Der Saar-Napoleon marschiert wieder – diesmal für Moskau

Oskar Lafontaine (BSW)
Oskar Lafontaine, BSW, 2024 (Foto: Steffen Prößdorf, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)

Oskar Lafontaine erklärt demokratische Parteien und Journalisten zu „Steigbügelhaltern des Faschismus“, raunt über Friedrich Merz und BlackRock – und verteidigt ausgerechnet die Öffnung des BSW zur rechtsextremen AfD in Sachsen-Anhalt. Ein Ausflug in eine Welt, in der die Faschisten immer die anderen sind.

Oskar Lafontaine hat binnen weniger Tage zwei kleine Lehrstücke darüber veröffentlicht, wie man aus Tatsachen, Halbwahrheiten und großen Etiketten eine politische Nebelmaschine baut. Für die eine Erzählung genügt ein Reel mit dramatischen Pfeilen zwischen Merz, Rheinmetall und BlackRock. Für die andere braucht es das Wort „Faschismus“ so oft, bis niemand mehr fragt, was es eigentlich bedeuten soll. Früher benötigte man für derartige Andeutungen eine dunkle Tiefgarage. Heute reicht Canva.

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Russlands nützliche Netzwerke: Wo sich AfD, BSW und Kreml-Propaganda berühren

Russlands Netzwerke: Alle Wege von AfD und BSW führen nach Moskau!

Niemand muss auf eine geleakte E-Mail mit dem Betreff „Neueste supergeheime Weisungen aus Moskau!“ warten, um ein Netzwerk zu erkennen.

Netzwerke funktionieren gewöhnlich subtiler: Menschen treffen sich, reisen gemeinsam, schreiben für dieselben Medien, organisieren Veranstaltungen, öffnen einander Türen, trinken irgendwo in St. Petersburg (Russland) oder Merzig-Silwingen (Saarland) gemeinsam Kaffee – Tee ist zu gefährlich – und verbreiten dieselben politischen Botschaften.

Das ist deutlich langweiliger und erheblich unblutiger als eine Folge von „The Americans“. Dafür ist es keine Fiktion. Und die Verbindungen lassen sich belegen.

Gerade vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf diese Netzwerke.

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Michael Lüders (BSW) entdeckt den iranischen Heldennimbus

Michael Lüders, BSW (Foto: Amrei-Marie, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)
Michael Lüders, BSW (Foto: Amrei-Marie, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)

Der stellvertretende BSW-Vorsitzende Michael Lüders erklärt, warum der Iran in weiten Teilen der Welt als Held gelte. Die Opfer des Regimes, seine Unterstützung für Russlands Krieg gegen die Ukraine und die iranischen Drohnen kommen in der hübschen Geschichte nicht vor.

Beim BSW ist der Begriff „Frieden“ ausgesprochen elastisch. Greifen die USA oder Israel an, handelt es sich um Imperialismus. Greift Russland an, muss man zwar kurz bedauernd nicken, aber dann schnell über die Fehler des Westens sprechen. Und wenn der Iran Raketen, Drohnen und Milizen einsetzt, wird daraus „Widerstand“.

Michael Lüders beherrscht diese Dialektik inzwischen ziemlich gut.

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Putins Plan und Sahra Höckes Beitrag

Die Achse des Bösen Bild: ChatGPT Bearbeitung: Chatti

 

Russland greift Deutschland mit einer bewaffneten Drohne an – ein kriegerischer Akt. Derweil stiften die Führer der Putin-Parteien AfD und BSW Verwirrung. Alles im Sinne des Kremlherrschers

Manche Experten rechnen damit, dass Russland in absehbarer Zeit Nato-Gebiet militärisch attackieren könnte, wahrscheinlich im Baltikum, um zu testen, wie das westliche Bündnis reagiert. Um Deutschland zu verunsichern, braucht Putin aber keine Panzer, Raketen oder grünen Männchen. Eine mit Semtex beladene Drohne, gerichtet auf eine ukrainische Antonow-Maschine am Flughafen Leipzig, und seine politischen Vasallen reichen.

