Die Linke Hamburg: Die Hamas verurteilen. Den Angriff verklären.

Rote Fahnen der Partei Die Linke bei einer Kundgebung in Berlin am 3. Februar 2024
Linke-Fahnen bei der Kundgebung gegen den Rechtsruck in Berlin, 3. Februar 2024 (Symbolbild). (Foto: DIE LINKE, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons)

Die Hamburger Palästina-LAG der Linken verurteilt die Verbrechen der Hamas. Zugleich beschreibt sie deren Angriff als Durchbrechen kolonialer Unterdrückung. Ihr Aufruf vom 7. Oktober 2026 zeigt, wie die Distanzierung von den Taten neben einer politischen Aufwertung des Angriffs stehen kann.

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Die Linke: Zum Gedenken an den 7. Oktober 2023 gibt’s die Israel-Anklage

Tel Aviv: Die Dizengoffstraße im Mai 2024 (Foto: Peter Ansmann)
Gedenkaktion in Tel Aviv (Mai 2024): Teddybären mit angedeuteten Blutspuren erinnern an die Opfer des Hamas-Terrors vom 7. Oktober 2023. Die Symbole kindlicher Geborgenheit werden zu einem verstörenden Bild der Gewalt. (Foto: Peter Ansmann)

Bei der Linken dauert es am Jahrestag des Hamas-Massakers drei Instagram-Kacheln, bis Israel auf der Anklagebank sitzt. Erst das Gedenken, dann die kategorische Feststellung eines Völkermords. Der Beitrag vom 7. Oktober 2026 zeigt: Selbst an diesem Tag wird die Trauer mit der vertrauten politischen Botschaft ausgeliefert. Ohne Beipack gibt es sie offenbar nicht.

Die gemeinsame Erklärung von Heidi Reichinnek, Sören Pellmann, Ines Schwerdtner und Luigi Pantisano erschien zum dritten Jahrestag des Massakers vom 7. Oktober 2023. Verbreitet wird sie über die Bundestagsfraktion: als Kachelfolge auf Instagram und Threads, auf Facebook als ausgeschriebener Text.

Instagram führt neben der Fraktion Pantisano, Pellmann und Schwerdtner als Mitveröffentlicher auf. Reichinnek wird auf der ersten Kachel als Mitautorin genannt. Das ist eine offizielle Erklärung mit prominenten Namen.

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Duisburg: „Judenmord ist kein Widerstand“ – Gegendemo am 7. Oktober 2026

Mitglieder der jetzt gegründeten Gruppe auf der Pro-Israel-Demo am 14.05.2024 (Foto: Peter Ansmann)
Mitglieder der jetzt gegründeten Gruppe auf der Pro-Israel-Demo am 14.05.2024 (Foto: Peter Ansmann)

Zur angekündigten Kundgebung der „Aktionsgruppe Palästina“ am dritten Jahrestag des Hamas-Massakers gibt es nun einen Gegenprotest: Dissens Duisburg ruft für den 7. Oktober 2026 unter dem Motto „Judenmord ist kein Widerstand“ auf die Straße. Die Teilnehmer der Gegendemo sammeln sich ab 17.00 Uhr auf der Königstraße, zwischen dem Forum und dem CityPalais in Duisburg.

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Klaus Lederer und die Genossen mit dem guten Gewissen

Klaus Lederer liest bei „Lesen gegen das Vergessen“ am 10. Mai 2019 vor rotem Hintergrund.
Klaus Lederer bei „Lesen gegen das Vergessen“, 10. Mai 2019 (Foto: Olaf Krostitz / Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, via Wikimedia Commons, CC BY 2.0)

Klaus Lederer erinnert die politische Linke daran, dass sie selbst ein Antisemitismusproblem hat. Der frühere Berliner Kultursenator verlangt Selbstkritik. Eine Zumutung für alle, die ihr gutes Gewissen schon mit dem passenden Parteibuch erworben haben.

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Der 7. Oktober als Heldengeschichte

Pro-Hamas-Demonstranten, Symbolbild (Foto: Roland W. Waniek)

Für den 7. Oktober 2026 wird in Berlin zu einer Demonstration aufgerufen. Der dazu veröffentlichte Text macht aus dem Tag des Hamas-Massakers eine Heldengeschichte. Auch in Duisburg soll am Jahrestag im Namen des palästinensischen Widerstands demonstriert werden.

