Merz, Murks und Machtvakuum: Wie Schwarz-Rot der AfD den roten Teppich ausrollt

Läuft seine Uhr als Bundeskanzler schon bald ab? Friedrich Merz, CDU (Foto: Roland W. Waniek)

Die Regierungskoalition in Berlin wirkt inzwischen nicht einmal wie ein müder Aufguss alter Politik – sie erinnert in diesen Tagen eher an abgestandenen Filterkaffee, der seit Stunden auf der Warmhalteplatte vor sich hin gammelt.

Kaum im Amt, taumelt die von Friedrich Merz geführte Bundesregierung bereits durch die Republik, als hätte sie politisch schon jetzt ihren letzten Willen eingereicht. Die Umfragewerte? Verheerend. Die Stimmung im Land? Im Sinkflug. Der Optimismus? Offenbar irgendwo zwischen Koalitionsvertrag und Kanzleramt verloren gegangen.

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Schalke steht vor der harten Wahrheit – Euphorie verblasst, die Probleme bleiben

Saisonende 2019 auf Schalke – ‚Notnagel‘ Huub Stevens konnte als Trainer den Abstieg der Gelsenkirchener aus der 1. Liga verhindern. Archiv-Foto: Michael Kamps

Der Wiederaufstieg des FC Schalke 04 hat in Gelsenkirchen verständlicherweise zunächst eine Welle der Begeisterung ausgelöst. Nach Jahren sportlicher Rückschläge, finanzieller Sorgen und teils erschütternder Perspektivlosigkeit wirkte die Rückkehr in die Bundesliga wie eine Erlösung für einen Klub, dessen Selbstverständnis stets im Oberhaus verankert war.

Doch während Fans und Umfeld sich vielerorts in nostalgischen Hoffnungen auf bessere Zeiten verloren, mahnt ausgerechnet einer der größten Schalker Realisten zur Vorsicht: Huub Stevens.

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Marcel Schmelzers stiller Abgang beim BVB – Der endgültige Rückzug eines Unvollendeten

Marcel Schmelzer (Mitte) einst bei einer Vertragsunterschrift in Dortmund. Archiv-Foto: BVB

Marcel Schmelzer war einst eines der Gesichter einer goldenen Ära bei Borussia Dortmund. Als bodenständiger Linksverteidiger aus den eigenen Reihen verkörperte er genau das, was viele Fans an ihrem BVB so schätzten: Identifikation, Loyalität und Verlässlichkeit. Unter Jürgen Klopp gehörte Schmelzer zu jener Mannschaft, die 2011 und 2012 deutsche Meisterschaften gewann und Borussia Dortmund national wieder in die Spitze führte.

Damals schien vieles darauf hinzudeuten, dass Schmelzer langfristig zu einer prägenden Vereinsfigur werden könnte. Er war Stammspieler, Nationalspieler und später sogar Mannschaftskapitän. Die Voraussetzungen, um sich dauerhaft einen Platz unter den ganz Großen der Vereinsgeschichte zu sichern, waren ohne Zweifel vorhanden.

Doch bereits in diesen frühen Jahren zeigte sich auch, dass Schmelzer

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Abseits von BVB und S04: Die stillen Revierhelden aus Duisburg und Essen träumen groß

Im Stadion des MSV Duisburg könnte bald wieder deutlich mehr los sein als hier. Archiv-Foto: Daniel Jentsch

Borussia Dortmund kämpft aktuell mit der eigenen Identität, Schalke 04 liefert mal wieder das ganz große Drama – und während die grellen Scheinwerfer des Fußballs im Ruhrgebiet einmal mehr auf die beiden schillerndsten Vertreter ihrer Art gerichtet sind, droht ein bemerkenswertes Stück Fußballkultur auf überregionaler Bühne einmal mehr fast unbeachtet zu bleiben: die mögliche Renaissance von Rot-Weiss Essen und dem MSV Duisburg.

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Warum sich die Fußball-Bundesliga auf Rückkehrer Schalke 04 freuen darf

Eindrücke vom Spiel der Schalker am Samstagabend in Nürnberg. Foto(s): Kilian Marx

Der FC Schalke 04 ist endlich zurück in der 1. Fußball-Bundesliga – und auch wenn sportlich noch viele Fragen offenbleiben, ist eines bereits jetzt sicher: Die Rückkehr der Königsblauen ist ein echter Gewinn für den deutschen Fußball.

Nach dem Wiederaufstieg als Zweitliga-Meister 2025/26 kehrt einer der emotionalsten, traditionsreichsten und fanstärksten Vereine des Landes zurück auf die große Bühne. Dass Schalke in der abgelaufenen Zweitligasaison nicht durchgehend glanzvollen Fußball spielte, rückte angesichts des Saisonausgangs letztlich in den Hintergrund. Entscheidend war der von Millionen herbeigesehnte Wiederaufstieg – und vor allem die Art und Weise, wie Verein und Anhängerschaft diesen begleiteten.

