marx21: Für Israel die Abschaffung, von der Linken das Parteibüro

marx21-Seitenkopf vom 30. November 2023: Es droht kein zweiter Holocaust, über einem Demonstrationsfoto mit From the River to the Sea-Plakat
Der Seitenkopf des marx21-Artikels „Es droht kein zweiter Holocaust“ von Hans Krause, veröffentlicht am 30. November 2023. Das ausgewählte Demonstrationsfoto zeigt ein „From the River to the Sea“-Plakat (Screenshot: marx21).

Das trotzkistische Netzwerk marx21 verlangte in einer eigenen FAQ die Abschaffung und „Zerstörung“ des zionistischen israelischen Staates. Es verortet sich selbst innerhalb der Linkspartei. Die Seite „FAQ“ ist inzwischen nicht mehr erreichbar. Im Webarchiv ist sie noch aufrufbar.

Auf Facebook und Instagram lässt sich nachlesen, wie die Genossen ihre politische Linie verbreiten.

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SDS Bochum: Der Hauptfeind ist das eigene Denkvermögen

Panzergrenadiere des Panzergrenadierbataillons 112 (Foto: Peter Ansmann)
Bundeswehrübung, Symbolbild (Foto: Peter Ansmann – Panzergrenadiere in der Bayerwaldkaserne)

Der SDS Bochum hat die Weltlage abschließend geklärt: Der Feind sitzt zu Hause. Die sozialistische Hochschulgruppe der Ruhr-Universität Bochum wirbt gemeinsam mit der Berliner Palästina-LAG gegen eine Bundeswehrübung und liefert Karl Liebknecht samt rotem Dreieck hinterher.

Andere studieren, um etwas herauszufinden. Hier steht das Ergebnis schon vor dem ersten Seminar fest.

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Mirze Edis (Die Linke): Für die Mieter gibt’s Schadenfreude. Für ihn Diäten.

Mirze Edis, 2021 (Foto: Peter Ansmann)
Mirze Edis, 2021 (Foto: Peter Ansmann)

Der Duisburger Bundestagsabgeordnete Mirze Edis (Die Linke) hat einen Erfolg zu vermelden. Keine gerettete Fabrik, keine billigere Wohnung. Aber: Der Kurs der Vonovia-Aktie fällt.

„Die Kapitalisten kriegen Angst. Das heißt, wir machen etwas richtig!“, verkündet er auf Facebook und Instagram. Der größte Arbeiterführer im Universum – wo gibt – hat die Börse entdeckt.

Für Mieter ist diese Erfolgsmeldung natürlich eine erhebliche Entlastung. Nicht finanziell. Aber wer die nächste Mieterhöhung öffnet, kann sich wenigstens vorstellen, wie mies gelaunt ein Vonovia-Aktionär gerade ist. Solidarität heißt offenbar: Die Wohnung bleibt teuer, aber die Schadenfreude ist kostenlos.

Der Abgeordnete ist erfreulich anspruchslos: Andere müssen die Lage ihrer Wähler verbessern.

Ihm reicht schon die schlechte Laune der Aktionäre. So viel Bescheidenheit muss man sich als Wähler erst einmal leisten können.

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Die Linke Berlin: Die Genossen machen Probleme. Schuld ist die Kritik.

Satirische Karikatur: Ferat Koçak mit schwarzer Mütze und rot gefärbter Bartspitze sitzt rechts unter einem Solidaritätsschirm. Fiktive Linke-Genossen rollen eine rote Linie beiseite.
Die roten Linien sind transportabel, die Solidarität steht. (KI-Karikatur: Ruhrbarone / OpenAI; Ferat Koçak rechts als Karikatur; übrige Figuren, Szene und Sprechblase sind fiktiv. Koçak-Fotovorlage: PIC-ONE/Stefan Müller, Wikimedia Commons, CC BY 2.0; KI-bearbeitet.)

Die Berliner Linke will regieren. Ihre Palästina-LAG kümmert sich derweil um die Rückendeckung für Hannah Bruns und Ferat Koçak. Zwei neue Instagram-Beiträge vom 22. September 2026 zeigen, wie Arbeitsteilung in dieser Partei funktioniert:

Die Spitze sucht Vertrauen, die eigenen Gliederungen erklären, warum die Kritik an den Genossen das eigentliche Problem ist.

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Die Linke will ins Rote Rathaus. Ihre Palästina-LAG bevorzugt betreutes Regieren.

Instagram-Beitrag von Justus Dirks und der LAG Palästinasolidarität Berlin zum Wahlsieg der Linken
Justus Dirks und die LAG Palästinasolidarität Berlin fragen nach dem Wahlsieg, wie unabhängig die Palästina-Solidarität unter Regierungsverantwortung bleiben könne. (Screenshot: Instagram)

Die Linke hat Berlin gewonnen. Nun droht ihr das Schlimmste: Verantwortung. Ihre Palästina-LAG fragt deshalb vorsorglich, wie unabhängig man vom eigenen Wahlsieger bleiben kann – und ob SPD und Grüne politischen Druck ausüben.

Das klingt weniger nach Koalitionsverhandlungen als nach einer Dienstaufsichtsbeschwerde, die schon vor Dienstantritt fertig ist.

