Russische Bots: Der Ausfall ist sichtbar. Die Propaganda-Pause nicht.

Roboter mit russischer Flagge auf der Stirn und Hammer und Sichel an der Schulter vor dunklen Serverreihen.
Russischer Bot vor Serverreihen: KI-generiertes Symbolbild der Ruhrbarone

Ukrainische Drohnenangriffe haben Yandex-Rechenzentren beschädigt und wichtige Dienste gestört, wie der SPIEGEL am 11. Oktober 2026 berichtet. Dass dadurch russische Propaganda-Accounts oder AfD-Unterstützernetzwerke verstummten, ist mit den vorliegenden Daten nicht belegt.

Wir haben die Behauptungen und unsere eigene Bot-Statistik geprüft.

Die Nachricht klingt nach einer bemerkenswerten Nebenwirkung: Rechenzentrum getroffen, Maschinen verstummt, das Internet bekommt eine Atempause. Golem berichtete am 12. Oktober 2026 unter Verweis auf Tom’s Hardware und Cloudflare über einen starken Rückgang des Bot-Traffics aus dem Yandex-Netzwerk nach Drohnenangriffen.

Ein Suchmaschinen-Bot liest Webseiten, um sie für eine Suchmaschine auffindbar zu machen. Ein automatisierter Propaganda-Account veröffentlicht oder verstärkt dagegen politische Botschaften. Beides wird „Bot“ genannt. Die Cloudflare-Auswertung für das Yandex-Netzwerk zählt automatisierte Webanfragen; die politische Funktion der dahinterstehenden Programme lässt sich daraus nicht ablesen. Ein Bot ist nicht automatisch im Auftrag des verdammten Kreml unterwegs.

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Millionen Follower statt Presseausweis

Das Stadion in Dortmund. Foto: Robin Patzwaldt

Ich gebe zu: Ich bin bei dieser Entwicklung ziemlich hin- und hergerissen. Einerseits bin ich selbst Teil dieser digitalen Welt und habe in den vergangenen Jahren durchaus entdeckt, wie viel Spaß Podcasts, Videos und persönliche Meinungen auf den unterschiedlichsten Plattformen machen können. Und nein: Dafür muss man nicht einmal bezahlt werden. Manchmal reicht es schon, wenn man einfach Lust darauf hat, seine Gedanken mit anderen zu teilen.

Andererseits verändert sich dadurch etwas Grundsätzliches. Meinung und Journalismus verschwimmen zunehmend. Jeder kann heute senden. Und wer es schafft, genügend Menschen zu erreichen, wird plötzlich selbst zum Medium. Das kann spannend sein. Es kann aber auch ziemlich anstrengend werden.

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Social Media für Jugendliche sperren: Was kann da schon schiefgehen?

WhatsApp-Chat am Handy. Quelle: Wikipedia, Foto: Santeri Viinamäki, Lizenz: CC BY-SA 4.0

Man muss der CDU ja eines lassen: Wenn es darum geht, komplexe Probleme mit einem Holzhammer zu „lösen“, ist sie zuverlässig zur Stelle. Nun also ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche, das heute auf dem Parteitag in Stuttgart beschlossen werden soll. Klingt entschlossen, klingt nach Handlungsfähigkeit – ist aber bei genauerem Hinsehen vor allem eines: erstaunlich naiv.

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Digitalisierungsirrsinn in Deutschland: Wenn 100 Meter zu viel für den Fortschritt sind

Chirurgen bei der Arbeit Foto: Roland W. Waniek

Ich arbeite beruflich viel mit Nordamerika zusammen. Tausende Kilometer Distanz? Ein schlechter Witz. Bewegtbilder, Tonaufnahmen, Arbeitsanweisungen oder fertige Beiträge – alles fliegt quasi in Lichtgeschwindigkeit über den Atlantik.

Ob der Kollege im Ruhrgebiet sitzt, in Berlin, Franken, New York oder Calgary: Es spielt schlicht keine Rolle mehr. Man merkt es nicht. Technik macht Entfernung irrelevant. Eigentlich.

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Saturn am Westenhellweg vor dem Aus – Mein letzter Grund für Dortmund verschwindet

Vor Saturn am Westenhellweg in Dortmund im Juli 2021. Foto: Robin Patzwaldt

Unser aller Kaufverhalten hat sich in den letzten Jahren massiv gewandelt. Das Internet hat eben fast alles verändert, auch die Lage des Einzelhandels in unseren Innenstädten. Und nein, diese Tendenzen sind nicht aufzuhalten. Das ist uns allen längst klar und wurde hier im Blog der Ruhrbarone im Laufe der vergangenen Jahre ja auch schon häufiger und emotional diskutiert.

