Die Linke NRW: Für den Ernstfall schon mal dagegen

Bundeswehr-Karrieretruck mit dem Spruch: Wir kämpfen auch dafür, dass du gegen uns sein kannst.
Wir kämpfen auch dafür, dass du gegen uns sein kannst.“ – Karrieretruck der Bundeswehr beim Tag der offenen Türe in der Bayerwaldkaserne in Regen am 12. Juli 2025. (Foto: Peter Ansmann)

Krankenhäuser auf einen Krieg vorbereiten? Bunker bauen? Gemeinsam mit der Bundeswehr üben? Die Linke in NRW hat dazu vor ihrem Parteitag in Mülheim einiges geschrieben. Wer im Ernstfall Hilfe braucht, wird von diesem Programmentwurf allerdings nur begrenzt profitieren.

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Die Linke in Essen: Hitler wurde offenbar wegdiskutiert

Kampfpanzer Leopard II in Frontalansicht.
Kampfpanzer Leopard II. Symbolfoto, keine Aufnahme der EUDEX. (Foto: Peter Ansmann)

Wer in Essen eine Verteidigungsmesse veranstaltet, bekommt von der Linksfraktion im Essener Stadtrat erst einmal die Geschichte der NS-Rüstungsindustrie erklärt.

Krupp, Zwangsarbeit, Bombenkrieg. Alles gehört zur Geschichte dieser Stadt.

Nur beantwortet es noch nicht die Frage, wie sich eine angegriffene Demokratie heute verteidigen soll.

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Linke-MdB Lea Reisner: Bundeswehr abschaffen, Emoji dazu

Lea Reisner vor einer modernen Gebäudefassade. Für das Querformat bearbeitetes Foto.
Lea Reisner (Die Linke): „Naja, wir würden sie abschaffen“ (Foto: Dettenerin / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Bearbeitung: Ruhrbarone – Hintergrund mit KI erweitert, Bildqualität überarbeitet)

Lea Reisner warnt in einem englischsprachigen X-Beitrag vom 7. September 2026 vor einer Machtübernahme durch Faschisten. Die Regierungsparteien würden ihnen Deutschland samt Europas stärkster konventioneller Armee und einer bereits vorhandenen „Geheimpolizei“ überlassen, schreibt sie.

Auf die Nachfrage, weshalb Bundeswehr und Bundesnachrichtendienst unter Kommunisten besser aufgehoben wären, antwortet die Linken-Bundestagsabgeordnete: „Naja, wir würden sie abschaffen 🫠“. Die über die NRW-Landesliste gewählte Politikerin ist Sprecherin ihrer Fraktion für internationale Beziehungen. Für eine sicherheitspolitische Erklärung reichen offenbar fünf Wörter und ein schmelzendes Gesicht.

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Die Linke Berlin: Einige Genossen warnen, Dahabflex schmollt, Linksjugend Neukölln eskaliert

KI-generierte Karikatur: Elif Eralp am Rednerpult der Linken Berlin. Im Vordergrund hält eine schwarz-weiße Katze ein Sturmgewehr; dahinter brennt eine mit „INTIFADA“ beschriftete Zündschnur.
Elif Eralp (Die Linke): Jetzt eskaliert auch noch die Katze. (Karikatur: Ruhrbarone, KI-generiert mit OpenAI; Bearbeitung nach einem Foto von Ferran Cornellà, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons; Karikatur ebenfalls CC BY-SA 4.0)

Endlich mehr Dialektik: Bei der Linkspartei in Berlin kommt der Ärger über das Neuköllner Konzert inzwischen aus entgegengesetzten Richtungen. Die LAG Shalom macht die Landesführung für die Entwicklung mitverantwortlich. Rapper Dahabflex beklagt dagegen, dass sie sich von ihm distanziert.

Der Neuköllner Parteinachwuchs sorgt derweil für den nächsten Eklat: Nach einem Bericht des Tagesspiegels verteilte ein Vertreter der Linksjugend Neukölln am Freitag an der Fritz-Karsen-Gesamtschule Sticker an Schüler.

Die Sticker zeigen die palästinensische Flagge, den Aufruf „Organize classwar“ („Organisiert den Klassenkampf“) und eine Katze mit einem Sturmgewehr.

Auf Instagram erklärt die Jugendorganisation der Linkspartei Neukölln zur aktuellen Lage: Elif Eralp spreche nicht für sie: „Als Genoss*innen müssen wir zusammenstehen und nicht aus Opportunismus unsere Prinzipien und Freund*innen verraten. Yallah Intifada!

Die einen vermissen Konsequenzen gegen Antisemitismus. Dahabflex vermisst Solidarität mit sich selbst. Und die jungen Genossen gießen Öl ins Feuer.

