Die DFL Deutsche Fußball Liga, der World Jewish Congress (WJC) und der Zentralrat der Juden in Deutschland kooperieren erstmals bei der Bekämpfung von Antisemitismus innerhalb und außerhalb des Sports. Unter dem Titel „Antisemitismus und Profifußball: Herausforderungen, Chancen, Netzwerk“ findet am Mittwoch, 30. März 2022, im SIGNAL IDUNA PARK von Borussia Dortmund eine gemeinsame Veranstaltung statt.
Sportlich ist der Nutzen von Erling Haaland für Borussia Dortmund unbestritten. Ist der Top-Torjäger des BVB mit auf dem Platz, sind Treffer der Schwarzgelben quasi vorprogrammiert. Fehlt der Norweger hingegen, ist der sportliche Erfolg längst nicht so wahrscheinlich. So gesehen wäre es ein herber Verlust für den Revierklub, sollte Haaland den Borussen im kommenden Sommer nach zweieinhalb Jahren tatsächlich wieder den Rücken kehren, wie es aktuell vielerortsangenommen wird.
Blickt man aber einmal mit etwas mehr Distanz auf die Entwicklung, die der BVB seit ein paar Jahren genommen hat, wäre der Abgang des Stürmers vielleicht auf Sicht sogar von Vorteil für die Borussia, könnte sich der Verein doch so wieder auf die Entwicklung einer schlagkräftigen Truppe kümmern, so wie das noch unter den Jahren eines Trainers Jürgen Klopp der Fall war. Damals gelang es noch mit deutlich geringerem Budget eine hungrige Mannschaft aufzubauen, die sich auch mit dem Klub identifizieren konnte und den BVB nicht nur als Durchlauferhitzer für die eigene Karriere nutzte.
#FridaysforFuture & Co. haben ein Problem. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt
Das hätten sich Greta Thunberg und ihre Mitstreiter von Fridays for Future wohl noch vor rund zwei Jahren nicht ansatzweise vorstellen können. Eine Pandemie und ein Krieg in Europa haben die Bemühungen den Kampf gegen die Klimakrise mit aller Entschlossenheit zu führen wohl um Jahre zurückgeworfen, nachdem sich die junge Schweden und die Mitstreiter in ihrem Gefolge bis Anfang 2020 noch auf so einem guten Weg wähnten.
Selbst zur Bundestagswahl im Herbst 2021 fühlten sich Klimaaktivisten noch befugt der neuen Bundesregierung ihre Vorstellungen vom Klimaschutz per Forderung aufzwingen zu dürfen. Und es sah ja auch vielversprechend aus, schließlich waren nicht nur die Grünen ein Bestandteil der neuen Bundesregierung in Berlin, sondern es bekannten sich auch die anderen Partner der Ampel-Koalition zu deutlich mehr Engagement gegen den Klimawandel.
Jetzt, rund ein halbes Jahr später, sieht die Welt plötzlich völlig anders aus. In Anbetracht brennender Städte in der Ukraine und Millionen von Flüchtlingen aus Osteuropa beschäftigt die Mehrheit der Menschen in diesen Breiten wieder anderes. Der Klimaschutz droht für Jahre von den Tagesordnungen der weltweiten Zusammenkünfte wichtiger Entscheider gefegt zu werden, wenn er es nicht sogar schon längst ist.
NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart Foto: MWIDE NRW/R. Pfeil Lizenz: Copyright
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Freiwillig in der Ukraine – Christian Gruber hat sich auf den Weg in die Ukraine gemacht, um dort als Freiwilliger zu helfen. Wir haben ihn interviewt. Das Interview führte Robert Herr.
Ruhrbarone: Wie geht’s dir gerade?
Christian: Ich bin ausgelaugt. Gestern Nacht gab es einen Luftangriff in der Nähe von Lwiw, die Luftsirenen heulten, ich habe unruhig geschlafen.
Putin bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking Foto: kremlin.ru Lizenz: CC-BY 4.0
Die Destabilisierung der westlichen Gesellschaften ist eine mächtige Waffe ihrer Feinde.
Einen perfekten Sturm nennt man das seltene Zusammentreffen unterschiedlicher Wetterphänomene, die dazu führen, dass ein Hurrikan entsteht, der ungleich heftiger und brutaler ist, als es die normalen, angsteinflößenden Stürme sind. Gerät ein Schiff in einen solchen Perfekten Sturm, stehen die Chancen schlecht, dass es ihn übersteht. Überlebt die Mannschaft, wird das Boot sich nur schwer beschädigt in einen Hafen retten können.
Hendrik Wüst Foto: Raimond Spekking Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Im Mai wird in Nordrhein-Westfalen ein neue Landtag gewählt. Im Landestrend des Berliner Instituts Wahlkreisprognose zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und CDU ab. Die bisherige schwarz-gelbe Koalition hätte keine Mehrheit, die Grünen wären den Königsmacher.
Richard David Precht Foto: Ji-Elle Lizenz: CC BY-SA 4.0
Der Philosoph und Schriftsteller Richard David Precht erntete Kritik für Aussagen über den Krieg in der Ukraine. Im gemeinsamen Podcast „Lanz und Precht“, den er mit Moderator Markus Lanz produziert, argumentierte Precht in der neuesten Folge vom vergangenen Freitag, dass die Ukraine besser aufgeben solle, um den Krieg schnellstmöglich zu beenden. Die Art und Weise dieser Argumentation erinnert stark an die Appeasement-Politik der 1930er-Jahre und das Münchener Abkommen von 1938. Von Tobias Kaluza und Daniel Bleich.
Die Ukraine könne diesen Krieg gar nicht gewinnen. Bei dieser Einschätzung, bei der sie auf Militärexperten verweisen, sind sich Precht und Lanz in ihrem Podcast einig. Doch Precht geht
Genesis in Hannover – Ungewohnt, in einer so vollen Halle zu sitzen. Foto(s): Robin Patzwaldt
In Anbetracht des Ukraine-Krieges und des damit einhergehenden weltweiten Schocks, tun sich andere Themen in diesen Tagen deutlich schwerer in das Blickfeld zu kommen, die es durchaus verdient hätten.
Karl Lauterbach, der Bundesgesundheitsminister, zum Beispiel, war wohl schon seit Monaten, wenn nicht Jahren, so wenig medial präsent, wie in diesen Tagen. Und das, obwohl die Corona-Pandemie derzeit auf einen neuen Höhepunkt zusteuert.
Seine Mahnungen zu mehr Vorsicht, verhallen gerade fast ungehört. So zumindest der Eindruck. Dies mag neben der alles überschattenden Kriegsberichterstattung auch daran liegen, dass Deutschland und viele Nachbarländer in diesen Tagen die einst getroffenen Gegenmaßnahmen in Bezug auf die Ausbreitung der Pandemie massiv zurückfahren und damit ein Entspannungssignal senden, wo vielleicht gar keines gesetzt gehört.
Die eigentlich erst für den 20. März angekündigten landesweiten Lockerungsmaßnahmen werden bereits in diesen Tagen in Einzelfällen schon greifbar. Erlebt habe ich das am eigenen Leib am vergangenen Freitag, als ich bei meinem ersten Konzertbesuch seit 2019, direkt mit einer rappelvollen ZAG-Arena in Hannover konfrontiert wurde, bei dem trotz vollbesetzter Ränge nicht einmal Maskenpflicht am Sitzplatz herrschte, und man insgesamt leicht den Eindruck gewinnen konnte, Corona sei bereits quasi vorbei.