40 Jahre alt, dauerverletzt – und die große WM-Hoffnung? Armes Deutschland!

Manuel Neuer. Quelle: Wikipedia, Foto: Steindy (talk), Lizenz: CC BY-SA 3.0

Es ist schon beeindruckend, wie zuverlässig es der deutsche Fußball inzwischen schafft, selbst aus eigentlich lösbaren Situationen ein öffentliches Drama mit Ansage zu basteln. Kaum hatten sich die Diskussionen um die Rolle rückwärts von Bundestrainer Julian Nagelsmann halbwegs beruhigt, liefert ausgerechnet jetzt die Personalie Manuel Neuer den nächsten Beweis dafür, dass beim DFB offenbar nie einfach mal Ruhe einkehren darf.

Denn der Zeitpunkt könnte grotesker kaum sein: Zwei Tage nach seiner offiziell verkündeten Rückkehr in den Kader der Nationalmannschaft fehlt Neuer im DFB-Pokalfinale des FC Bayern München gegen den VfB Stuttgart am Samstagabend in Berlin schon wieder verletzt. Wade. Mal wieder. Belastungssteuerung. Restrisiko. Die üblichen Formulierungen aus der modernen Fußball-PR-Hölle. Und genau da beginnt das eigentliche Problem.

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Bundestrainer Julian Nagelsmann: Vom Hoffnungsträger zum Unruheherd

Trainer Julian Nagelsmann. Quelle: Wikipedia, Foto: JazzyJoeyD, Lizenz: CC BY-SA 4.0

Es gab eine Zeit, da hielt ich Julian Nagelsmann für nahezu den Idealtyp eines modernen Trainers. Jung, eloquent, taktisch brillant, mutig in seinen Entscheidungen und dabei meist angenehm bodenständig. Als Fan von Borussia Dortmund habe ich mir vor einigen Jahren sogar gewünscht, ihn irgendwann einmal an der Seitenlinie meines Lieblingsvereins zu sehen.

Nagelsmann wirkte wie jemand, der frischen Wind in den deutschen Fußball bringen könnte – nicht nur sportlich, sondern auch menschlich.

Doch in den vergangenen Monaten hat

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Neuer, Nagelsmann und die fatale Torwart-Debatte

Manuel Neuer einst im DFB-Trikot. Quelle: Wikipedia, Foto: Steindy (talk), Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft steht vor einer der heikelsten Weltmeisterschaften ihrer jüngeren Geschichte. Die umstrittene WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko wirft sportlich wie gesellschaftlich bereits im Vorfeld genügend Fragen auf.

Der DFB-Kader ist an mehreren Stellen nicht unumstritten, die Erwartungshaltung im Land bleibt trotz einer zuletzt stabileren Entwicklung enorm, und Bundestrainer Julian Nagelsmann steht unter gewaltigem Druck, Deutschland wieder nachhaltig in die Weltspitze zu führen.

Gerade deshalb wirkt die seit Monaten schwelende Debatte

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Schalke steht vor der harten Wahrheit – Euphorie verblasst, die Probleme bleiben

Saisonende 2019 auf Schalke – ‚Notnagel‘ Huub Stevens konnte als Trainer den Abstieg der Gelsenkirchener aus der 1. Liga verhindern. Archiv-Foto: Michael Kamps

Der Wiederaufstieg des FC Schalke 04 hat in Gelsenkirchen verständlicherweise zunächst eine Welle der Begeisterung ausgelöst. Nach Jahren sportlicher Rückschläge, finanzieller Sorgen und teils erschütternder Perspektivlosigkeit wirkte die Rückkehr in die Bundesliga wie eine Erlösung für einen Klub, dessen Selbstverständnis stets im Oberhaus verankert war.

Doch während Fans und Umfeld sich vielerorts in nostalgischen Hoffnungen auf bessere Zeiten verloren, mahnt ausgerechnet einer der größten Schalker Realisten zur Vorsicht: Huub Stevens.

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Der BVB muss wieder ein Klub werden, der echte Geschichten schreibt und Gefühle zulässt

Lange her: Ein entspannter Jürgen Klopp in Dortmund. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Borussia Dortmund steht einmal mehr in der Champions League, die sportlichen Ergebnisse der vergangenen Monate in der Bundesliga waren solide bis gut, bevor der Verein zuletzt nach der vorzeitigen Qualifikation den Fokus verlor. Dennoch bleibt rund um den Verein am Ende der Spielzeit 2025/26 ein seltsames Gefühl der Unzufriedenheit zurück. Der BVB gewinnt unter Trainer Niko Kovac ausreichend Spiele in der Liga, aber er begeistert seine Anhänger nur noch selten nachhaltig.

