Der BVB hätte besser Cristiano Ronaldo als Anthony Modeste verpflichtet!

Christiano Ronaldo, umringt von Gegenspielern. Quelle: Wikipedia: Foto: Rubén de Jesús Núñez Ramos, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Dass der BVB in diesen Tagen immer wieder mit Gerüchten konfrontiert wird, der Klub aus dem Ruhrgebiet stünde möglicherweise vor einer Verpflichtung von Superstar Cristiano Ronaldo, ist ein weiteres Armutszeugnis für die jüngste Personalpolitik der Schwarzgelben.

Der 37-jährige Portugiese, der dem Vernehmen nach seinen aktuellen Arbeitgeber Manchester United noch in diesem Sommer mit aller Macht verlassen will, hat seine besten Tage längst hinter sich. Trotzdem ist er noch immer ein herausragender Offensivspieler, der den allermeisten Mannschaften auf der Welt sehr gut zu Gesicht stehen würde. Auch dem BVB. Zumindest kurzfristig.

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Dass Mahmud Abbas ein Antisemit ist, ist nun wirklich nichts Neues

Dietrich Schulze-Marmeling. Foto: privat

Mahmud Abbas weigert sich, das Attentat von München 1972 zu verurteilen – begangen von der Terrororganisation „Schwarzer September“ mit logistischer Unterstützung durch deutsche Rechtsextremisten.

Von unserem Gastautor Dietrich Schulze-Marmeling.

 

Dass Mahmud Abbas ein Antisemit ist, ist nun wirklich nichts Neues. 2018 erklärte er dem Palästinensischen Nationalrat, der Holocaust sei nicht ein Ergebnis von Antisemitismus gewesen, sondern der sozialen Aktivitäten der europäischen Juden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Abbas ist nicht dazu in der Lage, die israelische Politik zu kritisieren, ohne gleichzeitig den Holocaust zu relativieren, oder gar zu rechtfertigen. Mit internationaler Kritik konfrontiert, rudert er dann stets zurück – aber in der Tiefe seines Herzens ist dieser Mann ein Antisemit. Dass man Abbas, dessen Organisation die Attentäter von München finanziell unterstützte, so kurz vor dem Jahrestag im Bundeskanzleramt empfing – gelinde gesagt: unsensibel.

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Für den BVB steht in Freiburg ungewöhnlich viel auf dem Spiel

Hat BVB-Kapitän Marco Reus (rechts) auch nach dem Spiel in Freiburg Grund zu lachen? Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Nach dem hart erkämpften 1:0-Sieg gegen Bayer 04 Leverkusen zum Auftakt der Bundesligasaison 2022/23 in der Vorwoche sahen sich viele im Umfeld von Borussia Dortmund bereits auf dem Wege der Besserung. Ein Spiel, das in der Vorsaison im heimischen Westfalenstadion noch mit 2:5 verloren ging, konnte diesmal ohne Gegentreffer gewonnen werden. Das gab Mut.

Wie sehr der Optimismus rund um den BVB allerdings tatsächlich berechtigt ist, das könnte sich bereits an Spieltag zwei zeigen, wenn die Borussen am heutigen Freitag auswärts beim SC Freiburg gefordert sind, wo sie in der Vorsaison unerwartet glatt mit 0:2 unterlagen.

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Die Bundesliga geht in den zweiten Spieltag – der ganz normale VAR-nsinn?

Ich sehe was, was du nicht siehst – Entscheidungen um den Videoschiedsrichter VAR sind zu oft falsch | Foto: Werner100359 / wikipedia / CC BY-SA 4.0

Kellergeister beim Video Assistant Referee in Köln, dazu gut aufgelegte Bayern, ein gedankenvoller Max Kruse, ein 26-teiliges Hutschenreuther Kaffeeservice für Oliver Bierhoff sowie Tricks, Transfers und Tabellenblicke – Thommy Junga und Peter Hesse schauen auf die 60. Saison in der Fußball-Bundesliga und garnieren die Lage kurz vor dem zweiten Spieltag mit ein paar Standpunkten und ›Hätte-, Wenn- und Aber‹-Flausen.