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„Fauda“: Als die Realität den schlimmsten Albtraum übertraf

Mitglieder der israelischen Spezialeinheit Yamas treffen im Februar 2018 auf Darsteller und Mitarbeiter der israelischen Fernsehserie „Fauda“. Foto: Mark Neyman / Government Press Office of Israel, CC BY-SA 3.0
Mitglieder der israelischen Spezialeinheit Yamas treffen im Februar 2018 auf Darsteller und Mitarbeiter der israelischen Fernsehserie „Fauda“. Foto: Mark Neyman / Government Press Office of Israel, CC BY-SA 3.0

Am 8. September feierte die fünfte Staffel der israelischen Serie „Fauda“ ihre Premiere auf Netflix. Die Handlung spielt zwei Jahre nach dem 7. Oktober 2023 und greift die Ereignisse des Hamas-Massakers auf. Damit verarbeitet die Serie nicht nur ein Ereignis, das die israelische Gesellschaft nachhaltig geprägt hat, sondern auch Erfahrungen, die ihre Macher und Schauspieler selbst gemacht haben.

Die erste Staffel der israelischen TV-Serie „Fauda“ feierte 2015 ihre Premiere. Sie handelt von einer Mista’arevim-Spezialeinheit des israelischen Inlandsgeheimdienstes „Schin Bet“. Mista’arevim-Einheiten operieren getarnt als Araber oder „Palästinenser“ und werden vor allem in der Terrorismusbekämpfung und bei Sabotageeinsätzen eingesetzt. Die Hauptfigur der Serie ist der Undercover-Agent Doron Kabilio, der bei seinen Einsätzen immer tiefer in einen Kreislauf aus Gewalt, Vergeltung und persönlichen Konflikten gerät.

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Duisburg: Am Jahrestag des Hamas-Massakers wird demonstriert – im Namen des „palästinensischen Widerstands“

Anti-Israel-Demo am 12.10.2023 in Duisburg-Hochfeld
12.10.2023: Anti-Israel-Demo der PSDU an der Pauluskirche in Duisburg-Hochfeld. Auf dem Banner ist PFLP-Terroristin Leila Chaled abgebildet. (Foto: Peter Ansmann)

Für den 7. Oktober 2026 ruft die Aktionsgruppe Palästina zu einer Kundgebung im Epizentrum von Duisburg auf. Am dritten Jahrestag des Hamas-Massakers stellt ihr Aufruf die Vorgeschichte des Konflikts und ein Recht auf Widerstand in den Mittelpunkt. Eine Verurteilung der Morde und Geiselnahmen sucht man in diesem Text vergeblich.

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Punkband feiert das größte antisemitische Pogrom seit dem Holocaust

Die Band "The Restarts" auf der Bühne. Screenshot: Andreas Wolf
Die Band „The Restarts“ auf der Bühne. Screenshot: Andreas Wolf

Ein Mitglied der britischen Punkband „The Restarts“ trug bei einem Konzert ein Trikot einer „palästinensischen“ Fußballmannschaft, das den Spielernamen „October“ und die Nummer 7 aufgedruckt hatte – eine Anspielung auf den Terrorangriff der Hamas auf Israel am siebten Oktober 2023. Der Musiker ist außerdem Teil einer in den USA und in Großbritannien verbotenen Gruppierung und saß in der Vergangenheit wegen Aktionen gegen einen israelischen Rüstungskonzern auf der Anklagebank.

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Erinnerung an den 7. Oktober 2023: Die Familie des ermordeten BVB-Fans Netta Epstein spricht im BORUSSEUM

Das Stadion und BORUSSEUM in Dortmund (Foto: Robin Patzwaldt)

Am 1. Oktober berichten Ayelet und Rona Epstein im BORUSSEUM über den Terrorangriff der Hamas auf den Kibbuz Kfar Aza.

Netta Epstein, Ayelets 21-jähriger Sohn und Ronas Bruder, wurde bei dem Massaker ermordet. Der Abend eröffnet eine Dortmunder Veranstaltungsreihe zum dritten Jahrestag des 7. Oktober 2023.

Netta Epstein lebte im Kibbuz Kfar Aza nahe der Grenze zum Gazastreifen. Er war Fußballfan – und Anhänger von Borussia Dortmund.

Am 7. Oktober 2023 überfielen Terroristen der Hamas und weiterer islamistischer Gruppen den Süden Israels. Mehr als 1.200 Menschen wurden ermordet, über 250 als Geiseln verschleppt. Allein aus Nettas Familie wurden fünf Menschen getötet.

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