WM 2026: Warum die Aufregung um Lennart Karl alarmierend ist

Deutschland im Fußballfieber. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Je näher die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 rückt, desto größer werden die Zweifel an der Personalpolitik von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Dabei geht es längst nicht mehr nur um taktische Fragen oder die Zusammensetzung des Kaders. Vielmehr entsteht zunehmend der Eindruck, dass die deutsche Nationalmannschaft ihre Hoffnungen auf zu viele Unsicherheiten stützt.

Bereits die Diskussion um Manuel Neuer zeigt das deutlich. Der mittlerweile 40-jährige Torhüter reist mit einer Verletzungshistorie und körperlichen Fragezeichen in Richtung Nordamerika. Statt frühzeitig Klarheit auf der Torwartposition zu schaffen, scheint Nagelsmann darauf zu hoffen, dass der ehemalige Weltklassekeeper noch einmal rechtzeitig fit wird. Eine riskante Strategie für ein Turnier, bei dem Kleinigkeiten über Erfolg und Misserfolg entscheiden können.

Doch die Debatte um Neuer wird inzwischen von einer anderen Personalie überlagert: dem verletzungsbedingten WM-Aus von Lennart Karl. Und genau hier offenbart sich ein noch größeres Problem.

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Wenn der Fußball endgültig zur politischen Kulisse verkommt

Bundeskanzler Friedrich Merz, CDU (Foto: Roland W. Waniek)

Die umstrittene Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko hat noch nicht einmal begonnen, da offenbart sich bereits ein Ausmaß an politischer Instrumentalisierung, das selbst für deutsche Verhältnisse bemerkenswert erscheint.

Dass nebenan bei der WAZ ernsthaft darüber diskutiert wird, ob Bundeskanzler Friedrich Merz von einem erfolgreichen Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft profitieren könnte, zeigt vor allem eines: Wie verzweifelt Politik und mediale Begleitmusik inzwischen offenbar nach symbolischen Rettungsankern suchen.

Anstatt sich mit realen politischen Problemen wie wirtschaftlicher Stagnation, sozialer Unsicherheit oder wachsender Unzufriedenheit auseinanderzusetzen

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Warum die Olympia-Bewerbung von NRW schon jetzt gescheitert wirkt

Start der Olympia-Kampagne Foto: Land NRW

Die aktuelle Berichterstattung im Vorfeld der bevorstehenden FIFA-Fußball-WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada macht noch einmal ganz deutlich, warum sich NRW die Kosten für seine Bewerbung um Olympische Spielen in dieser Region eigentlich besser komplett gespart hätte. Wer in diesen Tagen noch ernsthaft glaubt, Nordrhein-Westfalen könne mit (s)einer vergleichsweise bodenständigen, nachhaltigen und finanziell zurückhaltenden Olympiabewerbung auf internationalem Parkett glänzen, der ignoriert ganz einfach die Realität des modernen Weltsports.

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Von Vorfreude keine Spur: Die Fußball-WM 2026 interessiert mich weniger als Katar

Ein Land in Aufregung. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Während die Fußball-Saison 2025/26 auf Vereinsebene in ihren letzten Zügen liegt, macht sich so langsam ein Gedanke im Hinterkopf breit: Die WM kommt. Angeblich.

Irgendwo zwischen XXL-Kommerz, politischer Dauerkrise und der schleichenden Selbstentfremdung des modernen Fußballs soll im Sommer also in den USA, Kanada und Mexiko das nächste „größte Sportereignis der Welt“ steigen. Früher hätte allein die Nachricht von einem anstehenden Fußball-Großturnier bei mir gereicht, um Vorfreude auszulösen. Heute löst der Gedanke daran bei mir bestenfalls ein müdes Schulterzucken aus. Vielleicht werde ich alt. Vielleicht hat der Fußball ein Problem. Wahrscheinlich beides.

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Danke für nichts, FIFA – diese ‚Traumgruppe‘ ist ein Albtraum!

Deutschland im Fußballfieber. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Die Auslosung zur Fußball-WM 2026 in Kanada, den USA und Mexiko hat am Freitag hierzulande vielerorts für ein Gefühl der Erleichterung gesorgt: Deutschland trifft in der Gruppenphase auf Ecuador, die Elfenbeinküste und Curaçao – eine Konstellation, die in vielen Medien sofort als „machbar“ gefeiert wurde.

Doch genau darin liegt das Problem. Was wie ein Geschenk wirkt, entlarvt die Weltmeisterschaft einmal mehr als ein völlig überdehntes Turnier, das seinen eigenen sportlichen Anspruch verwässert.

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Großes Theater, kleiner Sport: Der DFB im Qualifikationsmodus

Ein Land in Aufregung. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Es ist wieder soweit: Länderspielzeit. Und wie immer, wenn die deutsche Nationalmannschaft antritt, wird das mediale Scheinwerferlicht aufgedreht, als ginge es um alles. Schlagzeilen über Aufstellungen, Formkurven, vermeintliche Systembrüche und die große Frage, ob „dieses Team endlich wieder die Fans begeistern kann“ dominieren die Sportseiten.

Nun steht also die WM-Qualifikation für 2026 an – mit Partien in Luxemburg am Freitag und gegen die Slowakei am Montag in Leipzig. Man könnte fast meinen, hier ginge es um entscheidende Weichenstellungen auf dem Weg nach Nordamerika. Doch Hand aufs Herz: Tut es das wirklich?

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