Die Relegation, die eigentlich niemand gewinnen dürfte

Das kleine Stadion in Paderborn. Quelle: Wikipedia, Foto: Sunnysteffen, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Es gibt diese Fußballabende, an denen man als neutraler Zuschauer eigentlich nur verlieren kann. Der heutige gehört zweifellos dazu. Wenn der VfL Wolfsburg und der SC Paderborn ab 20:30 Uhr am Pfingstmontag um den letzten Platz in der Bundesliga kämpfen, geht es zwar offiziell um Millionen, Prestige und sportliche Existenz.

Für viele Fußballromantiker geht es aber vor allem um eine unangenehme Erkenntnis: Egal, wer gewinnt – so richtig freuen kann man sich darüber nicht.

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Gefährlicher Irrweg: Volkswagen spart an den Mitarbeitern, schont aber einen echten Image-Killer

Bisschen übertrieben, okay, aber es trifft die Gemütslage manches Werksmitarbeiters. Grafik: DALL-E
Bisschen übertrieben, okay, aber es trifft die Gemütslage manches Werksmitarbeiters. Grafik: DALL-E


Der Autobauer Volkswagen hat ein Problem. Nicht irgendeines, das sich mit ein paar neuen Modellen und freundlichen Worten aus der Vorstandsetage wegmoderieren ließe. Ein strukturelles, echtes Problem: Der Konzern ist noch immer ein Autogigant, aber einer mit schwacher Rendite, schweren Strukturproblemen und enormem Druck auf fast allen wichtigen Märkten. 2025 lag der Umsatz mit 321,9 Milliarden Euro zwar fast auf Vorjahresniveau. Das operative Ergebnis brach aber um 53 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro ein, die operative Marge lag nur noch bei 2,8 Prozent.

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Kevin Großkreutz, der Unverbesserliche – und warum das diesmal okay ist

Kevin Großkreutz (links) noch in Diensten des BVB in Dortmund. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Ach, Kevin Großkreutz. Kaum ein ehemaliger Profi schafft es so zuverlässig, sich selbst in die Schlagzeilen zu bugsieren wie der Dortmunder Weltmeister ohne Einsatzminute von 2014. Zwischen Dönerwurf-Anekdoten und nostalgischen BVB-Bekenntnissen war eigentlich alles dabei. Und doch: Diesmal liegt er erstaunlich richtig. Ja, wirklich. Es tut fast weh, das zu schreiben – aber wenn Großkreutz dem VfL Wolfsburg den Abstieg wünscht, dann trifft er einen Nerv, den viele Fußballfans schon lange spüren.

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Popp nach Dortmund – PR-Coup oder der Beginn einer echten Fußballgeschichte?

Das Stadion in Dortmund im Februar 2025. Foto: Robin Patzwaldt

Während sich der Männerfußball am Samstag wieder einmal in gewohnter Lautstärke um sich selbst drehte, schob sich plötzlich eine Nachricht in die Schlagzeilen, mit der wohl kaum jemand gerechnet hatte: Alexandra Popp wechselt zu Borussia Dortmund. Und zwar nicht zu irgendeinem ambitionierten Frauen-Bundesligisten – sondern zu einem Team, das aktuell noch in der Regionalliga herumturnt. Drittklassig.

Das ist ungefähr so, als würde plötzlich ein ehemaliger Champions-League-Sieger beschließen, seine Karriere in der Kreisliga zu beenden – nur mit deutlich größerer medialer Begleitung. Denn eines ist dem BVB mit diesem Transfer definitiv gelungen: Ganz Fußball-Deutschland schaut plötzlich auf eine Mannschaft, die bisher eher ein Randdasein fristete.

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Kovač liefert, Şahin kostet – BVB kämpft gegen das eigene Versäumnis

BVB-Trainer Niko Kovač (Zweiter von rechts) hat derzeit gut lachen. Foto: Robin Patzwaldt

Neu-Trainer Niko Kovač scheint die Mannschaft von Borussia Dortmund inzwischen einigermaßen in den Griff bekommen zu haben. Das gestrige 4:0 im heimischen Westfalenstadion gegen den VfL Wolfsburg beförderte den BVB zumindest über Nacht auf Tabellenplatz vier der Fußball-Bundesliga. Damit ist die Qualifikation für die kommende Champions-League-Saison für den Revierklub zwei Spieltage vor Saisonende wieder möglich. In den vergangenen sechs Ligaspielen holten die Schwarzgelben beachtliche 16 von 18 möglichen Punkten.