Und dennoch war die Meldung vom Donnerstagabend, dass Saturn am Dortmunder Westenhellweg zum Sommer dicht macht, wohl nicht nur für mich ein echter Schlag in die Magengrube.  Da tröstet es wenig, dass, wer den Laden in den letzten Jahren regelmäßig beobachtet hat, den Niedergang auch optisch hat schon länger kommen sehen können. Der immense Sanierungsbedarf des Gebäudes wird nun auch als Grund dafür genannt, dass der Mietvertrag nun seitens Saturn nicht verlängert wird. Wie dem im Detail auch sei. Jetzt ist es also offiziell: Bald ist Schluss. Für die City Dortmund ist das keine Randnotiz, das ist ein echter Treffer in die Weichteile.

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Zwei Sterbende zusammenzulegen, verlängert nicht automatisch ihr Leben

Die Fußgängerzone in Waltrop ist inzwischen häufig menschenleer. Foto: Robin Patzwaldt

Bei mir vor der Haustür hier in Waltrop flammt sie gerade wieder auf, die altbekannte Diskussion um den Wochenmarkt. Seit Jahren taucht das Thema immer wieder in der Öffentlichkeit auf – meist dann, wenn die Leere auf dem Marktplatz und in der Fußgängerzone nicht mehr zu übersehen ist.

Nun also erneut der Vorschlag, den Wochenmarkt von seinem angestammten Platz in die Innenstadt zu verlegen. Ein Versuch, Leben dorthin zu bringen, wo es kaum noch pulsiert. Eine Idee, die im Kern sympathisch ist – und dennoch kaum das leisten kann, was man sich von ihr erhofft.

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Deine Zeit ist abgelaufen – Tschüss, Lokalzeitung!

Eine ‚Waltroper Zeitung‘ . Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Mit dem Jahr 2024 endet bei uns in der Familie eine Ära. Seit meine Eltern mit mir als Kleinkind in den 1970er-Jahren von Dortmund nach Waltrop gezogen sind, war in unserem Haus immer mindestens eine gedruckte Lokalzeitung präsent. In Hochzeiten waren es sogar bis zu drei Abonnements.

Damit ist jetzt endgültig Schluss. In wenigen Tagen läuft das letzte Abonnement aus. Aufgrund der Kündigungsfrist werden wir zwar auch im Januar noch ein paar Ausgaben der ‚Waltroper Zeitung‘ erhalten, doch emotional haben wir uns von „unserer“ Lokalzeitung bereits distanziert. Alle Familienmitglieder, die sich in den letzten Jahren ein Exemplar geteilt hatten, haben ihren Abschied längst vollzogen.

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Mein bisher unglaublichstes Einkaufserlebnis bei Amazon

Das ‚Paket‘ mit meiner neuen ‚Herren-Winterjacke‘. Foto: Robin Patzwaldt

Langjährige Leser der Ruhrbarone dürften wissen, dass ich ein bekennender ‚Onlineshopper‘ bin. Seit Jahren schon kaufe ich viel über das Internet, habe früher selber auch mal für ein paar Jahre einen Fanartikelversand bei Ebay betrieben. Und auch wenn es sowohl bei Einkäufen als auch bei Verkäufen über die diversen Wege hin und wieder einmal Enttäuschungen gab, bin ich in Anbetracht der Vielzahl von Transaktionen, die ich seit Anfang des Jahrtausends über das Netz abwickle, mit der aktuellen Situation in diesem Bereich eigentlich sehr zufrieden.

In dieser Woche aber, da habe auch ich nicht schlecht gestaunt, was einem beim Onlineshopping so alles blühen kann, selbst wenn man dabei, wie ich, relativ vorsichtig vorgeht.

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Ein Telekom-Glasfaseranschluss wird zur unendlichen Geschichte – Neuland lässt grüßen!

Die Konzern-Zentrale der Deutschen Telekom in Bonn. Quelle: Wikipedia, Foto: Qualle, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Als die Deutsche Telekom für die Siedlung in der ich in Waltrop lebe gratis Glasfaseranschlüsse für das Jahr 2022 ankündigte, da war ich natürlich begeistert. Der Auftrag war schnell erteilt, und die Bauarbeiten begannen tatsächlich pünktlich im Frühjahr 2022. Was sich seither entwickelte, bzw. besser gesagt eben nicht entwickelte, ist jedoch nur als ‚Trauerspiel‘ zu bezeichnen.

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