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Die Linke gewinnt Berlin: Regieren würde jetzt nur die Haltung versauen

Breiter Ausschnitt aus dem Instagram-Ergebnispost der Linken Neukölln: drei gewonnene Wahlkreise und vier Abgeordnete im Abgeordnetenhaus.
Der Neuköllner Bezirksverband der Berliner Linkspartei feiert drei Direktmandate und vier Abgeordnete. (Screenshot, Ausschnitt: Instagram / dielinke.neukoelln, 21. September 2026)

Die Linke hat Berlin gewonnen. Teile ihres politischen Nachwuchses feiern das Ergebnis mit einer bemerkenswerten Forderung: Opposition.

Andere nehmen den eigenen Fraktionsvorsitzenden ins Visier. Und in Neukölln wird der Wahlerfolg bereits als Sieg über „Hetze“ präsentiert. Vier Beobachtungen vom Wahlabend und dem Tag danach.

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Heute wählt Berlin: Die Palästina-LAG setzt auf Druck gegen „ranghohe Kader“ der Linkspartei

Karikatur: Der Wahlkampfwagen der Linken Berlin wird in unterschiedliche Richtungen gelenkt. Eine fiktive Figur ruft: Alles auf Linie!
„Alles auf Linie!“ (Illustration zum Berliner Wahlkampf der Linken. KI-generiert mit OpenAI nach einer Textvorgabe der Ruhrbarone; ohne fotografische Vorlage. Die Figuren sind fiktiv.)

Kurz vor der heutigen Berlin-Wahl am 20. September 2026 hat die LAG Palästinasolidarität der Partei Die Linke Berlin ihre Prioritäten noch einmal sehr ordentlich sortiert. Sie empfiehlt fünf Kandidatinnen, mit denen sie nach eigenen Angaben gemeinsam in der Palästina-Solidaritätsbewegung aktiv ist.

Kritische Berichterstattung erklärt sie zum Versuch „des Systems“, Stimmen zum Schweigen zu bringen. Und auf demselben Instagram-Profil steht ein Aufruf des Vereinigten Palästinensischen Nationalkomitees. Der Berliner Verfassungsschutz zählt das VPNK zu den prägenden Akteuren der verfassungsschutzrelevanten anti-israelischen Szene.

Der Wahlkampf endete also, wie er in den vergangenen Wochen gelaufen war: Die Berliner Parteispitze wirbt um das Rote Rathaus. Ein Teil der eigenen Partei liefert parallel das Material für die nächste Distanzierung.

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Die Linke Berlin: Spitzel-Vorwürfe gegen die WELT, neue Sticker und der Kampf um die Macht

„Springer setzt Spitzel-Methoden im Berliner Wahlkampf ein“. Screenshot des gemeinsamen Instagram-Beitrags mit der LAG Palästinasolidarität Berlin vom 16. September 2026. (Screenshot: Instagram)

Das Beziehungsgeflecht der Berliner Linkspartei erinnert inzwischen an Game of Thrones. Dabei geht es nicht nur um die richtige Kommunikation, sondern um politische Positionen und die Frage, wo die Partei Grenzen zieht. Beim Umgang mit Israel und Antisemitismusvorwürfen verlaufen die Konfliktlinien mitten durch die eigenen Reihen.

Auslöser des aktuellen Streits war der Auftritt des Rappers Dahabflex bei einer Wahlkampfveranstaltung in Neukölln. Dort fielen die Parolen „Yalla Yalla Intifada“ und „Death to the IDF“. Spitzenkandidatin Elif Eralp verurteilte den Auftritt und forderte Konsequenzen. Aus dem Neuköllner Bezirksverband und der Landesarbeitsgemeinschaft Palästinasolidarität kam dagegen Unterstützung für den Rapper.

Inzwischen erhebt die LAG auch Vorwürfe gegen den Springer-Verlag und verwechselt dabei „Spitzelmethoden“ mit Recherche: Man muss schließlich von Hamas-Nähe und der Teilnahme eines radikalen Aktivisten, der aus der Linkspartei ausgeschlossen wurde, an einer Veranstaltung der LAG „Palästinasolidarität“ ablenken.

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Die Linke NRW: Für den Ernstfall schon mal dagegen

Bundeswehr-Karrieretruck mit dem Spruch: Wir kämpfen auch dafür, dass du gegen uns sein kannst.
„Wir kämpfen auch dafür, dass du gegen uns sein kannst.“ – Karrieretruck der Bundeswehr beim Tag der offenen Türe in der Bayerwaldkaserne in Regen am 12. Juli 2025. (Foto: Peter Ansmann)

Krankenhäuser auf einen Krieg vorbereiten? Bunker bauen? Gemeinsam mit der Bundeswehr üben? Die Linke in NRW hat dazu vor ihrem Parteitag in Mülheim einiges geschrieben. Wer im Ernstfall Hilfe braucht, wird von diesem Programmentwurf allerdings nur begrenzt profitieren.

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Die Linke Berlin: Elif Eralp entdeckt die Müllabfuhr

Elif Eralp bei einer Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses
Elif Eralp bei einer Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses. Foto: Sandro Halank / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (Hintergrund seitlich KI-gestützt erweitert; Format angepasst)

Elif Eralp will Berlin verändern. Zum Auftakt verspricht die Spitzenkandidatin der Linken unter anderem einen kostenlosen Sperrmülltag.

Die Berliner Stadtreinigung dürfte erleichtert sein: Was sie längst anbietet, hat jetzt auch eine Bürgermeisterkandidatin entdeckt. Beim politischen Hintergrund ihrer Gesprächspartnerinnen wäre dieser Entdeckerdrang ebenfalls angebracht. Am besten vor dem gemeinsamen Wahlkampfvideo.

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