Die über weite Phasen der Saison 2024/25 so bitter enttäuschende Mannschaft zeigt nun unter dem erfahrenen Coach wieder deutlich häufiger, was in ihr steckt. Das ist schön. Und dennoch fragt man sich als langjähriger Fan, warum sie dazu nicht schon früher in der Lage war. Denn: Die Qualität dazu hatte der Kader ja auch schon in den verflucht nervigen Monaten zuvor. Und diese Frage trübt auch in diesen besseren Tagen den Gedanken an diese Mannschaft. „Mannschaft“ darf man sie ja erst seit Kurzem wieder nennen.

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Stimmung wie auf dem Friedhof? Willkommen in Wolfsburg, Ralph Hasenhüttl!

Foto: Robin Patzwaldt

Manchmal wundert man sich ja auch als langjähriger Fußballfan noch über Aussagen von im Profisport längst etablierten Führungskräften. Am Wochenende lieferte Ralph Hasenhüttl, der inzwischen immerhin auch schon 57-jährige Trainer des VfL Wolfsburg, Aussagen, die bei Leuten, die sich in der Fußball-Bundesliga auch nur einigermaßen auskennen, heftiges Stirnrunzeln oder sogar ein klammheimlichen Schmunzeln hervorgerufen haben dürften. Je nach eigenem Standpunkt.

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Der BVB sollte sich nicht als Opfer einer Verschwörung sehen, wenn es in diesem Jahr mit der Meisterschaft wieder nichts wird

BVB-Kapitän Marco Reus (rechts). Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Welches Potenzial im BVB steckt, das haben die Dortmunder am Sonntag eindrucksvoll bewiesen. Mit 6:0 (3:0) fegten die Schwarzgelben den VfL Wolfsburg aus dem Westfalenstadion und schlossen die am Samstag durch das 2:1 der Bayern in Bremen in der Tabelle gerissene Lücke von vier auf wieder nur einen Punkt. Drei Spieltage vor Saisonende 2022/23 ist das Meisterschaftsrennen in der Bundesliga damit nach wie vor offen.

Da fragt man sich als BVB-Fan ja schon zum wiederholten Male, warum das nicht immer so geht. Klar, es können nicht immer solche Kantersiege gelingen. Aber auch in Puncto Leidenschaft und Entschlossenheit wirkten die Dortmunder zuletzt ja nicht immer so 100%ig bei der Sache. Die Folge waren bittere Rückschläge auf Schalke (2:2), in Stuttgart (3:3), oder zuletzt in Bochum (1:1). Rückschläge, die am Ende die Meisterschaft 2023 kosten könnten. An Spiele aus der ersten Saisonhälfte, wie das kuriose 2:3 daheim gegen Bremen, wollen wir hier lieber einmal direkt den Mantel des Schweigens legen.

Da tröstet es nur wenig, dass auch die schier übermächtigen Bayern eine Saison voller Pleiten, Pech und Pannen abliefern. Wie leicht wäre es in diesem Jahr möglich gewesen, die Münchener zum ersten Mal seit 2012 an der Spitze der Liga abzulösen?  Noch muss man die Spielzeit nicht zu früh abhaken, was aber einzig der Schwäche der Bayern geschuldet ist und nicht etwa der eigenen Stärke.

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FC Schalke 04: ‚Stolz und Leidenschaft‘ reichen bei Julian Draxler dann doch nicht mehr bis 2018

Julian Draxler. Foto: Michael Kranewitter Quelle: Wikipedia Lizenz: CC-by-sa 3.0/at
Julian Draxler. Foto: Michael Kranewitter Quelle: Wikipedia Lizenz: CC BY-SA 3.0

Seit Tagen pfiffen es die sprichwörtlichen Spatzen schon von den Dächern, nun ist es auch offiziell: Julian Draxler, bisher als Weltmeister noch in Diensten des FC Schalke 04, verlässt das Revier und schließt sich für kolportierte rund 35 Mio. Euro Ablöse (plus Prämien), dem aktuellen Vizemeister VfL Wolfsburg an. Und das trotz eines noch bis 2018 laufenden Vertrages ‚auf Schalke‘ und dem bereits erfolgten Ablauf seiner vertraglich vorgesehenen Ausstiegsklausel.

Schalke konnte oder wollte seinen Abgang nicht verhindern. Ein Schlag in die Magengrube für viele Knappen-Fans. Völlig zu Recht! Ob Draxler eine solch hohe Ablösesumme überhaupt wirklich ‚wert‘ ist, das darf zumindest auch einmal kritisch hinterfragt werden. Denn so toll waren seine Leistungen auf dem Platz zuletzt, natürlich auch verletzungsbedingt, ja nicht mehr.

