Der Saar-Napoleon marschiert wieder – diesmal für Moskau

Oskar Lafontaine (BSW)
Oskar Lafontaine, BSW, 2024 (Foto: Steffen Prößdorf, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)

Oskar Lafontaine erklärt demokratische Parteien und Journalisten zu „Steigbügelhaltern des Faschismus“, raunt über Friedrich Merz und BlackRock – und verteidigt ausgerechnet die Öffnung des BSW zur rechtsextremen AfD in Sachsen-Anhalt. Ein Ausflug in eine Welt, in der die Faschisten immer die anderen sind.

Oskar Lafontaine hat binnen weniger Tage zwei kleine Lehrstücke darüber veröffentlicht, wie man aus Tatsachen, Halbwahrheiten und großen Etiketten eine politische Nebelmaschine baut. Für die eine Erzählung genügt ein Reel mit dramatischen Pfeilen zwischen Merz, Rheinmetall und BlackRock. Für die andere braucht es das Wort „Faschismus“ so oft, bis niemand mehr fragt, was es eigentlich bedeuten soll. Früher benötigte man für derartige Andeutungen eine dunkle Tiefgarage. Heute reicht Canva.

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Trotz über drei Wochen Urlaub – null Einsicht bei Kanzler Merz

Friedrich Merz, CDU (Foto: Roland W. Waniek)

Da ist er also wieder. Bundeskanzler Friedrich Merz ist aus seinem gut dreiwöchigen Sommerurlaub zurück und hat gleich bei seinem ersten öffentlichen Auftritt gezeigt, dass er offenbar nicht nur das Licht der Öffentlichkeit, sondern auch jede Gelegenheit zur Selbstkritik gemieden hat.

Im Waldbrandgebiet in der Eifel wurde der Bundeskanzler ausgepfiffen und ausgebuht. Eine Gelegenheit, vielleicht einmal innezuhalten, Demut zu zeigen und sich zu fragen, warum die Stimmung im Land gegenüber seiner Regierung derart mies ist? Fehlanzeige.

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Russlands nützliche Netzwerke: Wo sich AfD, BSW und Kreml-Propaganda berühren

Russlands Netzwerke: Alle Wege von AfD und BSW führen nach Moskau!

Niemand muss auf eine geleakte E-Mail mit dem Betreff „Neueste supergeheime Weisungen aus Moskau!“ warten, um ein Netzwerk zu erkennen.

Netzwerke funktionieren gewöhnlich subtiler: Menschen treffen sich, reisen gemeinsam, schreiben für dieselben Medien, organisieren Veranstaltungen, öffnen einander Türen, trinken irgendwo in St. Petersburg (Russland) oder Merzig-Silwingen (Saarland) gemeinsam Kaffee – Tee ist zu gefährlich – und verbreiten dieselben politischen Botschaften.

Das ist deutlich langweiliger und erheblich unblutiger als eine Folge von „The Americans“. Dafür ist es keine Fiktion. Und die Verbindungen lassen sich belegen.

Gerade vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf diese Netzwerke.

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Die AfD braucht zum Erfolg selber gar keine starken Leute – nur schwache Gegner

Ungeliebter Kanzler Friedrich Merz (Foto: Roland W. Waniek)

Die Angst vor weiteren Erfolgen der AfD bei den kommenden Wahlen wächst in Deutschland gerade ziemlich flächendeckend. Teilweise nimmt das schon fast hysterische Züge an. Aber gut, das ist ein anderes Thema. Über den aus meiner Sicht ziemlich ungeschickten Umgang von Politik und Medien mit der AfD habe ich mich hier im Blog gestern bereits ausgelassen.

Heute geht es mir hier um einen anderen Punkt, der dieser Partei geradezu den roten Teppich ausrollt: den etablierten Parteien gehen die echten Persönlichkeiten aus.

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Die AfD im Glück: Ihre Gegner helfen kräftig mit

Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD in Sachsen-Anhalt. Foto (Ausschnitt): Roy Zuo Lizenz: CC BY-SA 4.0

Seit Jahren macht mich der ungeschickte Umgang vieler politischer Gegner mit der AfD sprachlos. Na gut, fast sprachlos. Denn irgendwie komme ich doch immer wieder dazu, mich hier im Blog daran abzuarbeiten. Eine wirklich überzeugende Erklärung für dieses Dilemma habe ich allerdings bis heute nicht gefunden. Und eine Lösung schon gar nicht.

Nun liefert der „Spiegel“ mit seinem aktuellen Titel über Ulrich Siegmund, den AfD-Spitzenkandidaten in Sachsen-Anhalt, allerdings wieder einmal Anschauungsmaterial, das (auch) mich ratlos zurücklässt. „Der gefährlichste Mann Deutschlands“ steht auf dem Cover. Gemeint ist das vermutlich als Warnung. Herausgekommen ist jedoch etwas, das für Siegmund und seine Partei kaum besser hätte laufen können.

