NAZA in Duisburg: Was war eigentlich am 10. November?

Stolperstein für Ludwig Windmann am Duisburger Sonnenwall.
Der Stolperstein für Ludwig Windmann am Duisburger Sonnenwall. (Foto: Harald Malte Schwarz / Wikimedia Commons, CC0 1.0.)

Das Duisburger Filmforum streicht „NAZA“ am 9. November. Am 8. und 10. November bleibt der Film im Programm – ohne Einführung oder moderiertes Gespräch.

Die Jüdische Gemeinde der Nachbarstadt Düsseldorf fordert, unabhängig von der Vorführung in Duisburg, eine kritische Einordnung des Films. Der aktuelle Spielplan nennt Sonntag (8. November 2026) um 20.15 Uhr und Dienstag um 20.30 (10. November 2026) Uhr als Aufführungstermine.

Auch der 10. November gehört zur Duisburger Pogromgeschichte. Daran erinnert am Sonnenwall in Duisburg der Stolperstein für Ludwig Windmann.

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Die Linke und Mirze Edis verbreiten Liebe. Für Widerspruch gelten andere Regeln.

Mirze Edis bei einem Auftritt in Duisburg
Mirze Edis, 2021 (Foto: Peter Ansmann)

Mirze Edis hat ein großes Herz. Die Zuständigkeit wird politisch geprüft.

„Andere verbreiten Hass und Hetze, wir die Liebe“, verkündet der Duisburger Bundestagsabgeordnete der Linken auf Instagram.

Die Gebrauchsanweisung findet sich unter seinem Solidaritätspost für Elif Eralp.

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Die Linke Hamburg zeigte NAZA: Bestätigung ist auch ein Bildungsangebot.

Das 3001-Kino im Hof der ehemaligen Montblanc-Fabrik in Hamburg
3001-Kino in Hamburg (Foto: Pauli-Pirat / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0)

Der Eintritt ist frei. Das Urteil gibt es dazu. Die Hamburger Linke lud zu NAZA und präsentierte die Vorwürfe des Films als dokumentierte Wirklichkeit. Fragen waren für danach vorgesehen. Konkrete Einwände kamen in der Einladung nicht vor. Ein komfortables Angebot für alle, die ihre Gewissheiten gern bestätigt sehen.

Für den 2. November kündigte die LAG Völkerrecht eine kostenlose Sondervorstellung im Hamburger 3001-Kino an. Danach: Expertengespräch und Publikumsfragen mit Gerd Hankel, Jan Wilkens und Riad Othman. Anmeldung erforderlich, Awareness-Ansprechperson inklusive. Auch das Kino führte den Abend im Programm.

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Filmforum Duisburg: NAZA zur Reichspogromnacht – die Einordnung hat spielfrei

Das Filmforum am Dellplatz in Duisburg
Das Filmforum am Dellplatz in Duisburg, 2018 (Foto: Peter Ansmann)

Geschichtsbewusstsein gehört zum Anspruch eines kommunalen Kinos. Ob es auch für den Spielplan zuständig ist, wäre beim Duisburger Filmforum noch zu klären. Am 9. November zeigt das städtische Haus den umstrittenen Dokumentarfilm NAZA über Israels Kriegsführung gegen die islamistischen Terrorgruppen in Gaza.

Der Zuschuss für das Kino steht im Haushalt, die Begeisterung im Programmtext. Eine erkennbare Auseinandersetzung mit der besonderen Zumutung dieses Datums müsste noch hinzukommen.

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„Islamo-Gauchismus“: Hannah Bruns hat gesprochen. Die Partei möge gehorchen.

Hannah Bruns im Interview bei 99 ZU EINS.
Hannah Bruns bei 99 ZU EINS, Archivaufnahme. (Screenshot: YouTube)

Die Berliner Linke hat aktuell noch genug mit ihren eigenen Konflikten ( Die Linke in Berlin-Neukölln plant den Koalitionsbruch. Die Koalition fehlt noch.) zu tun. Hannah Bruns liefert ihr am Morgen des Landesparteitags einen zusätzlichen Arbeitsauftrag: Die Partei soll eine von ihr als rassistisch bezeichnete Kampagne bekämpfen. Die Berliner Palästina-LAG und die Bundesarbeitsgemeinschaft Palästinasolidarität veröffentlichen die Forderung gleich mit.

Rückendeckung lässt sich offenbar schneller organisieren als eine politische Klärung.

