Kristof Hahn, Sonntag, 14. Mai, 20.30 Uhr, Megastore, Dortmund
Der Ruhrpilot

NRW: Diese Wahlen sind ein Grund, stolz zu sein…Welt
NRW: Die Pleite am Rhein…FAZ
NRW: Brot und Planspiele…Tagesspiegel
NRW: Letzte Chance für Schulz…Südwest Presse
NRW: Hannelore Kraft setzt auf sich selbst…Tagesspiegel
NRW: „Kraft hat blutleeren Wahlkampf in NRW geführt“…DLF
Debatte: Putin führt Krieg gegen den Westen…NZZ
Debatte: Trugbild Tabaklobby…Novo Argumente
Bochum: Gründerszene präsentiert starke Ideen…WAZ
Bochum: Schauspielhaus setzt auch in der neuen Saison auf Vielfalt…WAZ
Dortmund: Nordstadt erinnert an Slums in der Dritten Welt…WAZ
Duisburg: Trinkerszene – Diakonie fordert Geld für Streetworker…WAZ
Essen: Am Wahlsonntag ist für Spannung gesorgt…WAZ
Das Konzert von Kiss in Dortmund
Die 1973 in New York gegründetet Hardrock-Band KISS, um Sänger Paul Stanley alias The Starchild, bringen zur Zeit ihre explosive „Greatest Show On Earth” Live-Show im Rahmen ihrer Europa-Tournee 2017 in die Arenen Deutschlands.
Gestern Abend spielten die legendären Rock ’n‘ Roll Giganten ihr erstes von vier Deutschlandkonzerten vor 12.000 Fans in der ausverkauften Dortmunder Westfalenhalle.
Dass sie nach ganzen 18 Jahren wieder dorthin zurückkehrten, wußte die Dortmunder gestern Abend sehr zu schätzen. Fans der ersten Stunden hatten ihre Kinder mitgebracht, die ihrerseits den noch nicht dem Kita-Alter entwachsene Nachwuchs auf den Schultern trugen, einige waren nach Vorbild ihrer Idole geschminkt.
Als mit etwas Verspätung gegen viertel nach neun vom Band Led Zeppelins „Rock and Roll“ als Intro ertönte und anschließend der schwarze Bühnenvorhang mit dem Band-Logo in den Graben fiel, brach die Hölle los in der Westfalenhalle.
Stroboskopblitze, Mitsing-Hymnen, Make-up und Feuerfontänen – Kiss-Konzerte sind ein immer wieder neu zusammengesetztes Mosaik aus Altbewährtem.
Dortmund durfte gestern Abend alles erleben.
Nach der Eröffnung mit dem Song „Deuce“ folgten mit „Shout It Out Loud“, „Lick It Up“ und wenig später „Lick It Up“ jede Menge Klassiker. Kiss trugen wie immer tonnenschwere glitzernde Kostüme am Körper, begaben sich unermüdlich auf meterhohen Plateauschuhen in Rocker-Posen, schwebten über dem Bühnenboden, Tommy Thayers schoss Feuerwerksraketen aus dem Gitarrenhals ab, es krachte, donnerte und blitzte, Bilder liefen über gigantische LED-Wände, und irgendwann spuckt Kiss-Gründer Gene Simmons zu dem markerschütternden „God of Thunder“ wieder Kunstblut und inszeniert seine Gruselshow, alles wie in den letzten Jahrzehnten zuvor auch.
Die Frage, die man sich bei Kiss-Konzerten somit stellen muss, ist nicht, was kommt – sondern lediglich, wann es kommt.
Und es ist grade diese Verlässlichkeit, die ihre enorme Anziehungskraft ausmacht. Fans wollen lieber das Bekannte hören und sehen, wo jeder mitsingen kann, in Nostalgie schwelgen, sich von den vier Horror-Showmastern zurück in ihre Jugend katapultieren lassen.
Die vier Musiker faszinieren aber auch erfolgreich generationsübergreifend und haben sich durch ihre legendären Bühnenoutfits quasi unsterblich gemacht. Ihre Shows, über die Jahre lediglich nur minimal verändert, sind zu einem Synonym für wahre Rock-Konzerte geworden. „You wanted the best, you got the best“. Hier sind die Fotos:
Kiss stehen außerdem noch in Stuttgart (13.5.), München (18.5.) und Frankfurt (23.5.) auf der Bühne.
Setlist
Rock and Roll, (Led Zeppelin cover), Deuce, Shout It Out Loud, Lick It Up, I Love It Loud, Firehouse, Shock Me, Guitar Solo, Flaming Youth, Bass Solo, God of Thunder, Crazy Crazy Nights, War Machine, Say Yeah, Psycho Circus, Black Diamond, Rock and Roll All Nite, Encore:, I Was Made for Lovin‘ You, Detroit Rock City
Veranstalter: Handwerker Promotion
Mama wählt nicht
Auf Mamas Handgelenk ist ein blauer Davidstern tätowiert. Es war ein betrunkenes Tattoo, von einer Freundin gestochen. Kugelschreiber-Mine, Betäubungsmittel. Aber es ist da.
Als ich sechs Jahre alt war, habe ich sie gefragt, warum. Und sie hat gesagt: „Wenn sowas nochmal passiert, sollen sie mich direkt umbringen.“
Ich weiß nicht, ob Mama am Sonntag in NRW zur Wahl geht. Sie hat kein Geld, das sie verteidigen oder vermehren möchte, keinen Job, den sie behalten will. Sie hat keine Angst vor Flüchtlingen, weil sie nichts an sie zu verlieren hat. In den Sozialwohnungsplattenbauten, zwischen rauchvergilbten Vorhängen und Kindern, die einmal im Jahr in Armutsberichten bemitleidet werden, ist genug Platz.