Hallo Thommy! Vergangen Freitag haben die Bayern die Europa-League-Sensation Eintracht Frankfurt mit 6:1 weggehämmert. Darf man dem Team vom Weißwurst-Äquator schon zur 11. Meisterschaft in Folge gratulieren – oder sollen wir lieber noch drei Spieltage abwarten?

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Läuft der BVB unter Coach Edin Terzic schon wieder in die gleiche Falle?

Edin Terzic. Archiv-Foto: BVB

Der Saisonauftakt des BVB ist gelungen! Mit 1:0 bezwangen die Borussen am Samstag Bayer 04 Leverkusen und ließen dem 3:0-Sieg bei 1860 München im DFB-Pokal aus der Vorwoche damit ein zweites Erfolgserlebnis folgen.

Nach den schwachen Auftritten im Rahmen der Saisonvorbereitung war das nicht selbstverständlich. Alle in Dortmund zeigten sich nach dem Spiel gegen den Tabellendritten des Vorjahres, gegen den man an gleicher Stelle im Februar noch mit 2:5 verloren hatte, zuversichtlich, was die kommenden Wochen und Monate betrifft.

Es gibt ja auch Gründe für frischen Optimismus, dass der BVB nach eher enttäuschenden Jahren zuletzt, unter Coach Edin Terzic jetzt wieder zu dem Schwung und der Strahlkraft zurückkehren kann, die ihn noch unter den Trainern Thomas Tuchel, vor allem aber auch Jürgen Klopp bis 2017 einst ausgezeichnet hat. Endlich scheint die Defensive wieder stabiler zu stehen und die zuletzt häufig kritisierte Entschlossenheit und Konstanz wurden als Knackpunkte erkannt und eine Steigerung wird auch in diesen Bereichen offenbar konkret angegangen. Das machten schon die Neuverpflichtungen über den Sommer deutlich.

An einigen Stellen schien die aufkommende Euphorie im Umfeld am Samstag jedoch schon wieder übertrieben.

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DAZN-Moderatorin Laura Wontorra: ‚Ich bin nur Gesichtsvermieter!‘

Foto: Robin Patzwaldt

Das Eröffnungsspiel der neuen Saison in der Fußball-Bundesliga bot am Freitag schier unzählige Geschichten. Das sportliche Statement des FC Bayern München, der bei Eintracht Frankfurt unerwartet hoch mit 6:1 gewann, war da nur ein Aspekt. Zu kommentieren gibt es nach dem Spiel heute auch noch das gellende Pfeifkonzert, das die Nationalhymne vor den Anpfiff begleitete und auch einen Platzsturm von Chaoten in der Halbzeit.

Etwas unter zu gehen droht in Anbetracht der immensen Themenfülle rund um das Spiel eine Bemerkung, mit der die DAZN-Reporterin Laura Wontorra aufwartete und durch welche sie allen Frauen und denen im Sportjournalismus im Speziellen einen echten Bärendienst erwies.

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Bundesliga: Schon langweilig, bevor es richtig losgegangen ist!

Mario Götze noch im BVB-Trikot. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Was waren sie im Vorfeld der neuen Bundesligasaison 2022/23 doch allerorten voll des Lobes in Bezug auf UEFA-Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt und Neuzugang Mario Götze. Die Frankfurter wären voller Vorfreude auf das Kräftemessen mit dem FC Bayern München und hätten diebische Lust darauf dem Titelverteidiger zum Saisonauftakt direkt mal so richtig einen auszuwischen, hieß es da. Und dann?

Tja, dann kam am Freitagabend das, was sich wohl nur mit dem Begriff Albtraumstart für Mario Götze und seine Frankfurter betiteln lässt. Mit 1:6 (0:5) unterlag die Eintracht den Münchenern im eigenen Stadion. Eine Niederlage, die wohl noch weitaus dramatischer ausgefallen wäre, wenn die Gäste ihre Leistung der ersten Spielhälfte auch in den zweiten 45 Minuten so abgerufen hätten. Die Bayern setzten, wie so häufig, direkt zum Liga Start mal ein Statement. Und was für eines! Es war eine in dieser Form selten gesehene Machtdemonstration bei einem Team, gegen das sich die Truppe von der Isar zuletzt häufig schwer tat. Die neue Bundesligasaison, sie könnte (noch) langweiliger werden, als viele das ohnehin schon befürchtet hatten.

