Traurige Corona-Bilanz: 81.158- Ein ganzes Westfalenstadion voller Toter

Das Stadion in Dortmund. Foto: Robin Patzwaldt

Laut der offiziellen Zahlen des RKI betrug die Anzahl der an oder mit Corona verstorbenen Personen am gestrigen 23. April exakt 81.158. Seit vielen Wochen und Monaten wird darüber diskutiert, ob die Pandemie denn wirklich so harte Maßnahmen erforderlich macht, wie wir sie alle gemeinsam seit dem vergangenen Frühjahr in unterschiedlichen Intensitätsstufen durchlaufen müssen.

Gerade in diesen Stunden ärgern sich viele über die abermaligen Verschärfungen der Bundesregierung. Auch ich mag diese Einschränkungen nicht, selbst wenn ich in der glücklichen Lage bin als Single, ohne Kinder, mit Garten und seit jeher einem Homeoffice-Job davon nicht in dem Maße betroffen zu sein, wie manch ein anderer unserer Leser hier.

Und doch klingelte mir in Anbetracht der Zahl 81.158 das Ohr. Denn diese Zahl, sie bedeutet mir etwas.

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Mit der Trennung von Thomas Tuchel geriet der BVB auf die schiefe Bahn

Ex-BVB-Trainer Thomas Tuchel. Foto: Robin Patzwaldt

Auch wenn die Probleme in Dortmund rund um den BVB mit denen beim ungeliebten Nachbarn aus Gelsenkirchen nicht ansatzweise zu vergleichen sind, liefern doch auch die Schwarzgelben in dieser Saison deutlich mehr Negativschlagzeilen als Anhänger und Verantwortliche vor Saisonbeginn 2020/21 auch nur ansatzweise erwartet hätten.

Nach der 1:2-Heimniederlage vom Samstag gegen Eintracht Frankfurt, der zehnten (!!!) Ligapleite der laufenden Saison, dürften auch die letzten Hoffnungen auf eine erneute Champions-League-Teilnahme im kommenden Herbst in Dortmund erloschen sein. Für den BVB eine sportliche und wirtschaftliche Katastrophe. Der Mannschaft droht im Sommer ein Auseinanderfallen, dem Klub auf längere Sicht der Verlust des Status als Nummer zwei im Lande. Wie konnte das passieren?

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Man könnte es Erling Haaland nicht verübeln, wenn er vom BVB zu den Bayern wechseln würde

Erling Haaland in Dortmund. Archiv-Foto: BVB

Was würde der BVB nur ohne seinen Top-Torjäger Erling Haaland machen? Am Samstag sorgte der junge Norweger in den ersten zehn Minuten des Spiels beim FC Bayern München mit zwei Treffern für eine überraschende 2:0-Führung von Borussia Dortmund beim Rekordmeister von der Isar.

Mit seinem Doppelpack in München erhöhte Haaland seine Tor-Ausbeute in dieser Bundesliga-Saison auf 19. Und das im 19. Einsatz. Insgesamt steht der 20-Jährige nun bei 32 Toren in 34 Bundesliga-Einsätzen für die Borussia.

Kein Wunder also, dass es immer wieder Gerüchte über einen möglichen Abgang des Stürmers gibt. Selbst im Vorfeld des Top-Spiels am Samstag machten Meldungen über einen angedachten Wechsel zu den Bayern die Runde. Einen unpassenderen Zeitpunkt dafür gibt es wohl nicht.

Trotzdem können diese Spekulationen nicht einfach als substanzlos vom Tisch gewischt werden, wie sie es in Dortmund wohl gerne täten. Denn Haaland wäre sicherlich grundsätzlich nicht schlecht beraten, den BVB in absehbarer Zeit vor Ablauf seines laufenden Vertrages zu verlassen. Er ist einfach zu gut für diese Mannschaft! Will er Titel in Serie gewinnen, wozu er sicherlich die Klasse hat, wäre er in München sicherlich besser aufgehoben.