Es ist zudem ja auch noch nicht lange her, wir schrieben das Frühjahr 2013, als das Supertalent seinen Kontrakt bei S04 medienwirksam bis 2018 verlängerte. Die Freude war riesig bei den Königsblauen. So riesig, dass man sich dazu herabließ einige Kleinlaster mit der Aufschrift ‚Julian Draxler: Mit Stolz und Leidenschaft bis 2018.‘ durch das Ruhrgebiet fahren ließ. Auch, und wohl besonders gerne, durch Dortmund, wo der ungeliebte Rivale kurz zuvor seinen Nachwuchsstar Mario Götze gerade per Ausstiegsklausel an den FC Bayern München verlor. Groß war die Schadenfreude damals. Inzwischen wird manch einer diese Aktion sicherlich insgeheim bereuen.

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1:3 in Berlin – Kein Auto-Korso durch Dortmund mehr für ‚Kloppo‘

Nach dem Pokalendspiel in Berlin. Foto: Meike Ruschmeyer
Nach dem Pokalendspiel in Berlin bedankt sich die BVB-Mannschaft in der Kurve. Foto: Meike Ruschmeyer

Märchen gibt es eben nicht auf Bestellung! Zu dieser bitteren Erkenntnis mussten gestern Abend auch die BVB-Fans im Lande einmal mehr kommen. Mit 1:3 verlor der Double-Sieger von 2012 das letzte Spiel in der 7-jährigen Ära von Trainer Jürgen Klopp mit dem BVB in Berlin, beim Pokalfinale, gegen den aktuellen Vizemeister VfL Wolfsburg. Verdient? Unverdient? Danach fragt spätestens morgen schon kein Mensch mehr.
Trotz früher 1:0 Führung für die Dortmunder durch Pierre-Emerick Aubameyang (5.) reichten dem Gegner letztendlich 16 Minuten zwischen Spielminute 22 und 38 um das Spiel zu Ungunsten der Klopp-Truppe vorentscheidend zu drehen. Dabei sahen Abläufe in der BVB-Defensive einmal mehr in dieser denkwürdigen Spielzeit aus Sicht der Dortmunder nicht allzu gut aus. ‚Unglücklich‘, wenn man es freundlich formulieren will.

Der DFB-Pokal. Foto: Robin Patzwaldt
Der DFB-Pokal. Foto: Robin Patzwaldt

Am Ende reckten Wolfsburg-Trainer Dieter Hecking, Naldo, Kapitän Diego Benaglio und Co. den Pokal in den Nachthimmel der Hauptstadt. Der große Anteil der Schwarzgelben im weiten Rund kämpfte mit den Tränen. Tränen eben nicht nur wegen des verlorenen Pokalfinales, sondern eben auch zum Ende der sieben Jahre mit Trainer Jürgen Klopp, zum Ende der 13 Jahre mit Sebastian Kehl, dem langjährigen Team-Kapitän, und auch nach dem nun schon dritten verlorenen Finale zum Saisonende in Folge. Nach dem Champions League-Finale 2013 in London, ging nun nach 2014 auch schon das zweite DFB-Pokalfinale in Folge am Ende verloren. Und das eben, obwohl man die schier allgegenwärtigen Bayern diesmal bereits im Halbfinale höchst selbst aus dem Weg geräumt hatte. Am Ende alles Makulatur. Der Pokal ging an den Werksclub aus der Autostadt.

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Vor dem Pokalendspiel: Berlin wird schwarzgelb – 130.000 BVB-Fans in der Hauptstadt erwartet

Auf dem Breitscheidplatz in Berlin läuft das Fanfest der Schwarzgelben so langsam an. Foto: Meike Kretschmann
Auf dem Breitscheidplatz in Berlin läuft das Fanfest der Schwarzgelben so langsam an. Foto: Meike Ruschmeyer

An diesem Wochenende versucht der BVB bekanntlich erneut den DFB-Pokal in Berlin zu gewinnen. Zum Endspiel am morgigen Samstag gegen den VfL Wolfsburg werden in der Hauptstadt alleine rund 130.000 Anhänger der Borussia erwartet.
Das BVB-Fanfest am Breitscheidplatz (nahe der Gedächtniskirche), welches lange auf der Kippe stand, ist auch bereits angelaufen.
Uns erreichten inzwischen auch schon erste Bilder vom heutigen Tage aus der Hauptstadt. Im Laufe der Zeit werden wir weitere Eindrücke vom Pokalfinale erhalten und dann auch hier nach und nach veröffentlichen. Schaut einfach häufiger mal kurz rein hier. Im Laufe des Tages dürfte sich Berlin heute schwarzgelb einfärben….

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