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Dortmund: Der ‚Rombergpark‘ lohnt einen Besuch

Im Rombergpark in Dortmund. Foto(s): Robin Patzwaldt

Im Rombergpark in Dortmund. Foto(s): Robin Patzwaldt

Auch wenn man sich in einer Großstadt einigermaßen auszukennen glaubt, entdeckt man doch im Laufe des eigenen Lebens immer noch neue Sehenswürdigkeiten für sich, bei welchen man sich dann anschließend sofort fragt, wie einem dieses ‚Highlight‘ eigentlich so lange völlig unbemerkt ‚durchschlüpfen‘ konnte. Ähnlich erging es mir am gestrigen Sonntag, als ich, obwohl inzwischen schon ein Stück weit über 40 Jahre alt, und fast ununterbrochen hier in der Region wohnend, den Dortmunder Rombergpark für mich ganz persönlich frisch entdeckt habe.
Schon während meines Aufenthalts im Dortmunder Süden musste ich mich selber gleich mehrfach fragen: ‚Wie konnte Dir dieses so besonders schöne Stück Dortmund bisher so komplett durchgehen?‘ Und weil ich eben so angetan war von meinem rund dreistündigen Sonntagsspaziergang gestern, möchte ich den Park hier im Blog heute auch einmal ganz kurz vorstellen.
Vielleicht regt der Beitrag dann ja auch den einen oder anderen Dortmunder auch noch an, sich mit seiner Heimat noch ein Stück intensiver auseinanderzusetzen, die Schönheit des Parks, in relativer Zentrumsnäher der östlichen Reviermetropole, nun auch für sich (neu) zu entdecken. Und der ‚Botanische Garten Rombergpark‘ ist zudem bei freiem Eintritt zu besichtigen, was in der heutigen Zeit ja längst auch keine Selbstverständlichkeit mehr ist.

 

 

Obwohl ich dem direkt benachbarten Dortmunder Zoo schon zeitlebens in jedem Jahr mindestens einen Besuch abstattete, habe ich den direkt dort angrenzenden Rombergpark bis gestern leider nur dem Namen nach gekannt. Dabei bietet der von der Stadt Dortmund unterhaltene, ca. 65 ha große Rombergpark im Süden Dortmunds viele botanische Besonderheiten.
Im östlichen Bereich des Parks entspringen an einem Berghang eisenhaltige Quellen. Auch im westlichen Bereich des Parks befindet sich im ‚Rombergsiepen‘ eine Quelle. Bei dieser, auch sichtbar stark eisenhaltig, handelt es sich aber um zu Tage tretendes Grubenwasser der Zeche Glückaufsegen. Die Quellen speisen die Schondelle, die den Rombergpark von Süden nach Norden durchfließt.Rombergpark 13 (600x451)

 
Zudem kann der Besucher sich über etliche im Laufe der Jahre dort angelegte sehr abwechslungsreiche Bereiche freuen. Manchmal erkennt man nach einer Weggabelung schon die Umgebung nicht mehr wieder, glaubt plötzlich in einer ganz anderen Landschaft zu stehen, so abwechslungsreich wurde die Landschaft dort gestaltet.
Neben einer alten Lindenallee findet der Spaziergänger dort u.a. einen Heilkräutergarten, eine Clematis-Sammlung, die weltweit größte künstliche Moor-Heide-Anlage, ein Lehrbienenstand des Kreisimkervereines, einen Skulpturenweg usw.. Rombergpark 7 (600x450)

 
Das Angebot im Rombergpark ist so reichhaltig, dass meine Zeit dort gestern gar nicht ausreichte um mir z.B. auch noch die drei großen Gewächshäuser anzuschauen, welche über das ‚Cafe Orchidee‘ im Südwesten der Anlage erreichbar sind. Der Eintritt dort hätte dann erschwingliche 2 Euro (pro Erwachsenem) gekostet.
Aber ich werde demnächst ohnehin wiederkommen und mir die Einzelheiten des Parks noch viel näher anschauen. Alleine für einen ersten Überblick habe ich gestern rund drei Stunden benötigt. Ein wirklich tolles Angebot der Stadt Dortmund, wie ich feststellen durfte. Zudem gratis zugänglich. Und das bei einem wirklich reichhaltigen Angebot welches mit einem Besuch des Westfalenparks und des Zoos, welche beide allerdings nicht kostenlos zugänglich sind, durchaus mithalten kann.

 
Wer noch nicht dort war, der sollte nicht den gleichen Fehler wie ich machen, immer nur in den benachbarten Zoo gehen, sondern sich den Rombergpark auch ganz dringend mal näher anschauen. Noch laufen ja auch passenderweise die Sommerferien eine ganze Zeit lang… Ich kann einen Ausflug dorthin jedenfalls seit dem Wochenende jedermann hier nur ganz dringend ans Herz legen. Lohnt sich ganz bestimmt! Versprochen! 😉 🙂

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7 Kommentare zu “Dortmund: Der ‚Rombergpark‘ lohnt einen Besuch

  • #1
    Klaus Lohmann

    Schön, dass Dir der Rombergpark gefällt, Robin! Ich wurde in der direkten Nähe in Brünninghausen geboren und er lässt mich trotz nur noch sporadischer Besuche auch nach über 50 Jahren nicht los, ich empfehle ihn allen auswärtigen Gästen – egal bei welchem Wetter;-)

    Nur schade, dass es in den Orchideenhäusern schon länger kein Riesenterrarium mit jeder Menge Urwald-Getier mehr gibt, das waren Sonntags-Pflichtausflüge.

  • #2
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Klaus: Du weißt gar nicht, wie sehr ich mich am Sonntag geärgert habe, dass ich den Park erst jetzt wirklich (wieder-)entdeckt habe. Hat mich richtig wütend gemacht. Ich war als Kind mal dort, erinnere mich ganz dunkel, aber danach bin ich da immer nur achtlos vorbeigefahren auf dem Weg zum Zoo. Eine echte Schande! Und gestern war das Wetter ja noch nicht einmal toll. Werde demnächst mal bei Sonnenschein dort vorbeischauen und mich noch detaillierter den diversen Pflanzen widmen. War gestern doch zeitlich etwas knapp. 🙂

  • #3
    keineEigenverantwortung

    Der Park ist auch eine gute Verbindung in Richtung Dortmunder Süden. Wer will, kann sich auch in meiner Heimatstadt in einer relativ ansprechenden und abwechselungsreichen Umgebung austoben.

    P.S.. Die Gänse sind jetzt wirklich überall.

  • #4
    danebod

    "Sådant noget dejligt som Rombergparken har vi ikke i København" *) sprach eine Dänin, die ich neulich zufällig in Kopenhagen traf. Die hat einen Freund in der Nähe von Dortmund und Rombergpark ist Pflicht, wenn sie hier zu Besuch ist…

    Der Ruhm des Parkes ist verdientermaßen weiter verbreitet als mancher denken mag.

    *) "So etwas herrliches wie den Rombergpark haben wir in Kopenhagen nicht"

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