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Marco Rose steht schon vor dem Spiel als Verlierer des Borussen-Duells im DFB-Pokal fest

Marco Rose. Quelle: Wikipedia, Foto: Werner100359, Lizenz: CC BY-SA 4.0

Da hat er sich ja echt in eine blöde Situation manövriert! Vor dem Duell im DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund am Dienstagabend steht Gladbach-Trainer Marco Rose bereits als Verlierer des Spiels fest.

Und dabei ist es auch völlig egal was in dem mit Spannung erwarteten Borussen-Duell vor Millionen von TV-Zuschauern passiert. Ganz egal welches Team sich am Ende durchsetzt, Roses Reputation und Stimmung wird es nicht gut bekommen.

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Mit Sebastian Kehl als Nachfolger von Michael Zorc zementiert der BVB nur seine Verfolgerrolle!

Sebastian Kehl. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Das Fachblatt ‚Kicker‘ meldet, dass Sebastian Kehl auserkoren wurde, im Sommer 2022 der Nachfolger des dann scheidenden Managers Michael Zorc beim BVB zu werden. Bislang ist der 41-Jährige als Lizenzspielleiter für alle Belange rund um die Profi-Mannschaft zuständig.

Zwar seien die Verträge noch nicht unterzeichnet, doch sei die Entscheidung per Handschlag intern seit ein paar Tagen bereits besiegelt. Damit schaffen die Schwarzgelben Klarheit in Bezug auf diese wichtige Position im Klub.

Zuletzt war auch über die Rückkehr von Sven Mislintat nach Dortmund spekuliert worden. Der ehemalige Chefscout des BVB ist derzeit beim VfB Stuttgart tätig. Diese Diskussionen scheinen damit überraschend früh vom Tisch zu sein. Aber ist die offenbar getroffene Entscheidung für Kehl auch die Richtige? Zweifel daran bleiben.

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Wäre es für den BVB nicht besser, wenn Aki Watzke sich schnellstmöglich verabschieden würde?

Hans-Joachim Watzke vom BVB. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Beim BVB mag es in dieser Saison 2020/21 sportlich bisher nicht so recht laufen. Nach der Trennung von Trainer Lucien Favre Ende 2020, spielen die Dortmunder auch in 2021 unter Nachfolger Edin Terzic bisher sehr wankelmütig. Klassespiele werden häufig von bitteren Rückschlägen begleitet.

Aktuell liegt das Team, das eigentlich um den Titel mitspielen wollte, in der Bundesliga nur auf Rang sechs und muss um die Qualifikation für die kommende Champions League-Saison bangen.

Die Stimmung im Klub ist demensprechend nervös. Daran konnte auch der souveräne 4:0-Sieg beim Erzrivalen Schalke 04 am vergangenen Wochenende nichts ändern. Hinzu kommt noch, dass der Verein auch durch die Corona-Pandemie, wie alle anderen Profiklubs auch, in Schieflage zu geraten droht. Ohne die sonst üblichen Zuschauereinnahmen und mit schrumpfenden Gewinnen auch in anderen Geschäftsfeldern ist die Lage hier aktuell ebenfalls angespannt.

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Wenn selbst ein hoher Derbysieg des BVB gegen Schalke keinen wirklichen Spaß mehr macht

War das am Samstag das vorerst letzte Revierderby auf Schalke? Foto: Michael Kamps

‚Mein‘ BVB hat das Revierderby gegen die Schalker am gestrigen Samstag also mit 4:0 gewonnen. Ich muss zugeben, damit hätte ich nicht gerechnet. Trotzdem bin ich jetzt etwas wehmütig am Morgen danach. Eigentlich müsste ich mich jetzt riesig freuen. Zumindest war das früher immer so, wenn Dortmund sich gegen Gelsenkirchen durchgesetzt hat.

Heute ist das irgendwie völlig anders. Es ist schade, dass die Entwicklung im Fußball aktuell so ist, wie sie ist. Das hat sogar Einfluss auf die Seite der ansonsten immer extrem strahlenden Derbysieger, wie ich in diesen Stunden etwas betrübt feststellen muss.