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Das Spiel der Berliner Linkspartei mit dem Feuer

 

Elif Eralp. Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Elif Eralp. Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Interne Anmerkungen aus dem Büro der Berliner Linkspartei-Spitzenkandidatin Elif Eralp werfen Fragen über den Umgang der Partei mit israelfeindlichen Aktivisten und Hamas-Sympathisanten auf. Ein Blick in die Geschichte zeigt, wie Bündnisse zwischen linken Kräften und Islamisten in der Vergangenheit geendet sind: Die Islamisten schalteten ihre einstigen linken Verbündeten aus, sobald diese ihren politischen Zielen im Weg standen.

Gestern veröffentlichte der Spiegel eine Titelstory, in der es darum geht, dass das Büro der Spitzenkandidatin der Berliner Linkspartei, Elif Eralp, versehentlich eine Korrekturfassung eines Interviews an die Redaktion zurücksandte, in der interne Kommentare und Notizen enthalten waren, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren.

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Volker Beck: „Besser ein Ende mit Schrecken als eine Emde ohne Ende“

Volker Beck, fotografiert von Peter Ansmann.
Volker Beck findet für die Berliner Vertagung die treffendste Bezeichnung: Emde ohne Ende. (Archivfoto: Peter Ansmann)

Die Berliner Linke möchte eine Stadt regieren. Vorerst verwaltet sie die Frage, mit wem sie überhaupt zusammenarbeiten kann. Nach den Beratungen vom 27. Oktober 2026 sieht die Fraktionsspitze weiterhin keine gemeinsame Arbeitsgrundlage mit Vanessa „Vedi“ Emde. Die Entscheidung über ihren Verbleib bleibt offen. Für unhaltbare Zustände gibt es offenbar ausreichend Sitzgelegenheiten.

Volker Beck, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, kommentiert diese Berliner Hängepartie mit trockenem Spott.

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Die Linke Berlin: Reicht ein Bauernopfer?

Gideon Joffe spricht am 27. Oktober 2023 in Berlin vor zwei Mikrofonen.
Gideon Joffe bei einer Veranstaltung zum Hamas-Angriff in Berlin am 27. Oktober 2023. (Archivfoto: Mo Photography Berlin / Shutterstock)

Eine Abgeordnete raus, die Partei wieder regierungsfähig: So bequem könnte die Berliner Linke ihre Krise gern entsorgen. Gideon Joffe hält wenig davon. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin sieht in der Debatte über Vanessa Emde ein Ablenkungsmanöver.

Während über die Personalie beraten werden soll, bekämpfen Parteigruppen längst die Grundlage der Sondierungen.

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Die Linke Berlin: Für SPD und Grüne gibt es Zusagen. Für Emde Solidarität.

Geschäftsführender Landesvorstand der Berliner Linken mit Martha Kleedörfer und Elif Eralp beim Parteitag im Mai 2025.
Berliner Linke-Parteiführung im Mai 2025, darunter Martha Kleedörfer (5. von links) und Elif Eralp. (Archivfoto: Ferran Cornellà / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; Ausschnitt: PaulAsimov)

Die Berliner Linke hat für jeden das passende Angebot. SPD und Grüne bekommen Zusagen. Vanessa Emde bekommt Solidarität. Kurz vor der nächsten Beratung über die umstrittene Abgeordnete verbreiten die Palästina-Arbeitsgemeinschaften Rückendeckung von Landesvize Martha Kleedörfer.

Aus dem Pali-Flügel kommt eine weitere Nachricht: Die Aktivistin Nala meldet ihre Wahl zur Bundessprecherin. Die Führung sucht eine Regierungsmehrheit. Der Flügel baut seine Stellung aus.

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Die Linke zieht Grenzen. Luigi Pantisano erklärt die Ausnahmen.

Luigi Pantisano bei der Montagsdemonstration gegen Stuttgart 21 am 7. Oktober 2024.
Luigi Pantisano verspricht Grenzen gegen Antisemitismus. Im Fall Emde beginnt die Auslegung. (Archivfoto: Fyrtaarn / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0)

Gegen Antisemitismus hat die Linke klare Beschlüsse. Für den Umgang mit den eigenen Leuten offenbar einen größeren Auslegungsspielraum. Co-Parteichef Luigi Pantisano bekennt sich zu Israels Existenzrecht – und verteidigt zugleich Vanessa Emdes umstrittene Aussage, Staaten hätten keines. In Berlin soll die Fraktionsführung derweil klären, ob mit Emde noch zusammenzuarbeiten ist. Rückendeckung sieht anders aus.

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