Elif Eralp braucht auf dem Weg ins Rote Rathaus offenbar zuerst einen Koalitionsvertrag mit der eigenen Partei. Kaum ist die Grundlage für Berliner Sondierungen vereinbart, erklären prominente Genossen das Entgegenkommen ihrer Verhandler zum politischen Fehler.
Die Palästina-LAG applaudiert. Wer wissen will, warum aus einem Wahlerfolg noch lange keine Regierung wird, bekommt gerade Anschauungsunterricht.
Linke-Fahnen bei der Kundgebung gegen den Rechtsruck in Berlin, 3. Februar 2024 (Symbolbild). (Foto: DIE LINKE, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons)
Linke, SPD und Grüne haben sich in Berlin auf Regeln zum Umgang mit Antisemitismus verständigt. Am selben Tag wirbt die Palästina-LAG der Linken selbstbewusst um Mitglieder. Hannah Bruns und die LAG sprechen in einem gemeinsamen Instagram-Beitrag von einer Kampagne gegen die Partei. Das Papier für die Sondierungen ist fertig. Der innerparteiliche Konflikt offenbar noch nicht.
Cansın Köktürk weist Antisemitismusvorwürfe zurück. Das darf sie. Die Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linken geht allerdings weiter: Wer ihr Antisemitismus vorwirft, vergrößere die Gefahr für jüdische Menschen. Aus der Politikerin, deren Aussagen kritisiert werden, wird so die Anklägerin ihrer Kritiker. Eine bequeme Rollenverteilung.
In einem Instagram-Beitrag vom 4. Oktober 2026 erklärt Köktürk die Vorwürfe gegen sich und ihre Partei für haltlos. Sie richtet sich gegen „Springer & Co.“ und unterstellt diesen Kritikern, Antisemitismusvorwürfe politisch zu benutzen: um Widerspruch zu unterdrücken, Debatten zu beenden und staatliches Handeln vor Konsequenzen zu bewahren.
Zur angekündigten Kundgebung der „Aktionsgruppe Palästina“ am dritten Jahrestag des Hamas-Massakers gibt es nun einen Gegenprotest: Dissens Duisburg ruft für den 7. Oktober 2026 unter dem Motto „Judenmord ist kein Widerstand“ auf die Straße. Die Teilnehmer der Gegendemo sammeln sich ab 17.00 Uhr auf der Königstraße, zwischen dem Forum und dem CityPalais in Duisburg.
Klaus Lederer bei „Lesen gegen das Vergessen“, 10. Mai 2019 (Foto: Olaf Krostitz / Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, via Wikimedia Commons, CC BY 2.0)
Klaus Lederer erinnert die politische Linke daran, dass sie selbst ein Antisemitismusproblem hat. Der frühere Berliner Kultursenator verlangt Selbstkritik. Eine Zumutung für alle, die ihr gutes Gewissen schon mit dem passenden Parteibuch erworben haben.
Pro-Hamas-Demonstranten, Symbolbild (Foto: Roland W. Waniek)
Für den 7. Oktober 2026 wird in Berlin zu einer Demonstration aufgerufen. Der dazu veröffentlichte Text macht aus dem Tag des Hamas-Massakers eine Heldengeschichte. Auch in Duisburg soll am Jahrestag im Namen des palästinensischen Widerstands demonstriert werden.
Mitglieder der israelischen Spezialeinheit Yamas treffen im Februar 2018 auf Darsteller und Mitarbeiter der israelischen Fernsehserie „Fauda“. Foto: Mark Neyman / Government Press Office of Israel, CC BY-SA 3.0
Am 8. September feierte die fünfte Staffel der israelischen Serie „Fauda“ ihre Premiere auf Netflix. Die Handlung spielt zwei Jahre nach dem 7. Oktober 2023 und greift die Ereignisse des Hamas-Massakers auf. Damit verarbeitet die Serie nicht nur ein Ereignis, das die israelische Gesellschaft nachhaltig geprägt hat, sondern auch Erfahrungen, die ihre Macher und Schauspieler selbst gemacht haben.
Die erste Staffel der israelischen TV-Serie „Fauda“ feierte 2015 ihre Premiere. Sie handelt von einer Mista’arevim-Spezialeinheit des israelischen Inlandsgeheimdienstes „Schin Bet“. Mista’arevim-Einheiten operieren getarnt als Araber oder „Palästinenser“ und werden vor allem in der Terrorismusbekämpfung und bei Sabotageeinsätzen eingesetzt. Die Hauptfigur der Serie ist der Undercover-Agent Doron Kabilio, der bei seinen Einsätzen immer tiefer in einen Kreislauf aus Gewalt, Vergeltung und persönlichen Konflikten gerät.
Die Palästina-AG der Linken in Neukölln erklärt, der Berliner Wahlsieg sei nicht trotz, sondern wegen ihrer Palästina-Solidarität gelungen. Diese Politik will sie nun ins Abgeordnetenhaus tragen. Welchen Kurs die AG vertritt, zeigen frühere Beiträge ihres Telegramkanals: Werbung für eine BDS-Veranstaltung, ein Aufruf zum ESC-Boykott und ein Demonstrationsaufruf mit Verweis auf das VPNK.
Die Berliner Linke will regieren. In ihrem Palästina-Flügel wird derweil Verstärkung gesucht – ausdrücklich, um mehr Druck auf die eigene Partei zu machen. Die Aktivistin Nala bewirbt sich um ein Sprecheramt in der Bundesarbeitsgemeinschaft Palästinasolidarität. Die Berliner LAG veröffentlicht ihre Bewerbung mit. Eine Rückzugserklärung sieht anders aus.
Die Berliner Linke will nach ihrem Wahlsieg mit Grünen und SPD über eine Regierung sprechen. Doch ausgerechnet die parteieigene LAG Shalom warnt davor, Teile der Linken könnten die Gespräche durch neue Provokationen sabotieren. Ihre Sorge gilt den „antizionistischen Sektierer*innen“ in den eigenen Reihen.
Auf einem außerordentlichen Parteitag beschloss die Berliner Linke am 25. September 2026, Sondierungsgespräche aufzunehmen. Die Spitzenkandidatin Elif Eralp und der Landesverband verkündeten den Beschluss am Abend gemeinsam auf Instagram. Im Mittelpunkt ihres Beitrags stehen bezahlbare Mieten, soziale Sicherheit und der Wunsch, die CDU-geführte Politik in Berlin zu beenden.
Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Zustimmung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Funktional
Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt.Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.