Mit sieben Jahren bin ich mit Mama auf dem Rad zum Einkaufen gefahren. In einer Unterführung stand eine Gruppe Skinheads mit Sprühdosen. „Scheißnazis“ hat Mama gesagt und ich habe laut nachgefragt: „Was sind Nazis?!“ Sie hat „Pssst“ gesagt und erst erklärt, als wir außer Hörweite waren: „Arschlöcher.“
Mama würde niemals auf die AfD reinfallen, niemals Nazis wählen. Aber ich lese Nachrichten und Parteiprogramme und Hannelore-Reden und Schulz-Pamphlete und frage mich: Was soll sie denn wählen?
Mit 16 habe ich an Sozialdemokratie geglaubt. Daran, dass nur alle einsehen müssten, was richtig ist. SPD wählen oder grün und dann wird alles gut. Grünwählen hieß Gerechtigkeit, konservativ hieß gemeine, alte, reiche Menschen. Dieser kindlich-naive Glaube an Demokratie. Ich verstehe bis heute nicht, woher er kam.
NRW: Die Dummheit der Ökodeutschen

Es ist Wahlkampfzeit in Nordrhein-Westfalen, die Parteien werben um die Stimmen der Wähler. Auch die Grünen sind dabei. Ihre Plakate bestehen aus drei Elementen: Einem Bildmotiv und zwei Inhaltselementen:

Eines dieser Plakate widmet sich dem Thema Heimat. Ok, damit kann ich nicht viel anfangen. Heimat – das Wort benutze ich eigentlich nie. Ich fühle mich da Zuhause, wo Menschen sind, die ich mag. Wo das ist, ist mir relativ gleich. Den Ökodeutschen offenbar nicht. Auf einem Plakatmotiv setzen sie Arminius mit dem Begriff Heimat gleich. Arminius, auch bekannt als „Hermann“, war ein römische Offizier germanischer Herkunft, unter dessen Führung ein
UCI will Impftrollfilm „Vaxxed“ zeigen

Das ein schwurbeliger Film in Österreich in die Kinos kommt, wäre, im Kern, für uns als Ruhrgebietsblog eigentlich kein Thema. Wie die Kollegen von VICE allerdings berichten, ist es nicht irgendein Kino in Österreich, das seine Leinwand für solch einen gefährlichen Humbug zur Verfügung stellt, sondern es handelt sich um das UCI-Kino in der Millenium City in Wien. UCI betreibt in Deutschland und Österreich viele Megaplexe und formal sind die Firmenstandorte, Deutschland und Österreich, getrennt. Für Deutschland gilt jedoch, dass der Firmenstandort Bochum ist und damit sind wir als Ruhrgebietsblog wieder im Geschäft.
Nur um es noch einmal klarzustellen, die im Film „Vaxxed“ gezogenen Zusammenhänge zwischen Impfungen und Autismus entbehren jeder wissenschaftlichen Grundlage und sind reine Panikmache.
Radical Radio
Radical Radio, Samstag, 13. Mai, 20.00 Uhr, AK47, Düsseldorf
Der Ruhrpilot