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„Seit Klopps Weggang ist die Trainerhistorie beim BVB mehr oder weniger ein Desaster“

Dietrich Schulze-Marmeling. Foto: privat

Dietrich Schulze-Marmeling ist für klare Worte und scharfe Analysen bekannt. Der 65-Jährige Journalist und Buchautor stand diesem Blog in der Vergangenheit schon häufiger in Interviews Rede und Antwort.

Auch mit einigen seiner Bücher haben wir uns hier bei den Ruhrbaronen schon einige Male beschäftigt. Zuletzt stellten wir im Frühjahr sein Buch „Tradition schießt keine Tore“ aus dem Verlag ‚Die werkstatt‘ vor, in dem er gemeinsam mit Marco Bode einen Blick auf den SV Werder Bremen wirft. Im Oktober dieses Jahres wird Schulze-Marmeling  mit „1990 – Eine WM, die alles veränderte“ ein weiteres Werk herausbringen, das uns dann hier an dieser Stelle mit Sicherheit auch wieder eine Vorstellung wert sein wird.

Bis es soweit ist, hat sich Ruhrbarone-Autor Robin Patzwaldt aber zunächst einmal mit dem engagierten Fußballfan über den nahenden Bundesligastart und den Stand der Dinge beim Kampf gegen die bei vielen Fans ungeliebte WM in Katar ausgetauscht, bei dem Schulze-Marmeling ebenfalls sehr meinungsstark als einer der Wortführer vertreten ist.

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Frust im Sport: Bundesligavereine sägen am Ast der Medien

Schalke 04 gegen Eintracht Frankfurt. Foto(s): Michael Kamps


Noch bevor die neue Bundesliga-Saison heute startet, ist der Frust in den Redaktionen groß.

Im Fokus der Kritik steht die Öffentlichkeitsarbeit vor allem der großen Fußballvereine. Die erreichen mit ihren eigenen Videos, Interviews und exklusiven Beiträgen auf den unterschiedlichen Plattformen inzwischen Millionen Nutzer. Dabei geht eines verloren – die unabhängige Einordnung. Es wirkt wie ein richtiges Interview, das die Eintracht Frankfurt auf Twitter teilt.

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Ist der BVB inzwischen so tief gesunken, dass er auf den ‚Notnagel‘ Anthony Modeste angewiesen ist?

Youssoufa Moukoko. Archiv-Foto: BVB

Viel dümmer hätte es für den BVB wahrlich nicht laufen können. Jahrelang wurde in Dortmund bereits über die möglicherweise zu große Abhängigkeit der Borussia von ihrem aktuellen Nummer-eins-Stürmer diskutiert.

Egal ob Lewandowski, Aubameyang, Alcacer oder zuletzt Haaland, immer war die Sorge in weiten Teilen des Fanlagers groß, dass die Schwarzgelben in ein riesiges Problem tappen würden, wenn sich ihr aktueller Sturmführer einmal längerfristig verletzen sollte. Nur selten befand sich in den vergangenen Jahren ein vielversprechender Backup im Kader, dem man ohne zu Zögern die Vertretung für mehrere Wochen oder gar Monate bedenkenlos anvertraut hätte.

Dass das Schicksal ausgerechnet in den ersten Tagen nach dem Haaland-Abgang so gnadenlos zugeschlagen hat, den teuren Neuzugang Sebastien Haller mit einem bösartigen Hodentumor für Monate außer Gefecht setzte, ist nicht nur menschlich für den Betroffenen selber extrem tragisch, es wirft auch ein weiteres Mal ein bitteres Licht auf die kritikwürdige Transferpolitik des BVB in den vergangenen Jahren.

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