Die Linke will ins Rote Rathaus. Ihre Palästina-LAG bevorzugt betreutes Regieren.

Instagram-Beitrag von Justus Dirks und der LAG Palästinasolidarität Berlin zum Wahlsieg der Linken
Justus Dirks und die LAG Palästinasolidarität Berlin fragen nach dem Wahlsieg, wie unabhängig die Palästina-Solidarität unter Regierungsverantwortung bleiben könne. (Screenshot: Instagram)

Die Linke hat Berlin gewonnen. Nun droht ihr das Schlimmste: Verantwortung. Ihre Palästina-LAG fragt deshalb vorsorglich, wie unabhängig man vom eigenen Wahlsieger bleiben kann – und ob SPD und Grüne politischen Druck ausüben.

Das klingt weniger nach Koalitionsverhandlungen als nach einer Dienstaufsichtsbeschwerde, die schon vor Dienstantritt fertig ist.

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Die Linke gewinnt Berlin: Regieren würde jetzt nur die Haltung versauen

Breiter Ausschnitt aus dem Instagram-Ergebnispost der Linken Neukölln: drei gewonnene Wahlkreise und vier Abgeordnete im Abgeordnetenhaus.
Der Neuköllner Bezirksverband der Berliner Linkspartei feiert drei Direktmandate und vier Abgeordnete. (Screenshot, Ausschnitt: Instagram / dielinke.neukoelln, 21. September 2026)

Die Linke hat Berlin gewonnen. Teile ihres politischen Nachwuchses feiern das Ergebnis mit einer bemerkenswerten Forderung: Opposition.

Andere nehmen den eigenen Fraktionsvorsitzenden ins Visier. Und in Neukölln wird der Wahlerfolg bereits als Sieg über „Hetze“ präsentiert. Vier Beobachtungen vom Wahlabend und dem Tag danach.

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Alice im Weltmachtland: Weidel erklärt die AfD zur diplomatischen Großmacht

Alice Weidel
Alice Weidel (AfD), 2025. Foto: Elekes Andor / Wikimedia Commons, CC BY 4.0; seitlich mit KI erweitert.

An Selbstbewusstsein fehlt es Alice Weidel (AfD) definitiv nicht.

„Für die USA und Russland hat sich herauskristallisiert, dass als verlässlicher Ansprechpartner in Deutschland nur noch die AfD in Frage kommt“,

verkündete die AfD-Chefin am 21. September auf X.

Die Bundesrepublik hat zwar eine Regierung, ein Auswärtiges Amt und Botschaften. Aber das ist offenbar nur diese komplett überschätzte Bürokratie der Altparteien: Im Weltmachtland der Alice Weidel reicht eine Erklärung, und schon erscheinen Washington und Moskau wie zwei Großmächte, die nervös auf den Rückruf aus der AfD-Zentrale warten.

Ein Mandat ist dabei eher hinderlich. Wer sich selbst zur letzten verlässlichen Ansprechpartnerin des Westens und des Ostens erklärt, muss schließlich keine Regierung bilden, keine Verträge verhandeln und vor allem niemanden fragen, ob sie überhaupt mit am Tisch sitzen darf.

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Heute wählt Berlin: Die Palästina-LAG setzt auf Druck gegen „ranghohe Kader“ der Linkspartei

Karikatur: Der Wahlkampfwagen der Linken Berlin wird in unterschiedliche Richtungen gelenkt. Eine fiktive Figur ruft: Alles auf Linie!
„Alles auf Linie!“ (Illustration zum Berliner Wahlkampf der Linken. KI-generiert mit OpenAI nach einer Textvorgabe der Ruhrbarone; ohne fotografische Vorlage. Die Figuren sind fiktiv.)

Kurz vor der heutigen Berlin-Wahl am 20. September 2026 hat die LAG Palästinasolidarität der Partei Die Linke Berlin ihre Prioritäten noch einmal sehr ordentlich sortiert. Sie empfiehlt fünf Kandidatinnen, mit denen sie nach eigenen Angaben gemeinsam in der Palästina-Solidaritätsbewegung aktiv ist.

Kritische Berichterstattung erklärt sie zum Versuch „des Systems“, Stimmen zum Schweigen zu bringen. Und auf demselben Instagram-Profil steht ein Aufruf des Vereinigten Palästinensischen Nationalkomitees. Der Berliner Verfassungsschutz zählt das VPNK zu den prägenden Akteuren der verfassungsschutzrelevanten anti-israelischen Szene.

Der Wahlkampf endete also, wie er in den vergangenen Wochen gelaufen war: Die Berliner Parteispitze wirbt um das Rote Rathaus. Ein Teil der eigenen Partei liefert parallel das Material für die nächste Distanzierung.

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Meine Liebe zu den Ruhrbaronen ist geklärt. Der Wohnstatus meiner Katze nicht.

17.09.2026 – 20:52 MESZ: Cleopatra frisst! (Foto: Peter Ansmann)

Es ist jetzt gut fünf Wochen her, dass ich hier auf Ruhrbarone über das mutmaßliche Doppelleben von Cleopatra geschrieben habe (Königin Cleopatra hat offenbar einen illegalen Zweitwohnsitz). Sie ist die Katze, mit der meine Freundin und ich zusammenwohnen. Oder zusammengewohnt haben. Oder jetzt temporär zusammenwohnen. Man weiß es nicht genau.

Seitdem schreibe ich wieder öfter hier im Blog.