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700 Milliarden Euro für „veraltete Rüstungsprojekte“? Was das BSW NRW verschweigt

Schützenpanzer Puma und Bayerwald-Grenadiere bei einer Vorführung während des Tages der offenen Türe 2025 in der Bayerwaldkaserne/Regen. (Foto: Peter Ansmann)
Schützenpanzer Puma und Bayerwald-Grenadiere bei einer Vorführung während des Tages der offenen Türe 2025 in der Bayerwaldkaserne/Regen. (Foto: Peter Ansmann)

Das Büdnis Sahra Wagenknecht (BSW) in NRW hat einen Top-Ökonomen entdeckt. Leider nur zur Hälfte. Prof. Dr. Moritz Schularick kritisiert, wie Deutschland seine Rüstungsmilliarden ausgibt.  Das BSW NRW macht daraus Werbung gegen höhere Verteidigungsausgaben.  Dumm nur: Schularick will nicht weniger Aufrüstung, sondern eine effektivere.

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Wehrpflicht per Losverfahren – ein schlechter Witz in Uniform

Hindernisbahn der Bundeswehr (Foto: Peter Ansmann)
Bei der Bundeswehr. (Foto: Peter Ansmann)

Dass Deutschland angesichts der aktuellen Bedrohungslage seine Verteidigungsfähigkeit stärken muss, steht außer Frage. Die Welt ist unsicherer geworden, und die Bundeswehr hat über Jahre hinweg vor sich hinvegetiert – schlecht ausgestattet, unterfinanziert, strukturell überfordert. Dass hier etwas geschehen muss, ist keine Streitfrage.

Doch das, was die Bundesregierung nun als „Neuanfang“ verkauft, ist in Wahrheit ein halbgarer Rückschritt – und obendrein ein Affront gegen jedes moderne Verständnis von Gleichberechtigung.

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Kein Bock auf Ungerechtigkeit beim Wehrdienst: Wenn ein Pflichtjahr, dann für alle – Punkt!

Hindernisbahn der Bundeswehr (Foto: Peter Ansmann)
Bei der Bundeswehr. (Foto: Peter Ansmann)

Die Diskussion um eine mögliche Wiedereinführung eines verpflichtenden Wehr- oder Ersatzdienstes in Deutschland nimmt Fahrt auf. Politikerinnen und Politiker unterschiedlicher Couleur argumentieren mit sicherheitspolitischen Notwendigkeiten, gesellschaftlichem Zusammenhalt oder auch der Stärkung des Zivilschutzes.

Doch unabhängig davon, ob man einen solchen Dienst grundsätzlich für sinnvoll oder überholt hält, gibt es eine Frage, die in der Debatte viel zu oft ausgeblendet wird: die der Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern.

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Bundeswehr in die Ukraine!

Ein ukrainischer Soldaten an der Front

Nach dem europäischen Gipfeltreffen mit Trump ist es noch ein weiter Weg zum Ende des Kriegs. Um die Verhandlungen voranzubringen, sollte sich der Kanzler bereit erklären, die Bundeswehr an einer Sicherheitstruppe zu beteiligen.

Frieden entsteht nicht aus Schwäche, sondern aus Stärke. Die Chefs der wichtigsten europäischen Länder sowie der EU und der Nato haben bei ihren Gesprächen mit dem US-Präsidenten im Weißen Haus demonstrativ gezeigt, dass sie zusammen fest an der Seite der Ukraine und ihres Präsidenten Selenskyi stehen. Es bleiben große Differenzen mit Washington, erst recht mit Moskau. Aber klar ist, dass es ein Ende des Tötens und Sterbens nur geben wird, wenn Europa Sicherheitsgarantien gibt – nicht nur auf dem Papier, sondern durch eigene Truppen, um Putin an einer Fortsetzung des Kriegs gegen die Freiheit ganz Europa zu hindern.

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Das Panzergrenadierbataillon 112 in Regen: Tag der offenen Türe in der Bayerwaldkaserne

Demonstration für die Zuschauer: Schützenpanzer Puma und Panzergrenadiere (Foto: Peter Ansmann)
Demonstration für die Zuschauer: Schützenpanzer Puma und Panzergrenadiere (Foto: Peter Ansmann)

Das Panzergrenadierbataillon 112 der Bundeswehr in Regen (Bayern) zeigte am 12. Juli 2025, zum Tag der offenen Türe, was es leistet: Zum 65-jährigen Bestehen der Bayerwaldkaserne. 

Etwa 700 Soldatinnen und Soldaten dienen aktuell am Standort.

Die Panzergrenadiere in Regen sind Teil der 10. Panzerdivision und damit ein zentraler Pfeiler in der Verteidigungsstrategie der NATO gegen die imperialen Gelüste des Regimes in Russland. Als Teil der Division 25, die mit rund 20.000 Soldaten über ganz Deutschland verteilt ist, soll sie die Ostflanke Europas vor der russischen Aggression verteidigen.

Grund genug, um sich am Tag der offenen Türe in der Bayernwald-Kaserne umzusehen.

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