NRW: CDU liegt in zwei Umfragen vor der SPD…FAZ
NRW: Das große Zittern der Grünen…Handelsblatt
NRW: Das Misserfolgsrezept der Grünen…DLF
NRW: Linke gibt sich kämpferisch…Süddeutsche
NRW: Die AfD versucht sich als Arbeiterpartei...WiWo
NRW: Multiple Zerwürfnisse…FAZ
NRW: Das letzte Gefecht ums Schweizer Bankgeheimnis…NZZ
Debatte: Was tun mit den 55 Milliarden…Cicero
Debatte: Einnehmender Staat…FAZ
Debatte: Umsonst gefördert…FAZ
Debatte: Du sollst nicht Burka!…Jüdische Allgemeine
Debatte: SPD, Grüne und Linke sitzen in der Steuerfalle…Welt
Debatte: „Ein Journalist sollte nicht verhaftet sein“…Welt
Ruhrgebiet: Industrieregion soll Welterbe werden…WAZ
Ruhrgebiet: Interview mit Anselm Weber…Coolibri
Ruhrgebiet: Thyssen-Krupp-Stahlchef: „Sparen und investieren“…WAZ
Bochum: Zahlreiche Bochumer verärgert über verspätete Wahlunterlagen…WAZ
Dortmund: Beweislage gegen Sergej W. ist nun „erdrückend“…Welt
Duisburg: Keine Klagen gegen A-40 Brückenneubau…WAZ
Essen: Heftiges Gezerre an der Universität um Gebetsraum…WAZ
NRW-Landtagswahl: 31:30 – CDU überholt SPD

Drei Tage vor der Landtagswahl hat die CDU die SPD in der Wählergunst überholt. Nach einer aktuellen, repräsentativen Umfrage für SAT.1 NRW zur Landtagswahl in NRW würde die CDU derzeit 31 Prozent erreichen. Für die SPD ermittelte das Meinungsforschungsinstitut YouGov einen Wert von 30 Prozent. Im Vergleich zur letzten YouGov-Umfrage vor gut zwei Wochen verliert die SPD damit 6 Prozentpunkte, die CDU kann 4 Prozentpunkte zulegen.
Auch bei den kleineren Parteien geht es eng zu. Die FDP gewinnt 2 Prozentpunkte und erreicht nun ebenso wie die AfD 9 Prozent (-2 Prozentpunkte). Die Linke kommt unverändert auf 8
Heute: #FreeDeniz — Journalismus ist kein Verbrechen: Diskussion im Hopla in Köln

Noch immer sitzt der Türkei-Korrespondent der Welt und Jungle-World Mitherausgeber Deniz Yücel in der Türkei in Untersuchungshaft. Nach dem, was in der Türkei Recht genannt wird, kann die Untersuchungshaft noch fünf Jahre dauern. Ihm werden „Propaganda für eine terroristische Vereinigung und Aufwiegelung der Bevölkerung“ vorgeworfen. Deniz Yücel ist nicht der einzige Journalist, der zur Zeit in der Türkei in Haft ist: Nach dem Putschversuch im vergangenen Sommer wurden weit über 100 Journalisten verhaftet und rund 150 Medien geschlossen. Auf der Rangliste der Pressefreiheit steht die Türkei auf Platz 155 von 180.
Über die Lage von Deniz Yücel, aber auch über den Abbau von Freiheitsrechten in der Türkei wird es auf der Diskussionsveranstaltung der Initiative „#FreeDeniz“ mit dem Titel „Journalismus ist kein Verbrechen“ gehen, die heute im Hopla in Köln-Kalk stattfindet. Der Kölner Anwalt und Menschenrechtler Ilias Uyar wird dann mit Stefan Laurin über die aktuelle Lage in der Türkei und den Fall Deniz Yücel reden.
#FreeDeniz — Journalismus ist kein Verbrechen. 11. Mai, 19.30 Uhr, Hopla, Steprathstraße 26, 51103 Köln-Kalk
























