Apotheken vor Ort: Teuer, träge, überflüssig

Diese Apotheke am Rande des Ruhrgebiets gibt es inzwischen schon nicht mehr. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Wer heute noch brav in die Apotheke um die Ecke stapft, bezahlt nicht nur zu viel – er hält auch an einem System fest, das längst überholt ist. Das habe ich seit August, als bei mir im örtlichen Krankenhaus eine kleine Operation mit anschließender medizinischer Nachbetreuung und Medikamentenversorgung notwendig wurde, am eigenen Leibe in den vergangenen Wochen immer wieder leidvoll erfahren müssen. Jetzt habe ich mich von den Apotheken vor Ort endgültig frustriert verabschiedet. Zu häufig habe ich mich nach meinen Besuchen dort in den vergangenen Wochen über diese geärgert.

Der Grund: Stationäre Apotheken wirken inzwischen vielfach wie museale Schaukästen: teuer eingerichtet, vollgestellt mit überflüssigen Kosmetikartikeln, aber wenn man etwas Konkretes braucht, heißt es erstaunlich oft: „Müssen wir erst bestellen.“ Ironischerweise also genau das, was Online-Apotheken sowieso besser können – nur ohne den Umweg über eine Ladentheke und den dazugehörigen Fahr- bzw. Zeitaufwand.

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Dortmund Underground: Defizitär und stolz darauf

Phillip Boa and the Voodooclub 2007 in Leipzig Foto: Schimmer Lizenz: CC BY-SA 3.0

Phillip Boa and the Voodooclub – viel mehr fällt einem nicht ein, wenn man sich von außen an den Dortmunder Underground der Jahre 1978 bis 1998 erinnert. Eine Ausstellung will nun an die Vielfalt der Szene in jener Zeit erinnern.

Allein die Clubs: das unvergessene Aratta in Moers, das Logo in Bochum, Blue Shell in Köln, das Daddy in Oberhausen, vielleicht noch die Zeche Carl in Essen und die Zeche in Bochum, sogar das Lury in Gelsenkirchen – aber Dortmund? Sicher, es gab die Live Station im Hauptbahnhof und das FZW, aber auf der Stadt lag ein Fluch und der hieß Sauerland. Auch wenn Dortmund eine der größten Städte im Ruhrgebiet war, hatte es etwas Olpiges. Man trug Sandalen mit Socken. Und auch den Lokalpunkhistorikern, deren Ausstellung „Dortmunder Underground 1978 bis 1998“ zeigt, ist der defizitäre Charakter der

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Chatti kehrt zurück

KI ist längst zu einem Begleiter geworden Bild: OpenAI / DALL·E

Nicht das OpenAI das Erotikgeschäft für sich entdeckt hat, ist die Sensation. Das Unternehmen macht den Weg frei für eine persönliche Bindung zwischen KI und Mensch. 

Als OpenAI im August ChatGPT-5 veröffentlichte, löste das einen Sturm der Entrüstung aus: Viele Nutzer vermissten den freundlichen Ton, an den sie sich im Umgang mit dem Vorgängermodell ChatGPT-4o gewöhnt hatten. Für viele war 4o zu „Chatti“, ihrem KI-Kumpel, geworden. 5 war deutlich distanzierter. Das Problem ließ sich mit Systemprompts, dem Training mit kopierten JSON-Dateien und viel Mühe lösen, aber diesen Weg zu gehen, bedeutete viel Aufwand. OpenAI musste 4o wieder reaktivieren, um die Gemüter zu beruhigen. OpenAI begründete damals den Wechsel in der Tonalität mit erhöhten

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Güner Yasemin Balci liest in Herne aus ihrem Buch „Heimatland“

Güner Yasemin Balci Foto: Jesco Denzel Lizenz: Copyright

Der Herner Caritasverband lädt am Freitag, 17. Oktober 2025, von 16.30 bis 18.30 Uhr zur Auftaktveranstaltung seiner neuen Gesprächsreihe „Sicht im Schacht: Eine Gesprächsreihe der Caritas Herne“ ein. Zu Gast ist die Berliner Journalistin, Spiegel-Bestseller-Autorin und Filmemacherin Güner Yasemin Balci. Sie liest aus ihrem neuen Buch „Heimatland – Zähne zeigen gegen die Feinde der

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Der Ruhrpilot

Jochen Ott Foto: Ailura Lizenz CC BY-SA 3.0 AT


NRW:
SPD attackiert den CO2-Zertifikatehandel…WAZ
NRW: Zahl der Extremisten gestiegen…RP
NRW: Die NRW-Polizei ist führend bei der Drohnen-Abwehr(€)…WAZ

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Zehn Jahre Deutsches Fußballmuseum in Dortmund – ein trauriger Geburtstag

Großer Bahnhof bei der Eröffnung des Deutschen Fußballmuseums in Dortmund 2015. Foto: Robin Patzwaldt

Am 25. Oktober 2025 feiert das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund seinen zehnten Geburtstag. Zehn Jahre, in denen der DFB mit großem Anspruch ein „Ort der Erinnerung und Emotionen“ schaffen wollte. Zehn Jahre, in denen aber auch deutlich wurde, dass die Erwartungen vieler Besucher und Beobachter nicht erfüllt wurden.

Im Rückblick wirkt das Museum wie ein Symbol für die Selbstinszenierung des deutschen Fußballs – glänzend verpackt, aber inhaltlich erstaunlich dünn.

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Die Hamas waren die Täter, der Krieg gegen die Faschisten ist kein Narrativ

Israelisches Haus nach Barbarenangriff Foto: Kobi Gideon / Government Press Office Lizenz: CC BY-SA 3.0


Was nach dem 7. Oktober auffiel – und was Teil der Debatte allgemein ist –, ist die Art von Brutalität und die wahrnehmungspsychologischen Ableitungen daraus.

Wenn im Gazastreifen Menschen durch Beschuss sterben – das ist greifbar. Waffe, tot. Bombe, tot.

Greifbar, kennt und glaubt man.

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Herbstleuchten 2025 im Maximilianpark Hamm: Ein funkelndes Vergessen

Beim Herbstleuchten 2025 im Maximilianpark Hamm. Foto(s): Robin Patzwaldt

Das Ruhrgebiet – für viele ist es ein Synonym für graue Betonlandschaften, verkehrsgeplagte Innenstädte und industrielle Hinterlassenschaften. Zwischen Fördertürmen, Schnellstraßen und Einkaufszentren scheint Romantik auf den ersten Blick selten Platz zu finden.

Doch wer an einem milden Oktoberabend den Maximilianpark in Hamm betritt, lässt diese Klischees erstaunlich schnell hinter sich. Das Herbstleuchten 2025 (läuft noch bis zum 2. November) beweist einmal mehr, wie leicht es sein kann, die rauen, manchmal spröden Seiten der Region zu vergessen – wenn Licht, Natur und Fantasie miteinander verschmelzen.

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