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Balsam auf die angeschlagene BVB-Fan-Seele

Flutlichtspiel in Dortmund. Foto: Robin Patzwaldt

Borussia Dortmund hat seinen Fans in den vergangenen Monaten einiges zugemutet. Wer es mit dem BVB hält, der musste in dieser Saison oft starke Nerven beweisen. Zu häufig blieb die Mannschaft in der Bundesliga hinter den eigenen Ansprüchen zurück, zu ernüchternd verliefen die Auftritte im DFB-Pokal und in der UEFA Champions League, zu laut wurden die Diskussionen um die sportliche Führungsetage rund um Sebastian Kehl und Lars Ricken.

Vieles wirkte festgefahren, einiges unerquicklich, manches sogar besorgniserregend. Die Leichtigkeit, die diesen Klub so oft ausgezeichnet hat, schien zwischen Ergebnisdruck, Personalfragen und sportlicher Stagnation ein Stück weit verloren gegangen zu sein.

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Warum der ungeliebte Niklas Süle einen großen BVB-Abschied verdient hat

Niklas Süle macht Schluss. Archiv-Foto: BVB

Niklas Süles letzter großer Abend im Westfalenstadion ist bei näherer Betrachtung weit mehr als nur der Abschied eines lange Zeit von den Fans eher wenig geschätzten Innenverteidigers von Borussia Dortmund.

Wenn der BVB heute im letzten Heimspiel der Saison 2025/26 zum Duell gegen Eintracht Frankfurt aufläuft, endet an diesem Standort damit zugleich die insgesamt durchaus bemerkenswerte Karriere eines Spielers, der in vielerlei Hinsicht nie so recht den Weg in die Herzen der meisten Fans der Dortmunder fand und am Karriereende dennoch einen würdigen Abschied vor der Südtribüne verdient hat.

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Brücken-Bingo in NRW: Freie Fahrt? Nur noch Wunschdenken!

Brückenschäden bremsen NRW aus. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Die große Feier rund um den Neubau der Rahmedetalbrücke bei Lüdenscheid war noch nicht verklungen, da hätte man eigentlich schon die nächste Dauerbaustelle einweihen können. Politiker grinsen in Kameras, Bänder werden durchschnitten, mediale Selbstbeweihräucherung inklusive – und der gebeutelte Autofahrer fragt sich nur noch: „Welche Brücke kracht als Nächstes?“

Denn eines war bereits damals offensichtlich: Mit der neuen Rahmedetalbrücke endet das Infrastrukturdrama entlang der A45 keineswegs. Im Gegenteil. Die Sauerlandlinie entwickelt sich mehr und mehr zum Symbol einer jahrzehntelang verschleppten Verkehrspolitik, bei der notwendige Sanierungen so lange aufgeschoben wurden, bis nur noch Vollsperrung, Abrissbirne und Verkehrschaos bleiben.

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Die Verrohung der digitalen Debattenkultur

Gute Laune beim Lebensmittelkauf. Foto: Robin Patzwaldt

In den vergangenen Tagen drängte sich mir immer wieder ein Gedanke auf, den Sebastian Bartoschek bereits Ende 2020 in einem bemerkenswerten Blogbeitrag hier bei den Ruhrbaronen formulierte: Dummheit lacht.

Was damals im Kontext der Pandemie und gesellschaftlicher Krisen galt, scheint heute erschreckenderweise aktueller denn je zu sein. Die sozialen Medien, einst als Orte des Austauschs, der Vernetzung und der Information gefeiert, haben sich in vielen Bereichen zu digitalen Brennpunkten gesellschaftlicher Verrohung entwickelt.

Wer heute Plattformen wie Facebook, Instagram oder andere soziale Netzwerke regelmäßig nutzt und dabei noch ein Mindestmaß an Empathie besitzt

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Sind die Bayern gegen Paris am Ende einfach an ihrem Hochmut gescheitert?

Am Stadion in München. Foto: Robin Patzwaldt

Der FC Bayern München ist raus aus der UEFA Champions League 2026. Nicht im Finale. Nicht Europas Krone. Kein Triple. Stattdessen: Ernüchterung nach dem Halbfinalrückspiel am Mittwochabend in der Allianz Arena, lange Gesichter auf den Rängen und hektische Schuldzuweisungen in alle Richtungen. Der Schiedsrichter? Natürlich. Das Pech? Selbstverständlich. Paris? Vielleicht einfach stark.

Doch womöglich liegt die unbequeme Wahrheit ganz woanders – nämlich tief verwurzelt im bayrischen Selbstverständnis.

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