosinsky_1757 CC 3.0


Bald sind Wahlen. Die Grünen schicken sich an mitzuregieren. Das gab es schon mal, aber diesmal stellen sie sogar einen Kanzlerkandidaten. Das hat es noch nie gegeben. Ihre Umfrageergebnisse scheinen dies herzugeben. Von unserem Gastautor Thomas Hafke

Allerdings stand es nach Fukushima auch schon mal recht gut um die Grünen, mit über 20% in den Umfrageergebnissen. Die Kanzlerin kassierte die Stimmen wieder in kürze ein, in dem sie den Ausstieg aus der Atomkraft verkündete. Vermutlich wider besseren Wissens, denn Kernenergie liefert effizient Energie, ohne dabei nennenswert CO2 zu produzieren oder tödlichen Feinstaub in die Luft zu blasen. Was da aus den Reaktoren aufsteigt, ist nur

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Afghanistan: Die Torheit der Abziehenden

Taliban peitscht Frauen aus Foto: RAWA Lizenz: CC BY 3.0

Den Abzug aus Afghanistan hätte die Historikerin Barbara Tuchmann sicher als eine weitere „Torheit der Regierenden“ bezeichnet. Er ist es auch und wird nicht nur für die Menschen vor Ort fatale Folgen haben. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.

„Leidenschaft und Parteigeist machen unsere Augen blind, und das Licht, das die Erfahrung spendet, ist eine Laterne am Heck, die nur die Wellen hinter uns erleuchtet.“

Mit diesem Zitat von Samuel Coleridge endet Barbara Tuchmann ihr Buch „Die Torheit der Regierenden“, dessen Lektüre jedem nur ans Herz zu legen ist und das, auch wenn es vor vier Jahrzehnten erschienen ist, an Aktualität nichts eingebüßt hat. Würde Tuchmann heute noch leben und eine Neuauflage planen, ganz sicher fügte sie die verschiedenen westlichen Interventionen in Afghanistan und den ihnen im Jahr 2021 folgenden Abzug aller internationaler Schutztruppen als Beispiel hinzu.

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Oberhausen: Georg Overkamp stellt aus.

Ihre Ausstellungen müssen Künstler in der heutigen Corona-Zeit an der 7-Tage-Inzidenz ausrichten und planen. In den letzten eineinhalb Jahren fielen sie wegen Beschränkungen durch CoVid 19 meist aus, oder das Publikum durfte sie nicht sehen. Von unserem Gastautor Helmut Junge.

Jetzt, im Sommer 2021 sind sie aber wieder möglich. Wir haben ein Coronaloch. Und das, wer weiß wie lange noch.

Wer, wie der Bottroper Künstler Georg Overkamp, jetzt ausstellen kann, hat gute Karten. Und das, was Overkamp zeigt, hat tatsächlich auch ein großes Publikum verdient.

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#Laschetlacht: „Ich habe einen Menschen gesehen. Einen Roboter möchte ich nicht im Kanzleramt.“

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (Foto: Roland W. Waniek)

Unser Gastautor Horst Kläuser über Armin Laschets Lachen während einer Rede des Bundespräsidenten in einem Hochwassergebiet.

Liebe Supermänner, Mütter Teresa, verehrte Albert Schweizers, werte Martin Luther Kings, hallo Florence Nightingale, edle Menschen!

Niemals wird Armin Laschet einer von Euch sein. Er hat nämlich gelacht.

Er schafft es nicht, die kinderleichte Aufgabe zu bewältigen, 16 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche vor Kameras die angemessene Miene zu zeigen. Ganz klar, ein Mimik-Versager. Wer in den sechs Wochen nach „Bernd“ lacht, gehört nicht ins Kanzleramt, nicht mal in die

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Tohoku und der „Bernd“

Kernkraftwerk Fukushima Foto: Asacyan Lizenz: CC BY-SA 3.0

Als am 11. März 2011 das Tohuko-Erdbeben mit dem anschließenden Tsunami mehrere hundert Kilometer japanische Küste vernichtete, knapp 20.000 Tote plus 2.000 Vermisste forderte, diskutierte im 10.000 Kilometer entfernten Deutschland jeder über über das ebenfalls betroffene Atomkraftwerk Fukushima. Von unserem Gastautor Horst Kläuser.

