Niclas Füllkrug zeigt dem BVB den Stinkefinger – und ich gönne es ihm!

Spaß mit Niclas Füllkrug. Foto: Robin Patzwaldt

Als Borussia Dortmund im Sommer 2024 Niclas Füllkrug nach England ziehen ließ, war ich als langjähriger BVB-Fan ziemlich entsetzt. Ausgerechnet Fülle! Einen der wenigen Spieler im Kader, mit denen ich mich noch uneingeschränkt identifizieren konnte, für eine attraktive Ablösesumme abzugeben, hielt ich schon damals für einen Fehler. Nicht nur sportlich, sondern vor allem menschlich.

Nach Mats Hummels und Marco Reus verschwand damit eine weitere Persönlichkeit aus Dortmund. Einer, der kein Blatt vor den Mund nahm, nicht auf den Mund gefallen war und auf dem Platz für seine Mannschaft arbeitete. Füllkrug war keiner, der sich erst in den sozialen Medien als großer Typ inszenieren musste. Er war einer. Und genau solche Spieler fehlten mir beim BVB schon damals zunehmend.

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12 Punkte in der Liga, aber nur drei für Klopp: Der BVB hat ein DFB-Problem

BVB-Trainer Niko Kovac. Foto: Robin Patzwaldt

Viel Anlass zum Meckern gibt es beim BVB derzeit tatsächlich nicht. Sechs Pflichtspiele, sechs Siege. Dazu die maximale Ausbeute von zwölf Punkten aus den ersten vier Bundesliga-Partien. Dortmund geht mit einer perfekten Bilanz in die dreiwöchige Länderspielpause. Da könnte man sich eigentlich entspannt zurücklehnen.

Ganz so einfach ist es allerdings nicht.

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Schalke zwischen Aufstiegseuphorie und harter Wirklichkeit

Der Zusammenhalt auf Schalke ist in Gefahr. Foto: Michael Kamps

Auf Schalke war die Stimmung in den vergangenen Wochen so gut wie lange nicht mehr. Der überraschende Wiederaufstieg in die Bundesliga, die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Trainer Miron Muslic und die Verpflichtung von Robin Gosens sorgten für echte Aufbruchsstimmung.

Endlich gab es wieder Schlagzeilen, die Hoffnung statt Krisenstimmung verbreiteten. Doch wer bei der jüngsten Mitgliederversammlung genau hinhörte, merkte schnell: Die Euphorie darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der FC Schalke 04 noch immer auf einem finanziellen Drahtseil balanciert.

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WM 2026: Der BVB bildet die Weltstars aus – und schaut ihnen anschließend beim Glänzen zu

Erling Haaland, hier noch im Dortmund-Trikot. Archiv-Foto: BVB

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ist aus Sicht von Borussia Dortmund eigentlich ein Grund zur Freude. Zehn aktuelle BVB-Profis stehen bzw. standen in den Kadern ihrer Nationalmannschaften und vertreten bzw. vertraten Schwarzgelb auf der größten Fußballbühne der Welt. Soweit, so erfreulich.

Doch je mehr WM-Spiele man verfolgt, desto größer wird das mulmige Gefühl. Denn die eigentlichen Stars dieses Turniers tragen zwar die Trikots ihrer Nationalmannschaften – aber längst nicht mehr das des BVB. Stattdessen laufen sie für Real Madrid, Manchester City, Paris Saint-Germain oder andere europäische Schwergewichte auf. Und als Dortmunder Fan fragt man sich zwangsläufig: Warum eigentlich immer die anderen?

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40 Jahre alt, dauerverletzt – und die große WM-Hoffnung? Armes Deutschland!

Manuel Neuer. Quelle: Wikipedia, Foto: Steindy (talk), Lizenz: CC BY-SA 3.0

Es ist schon beeindruckend, wie zuverlässig es der deutsche Fußball inzwischen schafft, selbst aus eigentlich lösbaren Situationen ein öffentliches Drama mit Ansage zu basteln. Kaum hatten sich die Diskussionen um die Rolle rückwärts von Bundestrainer Julian Nagelsmann halbwegs beruhigt, liefert ausgerechnet jetzt die Personalie Manuel Neuer den nächsten Beweis dafür, dass beim DFB offenbar nie einfach mal Ruhe einkehren darf.

Denn der Zeitpunkt könnte grotesker kaum sein: Zwei Tage nach seiner offiziell verkündeten Rückkehr in den Kader der Nationalmannschaft fehlt Neuer im DFB-Pokalfinale des FC Bayern München gegen den VfB Stuttgart am Samstagabend in Berlin schon wieder verletzt. Wade. Mal wieder. Belastungssteuerung. Restrisiko. Die üblichen Formulierungen aus der modernen Fußball-PR-Hölle. Und genau da beginnt das eigentliche Problem.