Der Grund dafür hat einen Namen. Und der lautet Cleopatra.

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Die Linke Berlin: Spitzel-Vorwürfe gegen die WELT, neue Sticker und der Kampf um die Macht

„Springer setzt Spitzel-Methoden im Berliner Wahlkampf ein“. Screenshot des gemeinsamen Instagram-Beitrags mit der LAG Palästinasolidarität Berlin vom 16. September 2026. (Screenshot: Instagram)

Das Beziehungsgeflecht der Berliner Linkspartei erinnert inzwischen an Game of Thrones. Dabei geht es nicht nur um die richtige Kommunikation, sondern um politische Positionen und die Frage, wo die Partei Grenzen zieht. Beim Umgang mit Israel und Antisemitismusvorwürfen verlaufen die Konfliktlinien mitten durch die eigenen Reihen.

Auslöser des aktuellen Streits war der Auftritt des Rappers Dahabflex bei einer Wahlkampfveranstaltung in Neukölln. Dort fielen die Parolen „Yalla Yalla Intifada“ und „Death to the IDF“. Spitzenkandidatin Elif Eralp verurteilte den Auftritt und forderte Konsequenzen. Aus dem Neuköllner Bezirksverband und der Landesarbeitsgemeinschaft Palästinasolidarität kam dagegen Unterstützung für den Rapper.

Inzwischen erhebt die LAG auch Vorwürfe gegen den Springer-Verlag und verwechselt dabei „Spitzelmethoden“ mit Recherche: Man muss schließlich von Hamas-Nähe und der Teilnahme eines radikalen Aktivisten, der aus der Linkspartei ausgeschlossen wurde, an einer Veranstaltung der LAG „Palästinasolidarität“ ablenken.

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Sahra Wagenknecht: Erst Schwerin, dann Moskau, dann wieder Gas

Sahra Wagenknecht mit geschlossenen Augen in Duisburg
Süße Träume von russischem Gas. Sahra Wagenknecht in Duisburg (Archivfoto, 2020: Peter Ansmann)

Sahra Wagenknecht hat für Mecklenburg-Vorpommern ganz Großes vor: Merkel und Schröder sollen mit Moskau reden, russisches Gas und Öl sollen wieder fließen.

Und falls die CDU aus dem Landtag fliegt, ist auch Friedrich Merz erledigt. So jedenfalls stellt sie es sich vor.

Für eine Landtagswahl ist das ein beachtliches Versprechen.

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Die Linke Berlin: Feind, Todfeind, Parteifreund

Politische Karikatur: Elif Eralp als Cäsar, umringt von symbolischen Parteifreunden mit Dolchen. An der Wand der Berliner Bär. Sprechblase: Auch du, Genossin?
„Auch du, Genossin?“ (KI-generierte Karikatur: Ruhrbarone – Fotovorlage Elif Eralp: Sandro Halank / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, Karikatur ebenfalls CC BY-SA 4.0)

Die Linke Neukölln will die CDU schlagen. Die Neuköllner Linken-Kandidatin Vedi Emde und die Palästina-LAG der Linkspartei erklären derweil, unter welchen Bedingungen sie lieber in der Opposition bleiben. Als Eralp-Unterstützerin Daniela Sepehri widerspricht, wird es persönlich.

Für die Beschäftigung mit politischen Gegnern bleibt bei so viel innerer Solidarität kaum noch Zeit.

Linkspartei-Spitzenkandidatin Elif Eralp hat eine beruhigende Erklärung für den Streit um ihre Regierungspläne. Im ntv-Interview vom 14. September 2026 sagt sie: „Einzelstimmen kann man vernachlässigen.“ Die große Mehrheit ihrer Partei stehe hinter ihr.

In den Kommentarspalten haben diese Einzelstimmen allerdings erstaunlich viele Einwände gegen den Einzug ihrer Partei in den nächsten Berliner Senat.

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Die Linke NRW: Für den Ernstfall schon mal dagegen

Bundeswehr-Karrieretruck mit dem Spruch: Wir kämpfen auch dafür, dass du gegen uns sein kannst.
„Wir kämpfen auch dafür, dass du gegen uns sein kannst.“ – Karrieretruck der Bundeswehr beim Tag der offenen Türe in der Bayerwaldkaserne in Regen am 12. Juli 2025. (Foto: Peter Ansmann)

Krankenhäuser auf einen Krieg vorbereiten? Bunker bauen? Gemeinsam mit der Bundeswehr üben? Die Linke in NRW hat dazu vor ihrem Parteitag in Mülheim einiges geschrieben. Wer im Ernstfall Hilfe braucht, wird von diesem Programmentwurf allerdings nur begrenzt profitieren.

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Die Linke Berlin: Elif Eralp entdeckt die Müllabfuhr

Elif Eralp bei einer Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses
Elif Eralp bei einer Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses. Foto: Sandro Halank / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (Hintergrund seitlich KI-gestützt erweitert; Format angepasst)

Elif Eralp will Berlin verändern. Zum Auftakt verspricht die Spitzenkandidatin der Linken unter anderem einen kostenlosen Sperrmülltag.

Die Berliner Stadtreinigung dürfte erleichtert sein: Was sie längst anbietet, hat jetzt auch eine Bürgermeisterkandidatin entdeckt. Beim politischen Hintergrund ihrer Gesprächspartnerinnen wäre dieser Entdeckerdrang ebenfalls angebracht. Am besten vor dem gemeinsamen Wahlkampfvideo.

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