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AfD in Stolberg: Vom Parteibüro zum „patriotischen“ Gegenmilieu

Andreas Klöcker vor dem Alternativen Zentrum Stolberg
Andreas Klöcker vor dem Alternativen Zentrum Stolberg. Anhand der Schilder neben der Eingangstür ist zu erkennen, wer die Adresse nutzt (Screenshot: Facebook).

Das „Alternative Zentrum Stolberg“ ist Parteizentrale, Wahlkreisbüro, Veranstaltungsort, Mitgliederwerbestelle und Geschäftsadresse zugleich. Vom 13. bis 16. August veranstaltete die AfD dort ein Campingtreffen. Inzwischen wirbt sie mit Trauungen und Notunterkünften. In Stolberg entsteht nicht einfach ein Parteibüro.

Die AfD baut sich ein eigenes Gegenmilieu.

Ein Parteibüro ist normalerweise ein ziemlich langweiliger Ort. Ein paar Schreibtische, Wahlkampfplakate, eine Kaffeemaschine, deren Entkalkungszustand gegen diverse internationale Abkommen verstößt, und gelegentlich kommt jemand zur Bürgersprechstunde.

In Stolberg hat die AfD anscheinend größere Pläne.

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Putins Plan und Sahra Höckes Beitrag

Die Achse des Bösen Bild: ChatGPT Bearbeitung: Chatti

 

Russland greift Deutschland mit einer bewaffneten Drohne an – ein kriegerischer Akt. Derweil stiften die Führer der Putin-Parteien AfD und BSW Verwirrung. Alles im Sinne des Kremlherrschers

Manche Experten rechnen damit, dass Russland in absehbarer Zeit Nato-Gebiet militärisch attackieren könnte, wahrscheinlich im Baltikum, um zu testen, wie das westliche Bündnis reagiert. Um Deutschland zu verunsichern, braucht Putin aber keine Panzer, Raketen oder grünen Männchen. Eine mit Semtex beladene Drohne, gerichtet auf eine ukrainische Antonow-Maschine am Flughafen Leipzig, und seine politischen Vasallen reichen.

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Brandenburg: AfD-Abgeordneter Lars Hünich sammelt für verurteilte Rechtsextremistin Marla-Svenja Liebich

AfD-Landtagsabgeordneter Lars Hünich (Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)

Lars Hünich, früher Mitglied der Linkspartei, sitzt für die AfD im Brandenburger Landtag.  Gerade nutzt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der AfD im Brandenburger Landtag seine Facebook-Reichweite für einen Spendenaufruf zugunsten von Marla-Svenja Liebich.

Der rechtskräftig wegen Volksverhetzung verurteilten Rechtsextremistin Liebich soll das Telefonieren erleichtert werden. Jeder setzt Prioritäten.

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Ukraine und NATO: AfD-MdB Rothfuß erklärt Hackerbehauptung zum „Nachweis“

Facebook-Beitrag von Rainer Rothfuß mit der Behauptung, russische Hacker hätten eine NATO-Beteiligung an der Zielauswahl nachgewiesen
Rainer Rothfuß nennt die unbestätigte Meldung einen „Nachweis“ und verbindet sie mit dem zehnjährigen Jubiläum der Druschba-Friedensfahrt. (Foto: Screenshot Facebook)

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Dr. Rainer Rothfuß macht aus einer Behauptung russischer Hacker einen „Nachweis“ gegen die NATO. Nur: Die öffentlich auffindbare Quellenkette liefert keinen Beweis. Sie liefert nicht einmal einen überprüfbaren Hackerangriff.

Es gibt Meldungen, bei denen man erst einmal auf die Bremse tritt. Wer wurde gehackt? Wann? Wie? Welche Daten wurden erbeutet? Wer hat sie geprüft?

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Rainer Rothfuß macht das Gegenteil. Auf Facebook schreibt das MdB der AfD: „HEUTE erreicht mich die Nachricht, dass russische Hacker den Nachweis erbracht haben, dass die NATO die Ukraine bei der Ziel-Definition in Russland unterstützt.

Nachweis. Nicht Hinweis. Nicht Verdacht. Nicht unbestätigte Meldung. Nachweis.

Das Problem ist nur: Diesen Nachweis zeigt er nicht.

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Jörg Dornau (AfD-Oblast Leipzig-Land): Korrupt sind natürlich immer die anderen

Facebook-Beitrag von Jörg Dornau vom 5. August 2026 mit seinem Korruptionsvorwurf gegen mehr als tausend Juristen.
Jörg Dornau erklärt mehr als tausend Juristen ohne Belege für korrupt. (Foto: Screenshot Facebook)

Der sächsische AfD-Landtagsabgeordnete Jörg Dornau wirft mehr als tausend Juristen wirtschaftlichen Eigennutz und Korruption vor. Belege liefert er nicht.

Zwei Tage zuvor feierte der Eigentümer eines von der EU sanktionierten Agrarunternehmens noch die patriotische Ernte.

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