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Bundestrainer Julian Nagelsmann: Vom Hoffnungsträger zum Unruheherd

Trainer Julian Nagelsmann. Quelle: Wikipedia, Foto: JazzyJoeyD, Lizenz: CC BY-SA 4.0

Es gab eine Zeit, da hielt ich Julian Nagelsmann für nahezu den Idealtyp eines modernen Trainers. Jung, eloquent, taktisch brillant, mutig in seinen Entscheidungen und dabei meist angenehm bodenständig. Als Fan von Borussia Dortmund habe ich mir vor einigen Jahren sogar gewünscht, ihn irgendwann einmal an der Seitenlinie meines Lieblingsvereins zu sehen.

Nagelsmann wirkte wie jemand, der frischen Wind in den deutschen Fußball bringen könnte – nicht nur sportlich, sondern auch menschlich.

Doch in den vergangenen Monaten hat

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Neuer, Nagelsmann und die fatale Torwart-Debatte

Manuel Neuer einst im DFB-Trikot. Quelle: Wikipedia, Foto: Steindy (talk), Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft steht vor einer der heikelsten Weltmeisterschaften ihrer jüngeren Geschichte. Die umstrittene WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko wirft sportlich wie gesellschaftlich bereits im Vorfeld genügend Fragen auf.

Der DFB-Kader ist an mehreren Stellen nicht unumstritten, die Erwartungshaltung im Land bleibt trotz einer zuletzt stabileren Entwicklung enorm, und Bundestrainer Julian Nagelsmann steht unter gewaltigem Druck, Deutschland wieder nachhaltig in die Weltspitze zu führen.

Gerade deshalb wirkt die seit Monaten schwelende Debatte

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Schalke steht vor der harten Wahrheit – Euphorie verblasst, die Probleme bleiben

Saisonende 2019 auf Schalke – ‚Notnagel‘ Huub Stevens konnte als Trainer den Abstieg der Gelsenkirchener aus der 1. Liga verhindern. Archiv-Foto: Michael Kamps

Der Wiederaufstieg des FC Schalke 04 hat in Gelsenkirchen verständlicherweise zunächst eine Welle der Begeisterung ausgelöst. Nach Jahren sportlicher Rückschläge, finanzieller Sorgen und teils erschütternder Perspektivlosigkeit wirkte die Rückkehr in die Bundesliga wie eine Erlösung für einen Klub, dessen Selbstverständnis stets im Oberhaus verankert war.

Doch während Fans und Umfeld sich vielerorts in nostalgischen Hoffnungen auf bessere Zeiten verloren, mahnt ausgerechnet einer der größten Schalker Realisten zur Vorsicht: Huub Stevens.

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Der BVB muss wieder ein Klub werden, der echte Geschichten schreibt und Gefühle zulässt

Lange her: Ein entspannter Jürgen Klopp in Dortmund. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Borussia Dortmund steht einmal mehr in der Champions League, die sportlichen Ergebnisse der vergangenen Monate in der Bundesliga waren solide bis gut, bevor der Verein zuletzt nach der vorzeitigen Qualifikation den Fokus verlor. Dennoch bleibt rund um den Verein am Ende der Spielzeit 2025/26 ein seltsames Gefühl der Unzufriedenheit zurück. Der BVB gewinnt unter Trainer Niko Kovac ausreichend Spiele in der Liga, aber er begeistert seine Anhänger nur noch selten nachhaltig.

Die Identifikation vieler Anhänger mit der Mannschaft wirkt brüchiger als früher, die emotionale Bindung schwächer. Genau deshalb greift die aktuelle Debatte um eine Rückkehr zur „BVB-DNA“ so tief. Denn viele Fans sehnen sich nicht einfach nach besseren Resultaten – sie sehnen sich nach einem Verein, der wieder klar erkennbar für etwas steht.

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Der schleichende Kollaps des BVB im Saisonendspurt

BVB-Trainer Niko Kovac hatte zuletzt nur noch selten Grund zur Freude. Foto: Robin Patzwaldt

Es ist mal wieder diese Phase, in der man sich bei Borussia Dortmund fragt, ob das alles eigentlich ein großer Plan ist – oder einfach nur das wiederkehrende Gefühl, dass jemand mitten im Marathon beschlossen hat, spazieren zu gehen.

Die Bundesliga-Saison 2025/26 biegt auf die Zielgerade ein, doch der BVB wirkt dabei weniger wie ein ambitionierter Verfolger als vielmehr wie ein Team, das innerlich schon die Koffer für die Sommerpause packt.

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