Die Identifikation vieler Anhänger mit der Mannschaft wirkt brüchiger als früher, die emotionale Bindung schwächer. Genau deshalb greift die aktuelle Debatte um eine Rückkehr zur „BVB-DNA“ so tief. Denn viele Fans sehnen sich nicht einfach nach besseren Resultaten – sie sehnen sich nach einem Verein, der wieder klar erkennbar für etwas steht.

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Der schleichende Kollaps des BVB im Saisonendspurt

BVB-Trainer Niko Kovac hatte zuletzt nur noch selten Grund zur Freude. Foto: Robin Patzwaldt

Es ist mal wieder diese Phase, in der man sich bei Borussia Dortmund fragt, ob das alles eigentlich ein großer Plan ist – oder einfach nur das wiederkehrende Gefühl, dass jemand mitten im Marathon beschlossen hat, spazieren zu gehen.

Die Bundesliga-Saison 2025/26 biegt auf die Zielgerade ein, doch der BVB wirkt dabei weniger wie ein ambitionierter Verfolger als vielmehr wie ein Team, das innerlich schon die Koffer für die Sommerpause packt.

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Abschied ohne Applaus: Die nächste BVB-Abrechnung

BVB-Sportgeschäftsführer Lars Ricken steht vor großen Herausforderungen. Foto: Robin Patzwaldt

Bei Borussia Dortmund lässt sich die verfehlte Personalpolitik der vergangenen Jahre inzwischen kaum noch kaschieren. Der kommende Sommer droht zu einer Art Sammelstelle für Fehlentscheidungen zu werden. Mehrere Spieler verlassen den Klub ablösefrei – und hinterlassen dabei vor allem eines: ein finanzielles Loch.

Millionenverluste sind programmiert. Nicht nur, weil mögliche Ablösesummen ausbleiben. Sondern auch, weil einige dieser Profis über Jahre hinweg Gehälter kassierten, die im Rückblick nur schwer zu rechtfertigen sind. Während der Kader sportlich immer dünner an wirklichen Unterschiedsspielern wird, muss der Klub gleichzeitig versuchen, ohne entsprechende Einnahmen eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammenzustellen.

Der einstige Ruf als Sprungbrett für Weltstars wirkt inzwischen wie eine ferne Erinnerung.

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Stillstand statt Aufbruch – Borussia Dortmund droht den Sommer der Chancen zu vertrödeln

Vorstellung von BVB-Trainer Niko Kovac (2.v.r.) in Dortmund im Februar. Foto: Robin Patzwaldt

Es sollte ein Sommer des Umbruchs in Dortmund werden. Ein Neuanfang. Nach einer Saison voller Widersprüche, in der der BVB zwar dank eines starken Endspurt erneut die Champions-League-Qualifikation klar machte, aber gleichzeitig in der Bundesliga über weite Strecken enttäuschte, war die Marschroute eigentlich klar: Die Mannschaft muss neu strukturiert, mit frischer Qualität und neuer Mentalität aufgeladen werden.

Doch Stand Ende Juli wirkt die vielbeschworene Erneuerung eher wie eine leere Worthülse. Denn von einem Umbruch ist bislang kaum etwas zu sehen. Im Gegenteil: Der BVB droht, eine einmalige Gelegenheit zu verspielen.

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VfL Bochum: Der wahrscheinliche Abstieg ist kein Schicksal – sondern selbst gemacht

Gehen am Stadion in Bochum bald die Lichter aus? Foto: Stefan Laurin

Es gibt Spiele, die alles sagen – ohne dass viel passiert. Das 0:0 des VfL Bochum beim 1. FC Heidenheim war genau so eines. Keine Tore, keine Ideen, kein Aufbäumen. Statt eines Befreiungsschlags: ein Auftritt wie ein stummes „Wir steigen halt ab“. Es war nicht der Tag, an dem der Abstieg besiegelt wurde – aber einer, an dem er endgültig plausibel wurde. Und ja: vermutlich auch verdient.

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Borussia Dortmund: Viel gesagt, wenig verändert

Sebastian Kehl. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Sich jedes Mal aufs Neue aufgeregt und engagiert mit den Aufs und Abs von Borussia Dortmund in dieser Saison zu beschäftigen, ist nicht nur für die Berichterstatter im Umfeld des Klubs äußerst ermüdend.

Nach zuletzt stabiler wirkenden Leistungen in der Fußball-Bundesliga – mit Siegen gegen den FSV Mainz 05 (3:1) und den SC Freiburg (4:1) – zeigte die Borussia am Mittwoch beim 0:4 gegen den FC Barcelona mal wieder ein Gesicht, das in Dortmund längst keiner mehr sehen will.

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