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BSW Rhein-Sieg: Wie mit Goebbels aus russischen Angreifern Opfer werden

Die Facebook-Seite „BSW Rhein-Sieg-Kreis“ vergleicht die deutsche Ukraine-Debatte mit NS-Propaganda und verbreitet Kreml-Narrative. (Screenshot: Facebook)
Die Facebook-Seite „BSW Rhein-Sieg-Kreis“ vergleicht die deutsche Ukraine-Debatte mit NS-Propaganda und verbreitet Kreml-Narrative. (Screenshot: Facebook)

Auf der Facebook-Seite „BSW Rhein-Sieg-Kreis“ ist am Mittwoch ein Text erschienen, der so wirkt, als hätte man drei Stunden russisches Staatsfernsehen in einen Mixer geschüttet und den Brei mit einer kräftigen Prise Geschichtsklitterung abgeschmeckt.

Deutschland, Goebbels, Faschismus, Diktatur, Zensur, „der Russe“ – alles drin. Nur Belege stören die Dramaturgie.

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700 Milliarden Euro für „veraltete Rüstungsprojekte“? Was das BSW NRW verschweigt

Schützenpanzer Puma und Bayerwald-Grenadiere bei einer Vorführung während des Tages der offenen Türe 2025 in der Bayerwaldkaserne/Regen. (Foto: Peter Ansmann)
Schützenpanzer Puma und Bayerwald-Grenadiere bei einer Vorführung während des Tages der offenen Türe 2025 in der Bayerwaldkaserne/Regen. (Foto: Peter Ansmann)

Das Büdnis Sahra Wagenknecht (BSW) in NRW hat einen Top-Ökonomen entdeckt. Leider nur zur Hälfte. Prof. Dr. Moritz Schularick kritisiert, wie Deutschland seine Rüstungsmilliarden ausgibt.  Das BSW NRW macht daraus Werbung gegen höhere Verteidigungsausgaben.  Dumm nur: Schularick will nicht weniger Aufrüstung, sondern eine effektivere.

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Sevim Dağdelen entdeckt die Wehrmacht in einer Journalistenfrage

Sevim Dağdelen (BSW)
Sevim Dağdelen (BSW) Foto: Roland W. Waniek

Sevim Dağdelen (BSW, ehemals MdB) hat wieder einen deutschen Feind entdeckt. Diesmal ist es der FAZ-Korrespondent Michael Martens. Sein Verbrechen: Er fragte Wolodymyr Selenskyj in Belgrad, was Europa konkret tun könne, damit noch mehr russische Soldaten getötet werden.

Die Frage ist – zugegeben – martialisch formuliert. Journalistisch elegant ist sie ungefähr so sehr wie ein Vorschlaghammer beim Porzellanverkauf.

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Wie Putins deutsche Lautsprecher den Leipziger Drohnenanschlag für antiwestliche Propaganda nutzen

Vorfeld des Flughafens Leipzig/Halle (Foto: Molch-Entertainment, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons)
Vorfeld des Flughafens Leipzig/Halle (Foto: Molch-Entertainment, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons)

Um es vorweg zu sagen: Noch ist nicht bewiesen, wer den Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig/Halle veranlasst hat. Auch die Annahme eines mutmaßlich durch Russland initiierten Auftrag ist bislang nur ein Verdacht.

Der Anschlagsversuch selbst ist dagegen keine Spekulation. An der Drohne waren professioneller Sprengstoff und ein Zünder befestigt. Die Bundesanwaltschaft spricht von einem schwerwiegenden Angriff auf die deutsche Transport- und Logistikinfrastruktur. Die Tat sei geeignet, die äußere und innere Sicherheit der Bundesrepublik zu beeinträchtigen.

Dass Russland verdächtigt wird, kommt nicht aus dem Nichts. Leipzig/Halle ist ein wichtiges Drehkreuz für militärische Transporte. Schon 2024 wurde dort ein Brandsatz entdeckt. Die Ermittler rechneten ihn einer Operation russischer Geheimdienste zu.

Mehr ist noch nicht bewiesen. Weniger allerdings auch nicht.

Die fünfte Kolonne des Kremls wartet solche Ermittlungen nicht ab. Sie kennt den Schuldigen sofort: den Westen.

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