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WDR-Lokalzeit-Reporterin Nicole Werner: „Themen gibt es nach wie vor genug!“

Nicole Werner bei der Arbeit. Foto(s): privat

Nicole Werner arbeitet als Reporterin für die WDR Lokalzeit in Dortmund. Bereits im vergangenen Frühjahr hatte unser Autor Robin Patzwaldt mit der Journalistin ein Interview über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf ihre Arbeit und ihre Familie geführt.

Seitdem ist in diesem Lande und der Region viel passiert. Nach einigen Monaten der Lockerungen über den vergangenen Sommer, sind die coronabedingten Einschränkungen zuletzt wieder deutlich spürbarer gewesen. Zudem hat sich auch die Stimmungslage bei den Leuten vor Ort überdie Monate gewandelt.

Gründe genug für unseren Autor nach rund zehn Monaten noch einmal den Kontakt zu Nicole Werner, die zusammen mit ihrem ebenfalls für den WDR arbeitenden Mann Rolf und ihrem kleinen Sohn in Waltrop lebt, aufzunehmen und sich über die aktuelle Lage auszutauschen.

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Der BVB gefährdet gerade die erfolgreiche Aufbauarbeit der vergangenen Jahre

BVB-Boss Aki Watzke Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Der äußerst ambitioniert in die Bundesliga-Saison 2020/1 gestartete BVB kassierte am Samstag beim 1:2 gegen den SC Freiburg bereits seine achte Saisonniederlage im 20. Spiel. Mit 32 Punkten liegen die Dortmunder aktuell nur auf Rang sechs in der Tabelle. Der Rückstand auf die Plätze, die nach Saisonende für die Qualifikation für die UEFA Champions League ausreichen würden, beträgt damit je nach Ausgang der verbleibenden Begegnungen an diesem Sonntag schon drei bzw. vier Punkte.

Schlimmer noch als der gerade entstehende Punkterückstand auf die Top-Klubs in der Tabelle, trifft den Verein aber wohl die miese Stimmung, die aktuell im Umfeld herrscht.

Der BVB war ursprünglich im September angetreten um einmal mehr die Bayern zu jagen und fristet nun ein unbefriedigendes Dasein im Mittelfeld der Liga. Das kann, das darf nicht der Anspruch des von Klub-Boss Aki Watzke angestrebten ‚zweiten Leuchtturms‘ neben dem FC Bayern München im deutschen Fußball sein.

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Großkreutz beendet Profikarriere: Manchmal habe ich mich für dich echt geschämt, Kevin!

Wohin führt der Weg des Kevin Großkreutz? Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Ach, Kevin, was hätte das für eine geile Karriere werden können! Du hattest alle Möglichkeiten beim BVB zu einer Legende zu werden.  So eine, wie es sie in Dortmund aus über 110 Jahren Klubgeschichte bisher nur ganz wenige gibt.

Dein Karriereauftakt, er verlief wie ein Märchen. Als begeisterter Fan auf der Südtribüne gestartet, zum aufstrebenden, jungen Spieler beim Zweitligisten im benachbarten Ahlen, dann unter Jürgen Klopp schier unverzichtbare Stammkraft in der ersten Elf bei Borussia Dortmund. Titel als deutscher Meister (2011, 2012), Pokalsieger (2012) und Champions League-Finalist (2013) sammeltest du quasi nebenbei mit ein. Als Krönung dieser spektakulären Entwicklung warst du sogar Mitglied im Kader der Weltmeister-Elf des DFB beim Titelgewinn im Jahre 2014 in Brasilien. Eine traumhafte Entwicklung, wie sie nur selten mitzuverfolgen ist!

Wir BVB-Anhänger konnten uns damals alle voll und ganz mit dir identifizieren. Du warst einer unserer absoluten Lieblinge, da du uns allen so nahbar, so ‚normal‘ erschienst. Viele von uns trugen Trikots mit denem Namen auf dem Rücken, wenn sie ins Stadion pilgerten. Du hast vielen Fußballfreunden wiederholt aus der Seele gesprochen, wenn du deine Abneigung gegenüber dem FC Schalke 04 in ein paar flapsigen Sprüchen öffentlich kundgetan hast. Es waren herrliche Zeiten. Und dann? Ja, was ist eigentlich dann mit dir passiert?

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