Als damaliger ARD-Reporter in Japan bekam ich rasch mit, das nur die Reaktorkatastrophe in Deutschland interessierte: die Empathie für die Opfer des Tsunamis hielt sich in Grenzen.

Rund um das Kraftwerk wurden zwar auch hunderttausende evakuiert, aber es starb niemand. Ich wurde Mal ums Mal nach Fukushima gefragt – unbestritten ein mehrfacher Super-GAU. Dass aber, nur wenige Kilometer entfernt, ganze Städte verschwunden waren, eine Schule allein 300

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Vom Vertagen linker Fragen

Vladimir Putin Foto: Kreml Lizenz: CC BY 4.0

Man kennt es vielleicht aus dem eigenen Leben: Das endlose Vertagen wichtiger Entscheidungen erscheint nicht selten attraktiv. Sei es aus Bequemlichkeit, sei es aus Unsicherheit über die Konsequenzen oder sei es aus dem Drang heraus, es allen recht machen zu wollen. Von unserem Gastautor Jan Vahlenkamp.

Auch die Partei Die Linke vertagt zuweilen gerne wichtige Entscheidungen. So hat die Partei im 14. Jahr ihres Bestehens für sich nicht geklärt, ob sie ihre Rolle darin sieht, innerhalb der parlamentarischen Demokratie gestalterisch mitzuwirken oder in einer Frontalopposition gegen

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Fußball-Kommentatoren kommen nicht „in die Tiefe“

Viele Philosophen Schule von Athen Bild: Raffael Lizenz: Gemeinfrei

Ist Fußball ohne Abi und Latinum überhaupt noch zu kapieren? Von unserem Gastautor Wilhelm Klümper.

Ist Fußball ohne Abi und Latinum überhaupt noch zu kapieren? Man stelle sich mal ganz normal-tüchtige Bürger vor, die nach der Haupt- oder Realschule eine Lehre gemacht haben und nun tagtäglich im Supermarkt, im Stahlwerk oder in der Schreinerei arbeiten. Für einen Fußballfan und Freizeit-Kicker seit den Kindheitstagen ist die Übertragung der Fußball-

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Überlegungen eines möglichen Nichtwählers

Olaf Scholz Foto: Olaf Kosinsky Lizenz: CC BY-SA 3.0 de


Die Parteien rüsten zum Wahlkampf, haben ihre Wahlprogramme bereits gestrickt oder basteln derzeit wie die CDU daran. Wahlprogramme sind das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt sind. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich kaum jemand außerhalb der Politiker- und Journalistenblase dafür interessiert. Von unserem Gastautor Wilhelm Klümper.

Denn dort wird das Blaue vom Himmel versprochen. Und nach der Wahl gibt es tausend Gründe – der Koalitionspartner will nicht, Putin hat Husten, die NATO wird zu teuer,

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Ein Klima, in dem der Aufstieg des Westens als ein Verhängnis empfunden wird


Durch Medien und Schule wachsen Kinder in dem Glauben auf, dass der Kapitalismus ins Verderben führt. Was sie kaum lernen: Wie er half und weiterhin helfen kann, Armut, Umweltprobleme und Pandemien zu überwinden. Ein Versäumnis, findet der junge Lehrer Robert Benkens.

Die Zivilisation wird innerhalb von 15 oder 30 Jahren enden, wenn nicht sofort Maßnahmen gegen die Probleme der Menschheit ergriffen werden“, schrieb 1970 der Biologe und Nobelpreisträger George Wald von der Harvard University. Ähnlich klangen Paul Ehrlich in

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